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Thema:
Zahnschutz nach Weisheitszahn-OP bei schwerem Bruxismus
Anzahl der Beiträge: 5

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erstellt: 08.10.2025 - 18:45

Sempus1979 aus Raum Trier

Guten Abend!

Ich leide seit Jahren unter sehr schwerem Bruxismus (schon über 10 Jahre nachts und seit ca. 3 Jahren auch am Tag) und habe damit einen langen Leidensweg hinter mir. Zum Schlafen trage ich immer eine Aufbissschiene, bei großem Stress auch am Tag. Bei Versuchen ohne Schiene zu schlafen sind in den vergangenen Jahren jedes Mal Zähne beschädigt worden durch Absplitterungen und starken Abrieb.

Aktuell sind bei mir nun Wurzelentzündungen an zwei Backenzähnen (je einmal linke und rechte Seite) festgestellt worden. An beiden Stellen soll eine Wurzelspitzenresektion durchgeführt werden. Außerdem sollen zur Verhinderung weiterer Entzündungen alle vier noch im Kiefer liegenden Weisheitszähne entfernt werden.

Nach einem solchen Eingriff kann ich nach Auskunft meines Zahnarztes mind. 1-2 Wochen keine Aufbissschiene tragen. Zudem könnte es sein, dass Zähne sich verschieben und die alte Schiene anschließend gar nicht mehr passt.

Meine Fragen:

  • Wie kann ich direkt nach der OP meine Zähne schützen, damit ich diese nicht nachhaltig schädige oder mir die Wunden gleich nochmal aufbeiße (schon im Aufwachraum, spätestens aber in der nächsten Nacht)?
  • Kann der Operateur die Wunde nach der OP irgendwie abdecken/schützen? Oder gibt es eine flexiblere Schiene (z.B. lockere Knirscherschiene statt fester Aufbissschiene), die man in den Tagen/Wochen nach der OP als Übergangslösung nutzen könnte, bis eine neue feste Schiene angefertigt werden kann?
  • Gibt es zusätzliche Maßnahmen, um das Risiko kurzfristig zu reduzieren? Seit ca. 3 Monaten mache ich Physiotherapie für CMD, was zumindest eine gewisse Erleichterung bringt, aber eine wirkliche Veränderung wird dauern. Der Physiotherapeut hat mir außerdem empfohlen, mir zusätzlich Botox spritzen zu lassen, um das Beißen zu verringern.

Ich bin verzweifelt und weiß nicht, wie ich diese wichtige OP durchführen lassen soll, ohne mir noch mehr schwere Probleme zu machen. Gleichzeitig drängt durch die Entzündungen die Zeit. Durch die schwierigen letzten Jahre habe ich sowieso viel Panik beim Thema Zähne und tue mich sehr schwer zu entspannen.

Danke für Ihre Hilfe!


Guten Tag,

ich würde zunächst an Hand des Röntgenbildes prüfen, ob eine echte Indikation für die Weisheitazahnentfernung besteht. Man entfernt heute Weisheitszähne nur bei Beschwerden oder Zystenbildungen. Zum zweiten kann ich nicht nachvollziehen, weshalb eine Schiene nach einer Zahnentfernung nicht getragen werden kann. Dazu reicht meine Phantasie nicht.

Grüße

R. Roos


erstellt: 12.10.2025 - 18:08

Sempus1979 aus Raum Trier

Lieber Herr Dr. Roos,

herzlichen Dank für Ihre Antwort, die mir etwas Hoffnung macht!

Mein Zahnarzt meinte, dass die Weisheitszähne für die beidseitigen Entzündungen der Backenzähne verantwortlich und damit Zeitbomben sind. Ich habe mir eine Zweitmeinung eingeholt, die die Diagnose bestätigt hat. Werde das aber nochmal mit dem Kieferchirurg besprechen, was überhaupt unbedingt notwendig ist.

Zur Aufbissschiene wurde gesagt, dass sie wegen den Schwellungen und auch wegen Gefahr einer Reizung der OP-Wunden mindestens einige Tage (und bis zu 2 Wochen) nicht getragen werden kann. Außerdem könnten sich nach Entfernung der Weisheitszähne die anderen Zähne verschieben, sodass die alte Schiene sowieso nicht mehr passen würde und ich damit möglicherweise eine Zeit ohne Schiene auskommen müsste bis zur Anfertigung einer neuen.

Aus den geschilderten Gründen ist mir das aber gar nicht möglich, da ich permament beiße, besonders im Schlaf. Mein Zahnarzt wusste keine Antwort darauf, wie ich meine Zähne nach der OP schützen kann, wenn das passiert.

Gibt es noch eine andere Lösung, falls die alte Schiene nach der OP wirklich nicht mehr passen sollte? Im Internet habe ich von einem "mechanischen Wundschutz" gelesen, den man extra anfertigen könnte?!

Danke und viele Grüße!



erstellt: 15.10.2025 - 19:09

Sempus1979 aus Raum Trier

Ganz herzlichen Dank für Ihre Mühe!

Aqualizer kannte ich noch nicht, das könnte eine gute Option sein. Ich werde das mit dem MGK-Chirurgen besprechen.

Herzliche Grüße



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