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Thema:
Zahnfleischprobleme + Engstand bei stabilen Taschenwerten – Einschätzung erbeten
Anzahl der Beiträge: 2
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erstellt: 02.01.2026 - 01:03
Sara aus .
Ich bin Mitte 20 und seit längerer Zeit medizinisch und ästhetisch sehr unzufrieden mit dem Zustand meiner Zähne und meines Zahnfleisches und wünsche mir eine realistische fachliche Einschätzung.
In meiner Familie treten ähnliche Zahn- und Zahnfleischprobleme auf (u. a. Zahnfleischrückgang, empfindliche Zahnhälse und schnelle Belags- bzw. Zahnsteinbildung). Die Mundhygiene ist sehr intensiv und konsequent. Vor kurzem wurden mir die Weisheitszähne entfernt; seitdem achte ich besonders auf mögliche Veränderungen im Unterkiefer.
Laut meinem Zahnarzt liegen die Taschenmessungen bei ca. 2mm mit Tendenzen zu 3mm, eine Parodontitis wurde bisher nicht diagnostiziert. Dennoch besteht ein leichter Zahnfleischrückgang, vor allem im Unterkiefer, mit sichtbar freiliegendem Dentin an den Zahnhälsen. Es könnte jedoch sein, dass dies besonders durch meine Putzweise begünstigt wurde. Zusätzlich gibt es im Unterkiefer eine Stelle mit dauerhaft gerötetem Zahnfleisch, die sich trotz zwei professioneller Zahnreinigungen nicht gebessert hat.
Auffällig ist außerdem eine sehr schnelle Neubildung von Zahnstein bzw. fest anhaftender Substanz, bereits etwa 4–8 Wochen nach einer professionellen Zahnreinigung.
Bisher empfiehlt mein Zahnarzt überwiegend, den Befund weiter zu beobachten. Da sich jedoch weder die lokale Rötung noch die schnelle Neubildung von Zahnstein verbessern, überlege ich, noch vor der nächsten regulären Prophylaxe erneut gezielt in der Praxis vorstellig zu werden, um eine genauere Abklärung zu erhalten.
Meine aktuelle Mundhygiene-Routine sieht wie folgt aus:
Ich putze zweimal täglich mit einer Curaprox-Handzahnbürste und verwende zusätzlich regelmäßig eine Einbüschelbürste, insbesondere im Unterkiefer. Als Zahnpasta nutze ich im Wechsel Parodontax, Meridol sowie Elmex & Protect / Repair & Prevent (da bin ich noch am ausprobieren was das beste ist). Zahnseide habe ich zeitweise zweimal täglich verwendet, aktuell bewusst auf einmal täglich reduziert, um mögliche mechanische Reizung zu vermeiden. Zusätzlich führe ich täglich morgens und abends eine Zungenreinigung durch, ziehe Öl mit Kokosöl und auch bereits Chlorhexidin-Spüllösungen angewendet – jedoch ohne erkennbare Verbesserung der lokal geröteten Zahnfleischstelle nach der Anwendungsdauer.
Trotz dieser sehr intensiven Mundhygiene bestehen weiterhin "Zahnfleischrückgang", lokale Entzündung sowie schnelle Zahnsteinbildung. Daher frage ich mich, ob eher ein individueller Zahnfleischbiotyp, mechanische Überreizung oder lokale Reizfaktoren als Ursache infrage kommen könnten.
Ästhetisch stören mich zusätzlich ein Engstand bzw. eine unruhige Zahnstellung, ein leicht rotierter seitlicher Schneidezahn im Oberkiefer, unterschiedlich lange Zähne sowie ein deutlicher Farbverlauf an den Zahnhälsen. Mein Wunsch ist kein extremes Bleaching oder kosmetische Überbehandlung, sondern ein natürliches, ruhigeres Gesamtbild im Ober - und Unterkiefer.
Ich würde mich über eine realistische Einschätzung freuen zu folgenden Fragen:
Wie ist der Befund insgesamt medizinisch einzuordnen, insbesondere die lokale Zahnfleischrötung im Unterkiefer trotz intensiver Mundhygiene und wiederholter PZR?
Welche Ursachen kommen hierfür infrage (z. B. Biotyp, mechanische Reizung, lokale Faktoren)? Welche sinnvollen und zurückhaltenden Maßnahmen wären empfehlenswert (z. B. gezielte lokale Therapie, Anpassung der Mundhygiene, Zahnhalsversiegelung, andere Prophylaxe-Intervalle)?
Und wäre aus fachlicher Sicht eine kieferorthopädische Behandlung (z. B. Aligner) im Unterkiefer sowie zur Rotation des oberen Zahns sinnvoll, rein ästhetisch, bei stabilem Parodontalstatus?
Mir ist eine sachliche, realistische Einschätzung wichtig, ohne aggressive oder unnötige Maßnahmen (keine Veneers, kein Abschleifen gesunder Zähne).
Ich bin wirklich einfach nur noch überfragt und fühle mich hilflos. Weder medizinisch noch ästhetisch bin ich zufrieden, was psychisch wirklich sehr belastend ist...
erstellt: 02.01.2026 - 01:13
Sara aus .
Noch eine kleine Ergänzung; bei der letzten Zahnreinigung sprach ich das Zahnfleisch im Unterkiefrt nochmal an. Der Arzt hat dann nach der Zahnreinigung nochmal drüber geschaut und meinte man sollte es weiter beobachten. Sie gab ihm aber auch noch die Info, dass ich bei der Zahnreinigung auch schon sehr bluten würde.

