Forum: Endodontologie
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Thema:
Wurzelspitzenresketion (Abrechnung)
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erstellt: 25.06.2026 - 11:11
Klaus H. aus Landkreis Karlsruhe
Sehr geehrte Damen und Herren
Ich bin Kassenpatient und hatte vor nicht allzulanger Zeit eine Wurzelspitzenresektion. Betroffen war ein Backenzahn im Oberkiefer. Die OP selbst verlief normal, und dauerte ca. 30 Minuten.
Ich bekam jetzt die Rechnung gestellt, knapp 360 EUR Zuzahlung. (Darunter auch 41 EUR für den Scan und eine Plastikschiene die ich nach der OP im Mund tragen sollte am operierten Zahn).
(Für eine WSR, ohne Plastikschiene, im unteren Kieferbereich damals, habe ich in der gleichen Praxis vor 7 oder 8 Jahren noch gerade mal 100 EUR zuzahlen müssen)
Es sind die knapp 126 EUR welche mich irritieren, für folgenden Punkt:
''Knochengewinnung (z.B. Knochenkollektor oder Knochenschaber), Knochenaufbereitung und -implamtation, auch zur Weichteilunterfütterung. Begründung: Überdurchschnittlicher Schwierigkeitsgrad und Zeitaufwand wegen besonders komplizierter lokaler knöchenner Situation''
Auf Grund der normalen OP Dauer von ca. 30 Minuten kann ich mir als Laie auch nicht vorstellen dass diese aufgeführten Punkte zwingend ausgeführt wurden(?!?)
Was ich noch erwähnen möchte ist die Tatsache dass mein Hauszahnarzt im letzten Spätjahr ein Röntgenfoto gemacht hatte. Da wurde die Entzündung an dem Backenzahn entdeckt.
Aus gewissen Umständen (ich musste in der Zeit als ich beim Oralchirurgen dann vorstellig wurde 6 Monate lang einen Blutverdünner und einen Plättchenhemmer gleichzeitig einnehmen, weshalb man die OP seitens des Oralchirurgen nicht zu dem Zeitpunkt durchführen wollte, Gefahr von verstärkter Blutung hieß es. Hinzu kommt dass ich 3 Wochen später einen Flug im Ausland vor mir hatte) wurde die OP auf dieses Jahr verschoben.
Beim Oralchirurgen selbst wurde kein Foto gemacht vor der OP (dafür 2 Fotos; mit Kärtchen im Mund; direkt nach der OP), man beschränkte sich auf das vom Hauszahnarzt.
Beim Kostenvoranschlag hatte man diesen obig aufgeführten Kostenpunkt auch schon aufgeführt. Da dachte ich dass dies eher präventiver Natur sein würde, sprich wenn wirklich eine Knochengewinnung oder ähnliches hätte gemacht werden müssen bei der OP, was sich wohl sicher auch auf die OP Dauer ausgewirken dürfte (ich gehe im Nachhinein davon aus dass eine solche Knochengewinnung vor der eigentlichen OP hätte stattfinden müssen?)
Meine Frage daher an die hier vertretenden Zahnwärzte und Oralchirurgen: Ist dieser obig fett zitierte Kostenpunkt nachvollziehbar in meinem Falle, unter den (auch zeitlich) geschilderten Umständen? Ist dies der seriöse abrechnungstechnische Normalfall beim jeder WSR im Oberkieferbereich? Oder soll da eher Umsatz generiert werden, zu Lasten des Patienten?
Danke für Ihre Hilfe im Voraus
MfG
Klaus H.

