Forum: Endodontologie
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Thema:
Wurzelbehandlung
Anzahl der Beiträge: 5
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erstellt: 28.08.2026 - 21:08
Rosa aus Lindau
Guten Tag,
vor ca. 4 Wochen hatte ich eine Wurzelbehandlung am Zahn 21. Der Zahn schmerzte schon seit Jahren immer mal leicht und beim letzten Kontrollröntgen wurde festgestellt, dass der Zahnnerv abgestorben war. Auch auf den Kältetest hat er nicht mehr reagiert. Der Zahnarzt hat die Wurzelbehandlung ohne Kofferdam (da angeblich schwierig zu legen bei diesem Zahn) aber mit Mikroskop gemacht.
Nach der Behandlung wurde der Zahn mit Calziumhydroxid gefüllt und provisorisch verschlossen. Schon unmittelbar danach hatte ich große Schmerzen und ging 4 Tage später wieder zum Zahnarzt. Der spülte nochmal alles und legte Ledermix in den Zahn. Dies half auch aber ein gewisses Taubheitsgefühl und brennen, welches ich bereits vor der Wurzelbehandlung auch hatte, blieb bestehen.
Nach 4 Tagen spülte er erneut und legte wieder Calziumhydroxid ein. Die Schmerzen blieben trotzdem. Mal mehr, mal weniger in Form von Taubheitsgefühl, brennen und Aufbissschmerzen. Ich muss hier auch erwähnen, dass ich starke Knirscherin bin.
Die Prozedur mit spülen und neuer Calziumhydroxid Einlage wurde gestern wiederholt. Der Zahnarzt meinte man könne den Zahn beim nächsten mal füllen, da der Biokeramische Sealer bei der Ausheilung ja auch helfen würde und wenn der Zahn keine Ruhe gibt, müsse man Ihn ziehen.
Ich möchte natürlich auf keinen Fall meinen Ftontzahn ziehen lassen. Der Zahn hat kein Karies oä. und ist quasi einfach so abgestorben. Evtl. durch die Zahnspange oder das Knirschen.
Was sagen Sie zu der bisherigen Behandlung?
Vielen lieben dank
Schöne Grüße
Rosa
erstellt: 02.09.2026 - 07:00
Guten Tag,
ich kann bislang nichts Kritikwürdiges erkennen. Wichtig: Der Zahn muss aus jeglicher Belastung durch den Gegenzahn genommen werden.
Grüße
R. Roos
erstellt: 02.09.2026 - 07:45
Rosa aus Lindau
Hallo Herr Dr. Roos,
danke für die Rückmeldung. Sind Sie ebenfalls der Meinung, dass ein Biokeramischer Sealer bei der Ausheilung helfen würde? Im Bezug auf den Gegenzahn meinen Sie in Form einer Knirschschiene? Diese würde aber auch auf den Gegenzahn drücken.
Besten Dank
Liebe Grüße
Rosa
erstellt: 02.09.2026 - 07:58
Rosa aus Lindau
Nachtrag: Entschuldigen Sie, ich habe noch eine Frage vergessen. Würden Sie den Zahn trotz noch leichter schmerzen füllen lassen?
Danke im Voraus
Schöne Grüße
Rosa
erstellt: 03.09.2026 - 02:49
Guten Tag,
Sollte der Zahn durch Überlastung schmerzen, hilft für die Tragedauer eine Schiene. In den vielen Stunden ohne Schiene ist er wieder im Dauerstress. Für einen "Knirscher" sollte eine Schiene aber standardmäßig getragen werden.
Die Anwendung einer " Biokeramik" ist heute erste Wahl bei der Füllung von Zähnen. Da sie vergleichsweise teuer ist, greifen viele Kollegen noch auf konventionelle Sealer zu. Wunder kann man keine erwarten, aber diese Biokeramiken sind extrem gewebevertäglich. Sollte der Zahn Strukturschäden aufweisen ( Sprünge, Risse) helfen sie nicht, ebenso haben sie keine desinfizierenden Eigenschaften. Daher wäre es gut, wenn der Zahn vor der endgültigen Wurzelfüllung komplett beschwerdefrei wäre. Man darf auch eine Kalziumhydroxideinlage einige Wochen liegen lassen, wenn die Zugangsöffnung dicht und stabil verschlossen wird.
Grüße
R. Roos


