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Forum: Implantologie

Bei Zahnverlust können Ihnen Zahnimplantate mehr Lebensqualität zurückgeben. Wir möchten Ihnen weiterhelfen, wenn Sie Fragen zu Zahnimplantaten haben.

Thema:
Zahnimplantat
Anzahl der Beiträge: 6

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erstellt: 21.11.2025 - 03:52

Mila aus Hagen/NRW

Sehr geehrtes Ärzteteam,

am 30.10.25 wurden bei mir zwei Implantate 44 und 46 eingesetzt. Gleichzeitig wurde bukkal eine zweite Knochenaufbau mit Bio Oss durchgeführt, die erste erfolgte bereits im Mai. Nach der Implantat-OP habe ich lingual unter 46 eine Beule. Es sieht so aus, als ob der Knochen seitlich beim Bohren perforiert und das Implantat falsch positioniert wurde, also in der Schleimhaut und nicht im Knochen. Alch ich den Arzt darauf angesprochen habe, meinte er: "Ja, wir sind etwas drüber gekommen. Es ist aber nicht schlimm, es wird sich da ein neuer Knochen bilden."

Das Implantat 46 liegt aber lingual zum größten Teil unter der Schleimhaut. Ich kann es mit meiner Zunge sehr gut fühlen, auch seine Spitze.

Muss es jetzt raus? So ein Implantat darf doch gar nicht prothetisch versorgt werden, weil es nicht halten wird. Durch eine falsche Positionierung wurde es einfach unbrauchbar gemacht. Wie kann sich in der Schleimhaut ein neuer Knochen bilden?

Ich bedanke mich im Voraus.


Wenn keine Knochenbedeckung vorliegt, wird sich auch keine neu bilden. "Rettungsversuche" durch nachträgliches abdecken mit (zB) BioOss sind nicht vorhersagbar. Vermutlich ist die Implantatentfernung zum jetzigen(!!) Zeitpunkt (das Implantat ist noch nicht eingeknöchert) die Behandlung der Wahl. Alles abheilen lassen und Neustart.

Dr.FrankPüllen, MSc, MSc, Neu-Isenburg


erstellt: 23.11.2025 - 15:14

Unbekannt aus ...

Sehr geehrter Herr Dr.Püllen,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Mein Arzt meint aber, dass das Implantat nur dann entfernt werden muss, wenn es zu einer Entzündung kommt.

Wenn ein Implantat falsch positioniert wird, sieht man es während einer Implantat-OP nicht? Auch auf dem 2D-Röntgenbild nach der OP nicht? Der Arzt hat die Beule in der Schleimhaut erst dann bemerkt, nachdem ich ihn beim Kontrolltermin darauf  angesprochen habe.

Ich vermute, dass es in meinem Fall beim Bohren passiert ist, da es trotz Betäubung ziemlich schmerzhaft war. Ist es ein Behandlungsfehler?

Wenn ein Implantat entfernt wird, baut sich der Knochen noch mehr ab?

Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Mila



erstellt: 29.11.2025 - 07:09

Mila aus Hagen

Sehr geehrter Herr Dr. Püllen,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Ich habe mir von diesem Kieferchirurgen bereits im Oktober 2023 die ersten zwei Implantate 34 und 36 einsetzen lassen. Gleichzeitig wurde ein Knochenaufbau gemacht. Die Freilegung erfolgte im Januar 2024. Die Brücke habe ich seit Oktober 2024. Nach der OP hatte ich an beiden Stellen lingual, da wo die Implantate lagen, auch eine komische Schwellung. Damals hat der Arzt zu mir gesagt, dass es ein Knochen sei. Er dehnt sich bei der OP aus, deswegen entstehen am Anfang solche Beulen. Das habe ich ihm geglaubt. Er ist eigentlich sehr erfahrener Kieferchirurg. Das Problem ist nur, dass ich diese Beulen auch zwei Jahre danach immer noch habe. Außerdem sieht es jetzt auf der anderen Kieferseite genauso aus, so dass ich den Verdacht habe, dass alle vier Implantate falsch positioniert wurden. Bei 34 habe ich den Eindruck, dass das Implantat genauso wie 46 lingual fast vollständig unter der der Schleimhaut liegt. Ich muss aber sagen, dass ich bei 34 und 36, die im Jahr 2023 eingesetzt wurden, keine Beschwerden hatte und habe. Dass bedeutet aber natürlich nicht, dass da alles in Ordnung ist. 
Damals vor der ersten OP hat der Arzt gesagt, dass die OP genau geplant und alles sehr genau ausgemessen wird, wo die Implantate positioniert werden sollen. Wie konnte es passieren, dass alle vier zum Teil unter der Schleimhaut eingesetzt wurden. Sieht man es während der OP gar nicht?
Wenn jetzt alle vier Implantate entfernt werden müssen, dann befürchte ich, dass der Knochen im Unterkiefer komplett ruiniert wird, da 34, 35, 45 und 46 aufgrund einer Zahnnichtanlage in diesem Bereich schon seit mehr als dreißig Jahren fehlen. Nach einer Explantation bleibt dann von dem Knochen wohl nicht viel übrig.
Was soll ich machen?

Vielen Dank im Voraus.

Mfg 
Mila


Sehr geehrte Mila,

die Schleimhaut auf der Zungenseite ist von Natur aus recht dünn, sodaß man ein darunter freiliegendes Implantat, bzw. dessen Gewindegänge, ertasten müßte; ferner sollte die gräuliche "Titanfarbe" durchschimmern. Eine (harte) Knochenvorwölbung hat eine glatte Oberfläche. Im "Maximalfall" würde eine 3D-Aufnahme machen lassen.

Dr.FrankPüllen, MSc, MSc, Neu-Isenburg



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