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Thema:
Wurzelbehandelter Zahn 26 ohne Kronenempfehlung – jetzt gespalten. Aufklärungsfehler?
Anzahl der Beiträge: 2
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erstellt: 03.01.2026 - 19:14
Jaapie aus ...
Beitrag: Hallo zusammen, ich hoffe, hier kann mir jemand weiterhelfen.
Bei mir wurde vor ca. 3 Jahren der Zahn 26 (oberer Backenzahn links) wurzelbehandelt. Nach der Behandlung hat die Zahnärztin den Zahn nur mit einer Kunststofffüllung versorgt. Eine Empfehlung für eine Krone habe ich nicht bekommen, und es wurde mir auch nicht erklärt, dass ein wurzelbehandelter Backenzahn ohne Krone ein deutlich erhöhtes Risiko hat, mit der Zeit zu brechen.
Jetzt ist genau das passiert: Der Zahn ist komplett gespalten und offenbar nicht mehr zu retten.
Ich habe inzwischen die Kostenübersicht meiner Krankenkasse eingesehen – dort ist nur die Wurzelbehandlung und eine Kunststofffüllung abgerechnet, aber keine Krone oder Beratung dazu.
Meine Fragen an die Experten hier:
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Gilt es als Standard, einen wurzelbehandelten Backenzahn mit einer Krone zu versorgen?
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Muss der Zahnarzt über das erhöhte Frakturrisiko ohne Krone aufklären?
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Wenn in der Patientenakte keine Aufklärung dokumentiert ist – ist das ein Aufklärungsfehler?
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Ist ein Zahnbruch nach Wurzelbehandlung ohne Krone ein typischer Schaden, der durch fehlende Aufklärung verursacht sein kann?
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Wie schätzt ihr die Chancen ein, dass ein Gutachter hier einen Behandlungsfehler sieht?
Ich möchte einfach verstehen, ob hier tatsächlich ein Fehler passiert ist und wie ich weiter vorgehen sollte (z. B. Gutachterstelle der Krankenkasse).
Vielen Dank im Voraus für jede Einschätzung.
erstellt: 04.01.2026 - 21:09
Guten Tag,
es besteht nach einer Wurzelbehandlung eine erhöhte Frakturgefahr, besonders an Backenzähnen. Darüber hat der Zahnarzt aufzuklären und Lösungen anzubieten. Daher besteht nach meinem Dafürhalten durchaus ein berechtigter Schadensersatzanspruch, den Sie mit anwaltlicher Hilfe durchsetzen müssten.
Grüße
R. Roos


