Patientenforum

Forum: Endodontologie

Der Erhalt der Ihrer Zähne ist unsere oberste Aufgabe. Wird ein Zahn krank, helfen moderne Therapien ihn zu heilen. Wir unterstützen Sie gerne.

Thema:
WSR retrograd oder Revision
Anzahl der Beiträge: 7

EineAntwortgeben Eine Fragestellen AlleForenanzeigen


erstellt: 24.09.2026 - 20:07

Hayat aus Köln

Hallo zusammen,

2018 wurde am 26er Backenzahn eine Wurzelbehandlung gemacht. Ende letzten Jahres ist mir der Zahn abgebrochen, sodass ich es überkronen lassen habe. 
Vor der Krone war ich bei einem Chirurgen um eine Entzündung auszuschließen. Damals hieß es ich soll eine WSR machen die Chancen stehen 50/50. 

Ob eine Entzündung vorliegt wurde mir damals nicht beantwortet, sodass ich auch keine WSR gemacht habe. 
 

Vor einem Monat habe ich eine leichte Schwellung in der Wange gehabt. Diese ging 2 Tage später zurück. Ich war direkt beim Zahnarzt (Vertretung meiner ZÄ) der mich zu einem Endosontologen überwiesen hat, da er eine Entzündung im OPG gesehen hat. 
Der Endo bestätigte es mir und riet mir zu einer Revision. 
Da ich kurz vor meinem Urlaub war, hat er mir clindamycin 300mg für 10 Tage aufgeschrieben, die ich auch genommen habe. 
kurz vor dem Flug war ich bei meiner ZÄ, die sich das OPG angeschaut hat und meinte da wäre keine Entzündung. 
Um sicher zu sein habe ich am Montag eine DVT bei einer Chirurgin gemacht. Im Anschluss sagte mir die Chirurgin sie müsse eine WSR retrograd machen, weil die Entzündung zwar klein ist aber Richtung Kieferhöhle das Gewebe entzündet wäre. 
Ich soll in den nächsten Monaten was unternehmen. Sie müsse von beiden Seiten eine WSR retrograd machen. Einmal Richtung Kieferhöhle und einmal Gaumen. 
Zu meiner Frage ob der Endo nicht ne Revision machen kann, meinte sie, es wäre sinnlos, da würde der Endo nicht dran kommen, da bei der Wurzelbehandlung die ZÄ das Füllmaterial zu tief gemacht hätte. 
habe es so verstanden, dass es außerhalb des Kanals kam. 
Heute war ich bei meiner Zahnärztin (die die Füllung gemacht hatte und vor dem Urlaub meinte, da wäre keine Entzündung), sie empfahl mir die WSR retrograd. Der Endo wäre sinnlos in ihren Augen. 
 

Daraufhin habe ich den Endo angerufen und es ihm geschildert. Er war nicht begeistert, dass sie in seinem Namen so eine Aussage getätigt haben. Haben uns dazu entschlossen, dass ich die DVT, die ich als CD habe, ihm schicke, dann meldet er sich bei mir. 
 

Num stehe ich da und habe panische Angst vor dieser WSR, da sie beidseitig schneiden muss. Für mich ist es eine grauenhafte Vorstellung. 
 

Natürlich muss ich jetzt auf den Endo warten aber gibt es hier jmd., der den gleichen oder ähnlichen Fall hatte? 
 

Würde mich über Erfahrungsberichte und Ratschläge sehr freuen. 
 

Vielen Dank im Voraus. 
 

Liebe Grüsse

hayat 



erstellt: 25.09.2026 - 20:54

Hayat aus Köln

Vielen Dank für Ihre Einschätzung, Herr Dr. Püllen!

Angenommen, der Spezialist (Endodontologe) stuft die Erfolgschancen für eine Revision bei diesem Zahn als nicht ausreichend ein – zu welcher Option würden Sie in diesem Fall raten: Zähneknirschend doch eine WSR durchführen lassen oder den Zahn konsequent extrahieren lassen?

Natürlich möchte ich gern den Zahn behalten aber eine WSR beidseitig ist so eine Horrorvorstellung. Die Chirurgin gibt zwar eine Chance von 90% aber ich weiß nicht, ob ich mir damit einen Gefallen tue, da ich Angst vor Komplikationen habe. 
 

Liebe Grüße 

hayat


Von den drei Wurzelstämmen des Zahnes sind in den allermeisten Fällen zwei gut revidierbar, nur einer (der vordere, wangenwärts gelegene) ist die Hürde. Trotzdem würde ich alle revidieren, und ggfs an diesem vorderen, wangenwärtigen eine WSR machen. Die ist nicht kompliziert, weil man recht guten Zugang hat.

Dr.FrankPüllen, MSc, MSc, Neu-Isenburg


erstellt: 27.09.2026 - 12:11

Unbekannt aus ...

Vielen Dank Herr Dr. Püllen,

da ich eine Zahnzusatzversicherung habe, werde ich mir überlegen, welchen Weg ich gehen werde. Leider übernimmt meine Versicherung keine  endodontologischen Leistungen. Jetzt bin ich auch schlauer und werde diese abändern, damit zukünftige Zähne mit abgesichert sind. 
 

Über das finanzielle mache ich mir auch nicht viel Sorgen, mit Ratenzahlung würde ich es auch abzahlen. Für mich ist einfach wichtig, den unkomplizierten Weg mit wenig Schmerzen zu wählen. 
 

Ich warte jetzt mal ab, was der Endodontologe sagt und werde mich dann entscheiden. 
 

Ihre Antworten haben mir aber definitiv geholfen. Eine WSR ohne Revision ist zum scheitern verurteilt, das hab ich verstanden. 
 

Dankeschön. 
 

Wünsche Ihnen einen schönen Sonntag. 
 

Liebe Grüsse

hayat


erstellt: 28.09.2026 - 13:15

Unbekannt aus ...

Falls jemand hier mitlesen sollte. Einfach als Info. 
 

Der Endodontologe hat mich angerufen und mir geraten, auf keinen Fall eine WSR zu machen. Als Endo würden sie auch sehr schlecht an diese eine Stelle kommen, deswegen rät er mir dazu, den Zahn ziehen zu lassen. 
 

Habe mich entschieden, auf den Endo zu hören anstatt auf meine Hauszahnärztin und der Chirurgin, die eine beidseitige WSR empfohlen haben. 
 

 


erstellt: 12.10.2026 - 12:11

Unbekannt aus ...

Hallo zusammen, 

ich brauche nochmal Ihre Hilfe oder einen Rat. 
Irgendwie weiß ich nciht, was ich machen soll oder wem ich glauben soll. 
 

2 Zahnärzte sagten, ich hätte keine Entzündung, 2 andere Ärzte sagten, da wäre an Zahn 26 eine Entzündung. Daraufhin habe ich bei der Chirurgin, an die meine Hauszahnärztin überwiesen hat, eine DVT machen lassen, um Klarheit zu haben. 
Diese Chirurgin meinte, sie würde eine WSR retrograd machen lassen. Da ich davor beim Endodontologen war, habe ich ihm die DVT geschickt, ob er eine Revision machen könnte, nachdem er sich die DVT angeschaut hat. 
 

Dieser rief mich an und sagte mir, dass er durch eine Revision nicht dran kommen könnte, ich soll den Zahn ziehen lassen. Eine WSR ohne Revision wäre zum scheitern verurteilt. 

Also entschied ich mich fürs Zahn ziehen. Damit ich nicht extra 45 Min zur Chirurgin fahren muss, habe ich einen Termin vor Ort bei einem Facharzt für Mund- Kiefer- und Gesichtschirurgie und Fachzahnarzt für Oralchirurgie gemacht. 

Heute hatte ich den Termin bei diesem Facharzt und hab ihm die DVT gezeigt. Nachdem er sich die Bilder angeschaut hat, fragte er mich, ob ich Symptome habe. Außer leichten Druck spüre ich nichts. 

Das Füllmaterial ist außerhalb des Kanals gekommen und da wäre eine kleine Entzündung Richtung Kieferhöhle. Er sagte mir, wäre es sein Zahn, würde er es nicht ziehen lassen und in 6 Monaten ein Kontrollröntgen machen lassen. Auf die Frage, ob er denn überhaupt an dieses Gewebe kommt, wenn der Zahn gezogen ist, meinte er, ist schwierig, kann er nicht garantieren. 
Nur durch Zahn ziehen wäre das Problem also nicht gelöst. An der Wurzelspitze wäre es unauffällig. 
Auf die Frage, was ich mache, wenn die Entzündung mehr wird und ich Symptome bekomme, meinte er, ich müsste in eine Klinik. Er könnte da nix machen. 
 

Nun stehe ich da und weiß nicht, was ich machen soll oder wen ich glauben soll. Die Wurzelbehandlung wurde damals 2018 gemacht. 
 

Kann mir vielleicht jemand einen Rat geben?

 

Danke im Voraus für Ihre Hilfe. 
 

Liebe Grüsse

Hayat
 

 



Login nur für Mitglieder