Patientenforum

Forum: Zahnersatz

Durch Zahnerkrankungen oder Unfällen können Zähne verloren gehen. Wir geben Hinweise und Entscheidungshilfen zur richtigen Wahl der Zahnversorgung.

Thema:
Verblockte Kronen 25,26
Anzahl der Beiträge: 4

EineAntwortgeben Eine Fragestellen AlleForenanzeigen


erstellt: 27.07.2026 - 17:14

anfree72 aus Bayern

Hallo, ich habe eine Frage bezüglich verblockter Kronen oben links Zahn, 25.,26.

Ich habe im März zwei Kronen bekommen, laut Kostenvoranschlag und Heil und Kostenplan waren Einzelkronen geplant, von Verblockung, war nie die Rede . Es war  so, dass eine Füllung repariert werden hätte müssen, ich das aber nicht wollte, da die Zähne schon große Füllungen hatten und ich Sorge, dass sie mir mal brechen, da ich durch Implantatproblematik, hauptsächlich links kauen musste. Ich bat deshalb um Kronen, daraufhin wurde ein Kostenvoranschlag erstellt. Nach dem Beschleifen wurde mir ein verblocktes Provisorium eingesetzt. Ich ging davon aus, dass dies der Einfachheit halber gemacht wurde. Mit diesem Provisorium hatte ich große Probleme mit dem Zahnfleisch, Schmerzen und brennen Richtung Gaumen. Es hieß damals, es muss sich erst mal alles beruhigen. Ich ließ es auf sich beruhen, da ich dachte zwei Wochen halte ich das wohl aus. Zwei Wochen später wurden dann die Kronen eingesetzt.  Diese waren dann auch verblockt,ich wies die ZMA darauf hin, daß Einzelkronen geplant waren und das ich Bedenken habe bezüglich der Schmerzen die ich mit dem Provisorium hatte. Auch sie meinte, sie dachte es wären einzelne Kronen, meinte aber ich brauche mir keine Sorgen machen, es wurde ja im Labor angefertigt und ist passgenauer als  ein Provisorium. Die Kronen wurden dann sofort fest eingesetzt. Vorher fragte ich auch, wie da eine Reinigung gehen soll? Sie meinte sie würde mir zeigen wie ich reinigen kann. Nach dem Einsetzen wollte sie es mir demonstrieren aber es war kein durchkommen. Nun habe ich seit 4 Monaten große Schmerzen unter dieser Verblockung und kann mir mit Schwierigkeiten mit einer 0er Bürste den Interdentalraum reinigen aber nicht ohne Zahnfleischbluten.

Hätte mir der Zahnarzt nicht sagen müssen, dass er die Kronen verblockt und auch warum? Hätte ich nicht über die Tragweite informiert werden müssen? 


Guten Tag,

In wenigen Ausnahmesituationen ist so wenig Zahnhartsubstanz zur Überkronung übrig, dass eine Verblockung aus Stabilitätsgründen sinnvoll sein kann. Das ist eine medizinische Entscheidung, die wenigstens erklärt werden sollte. Wenn die Zahnzwischenraumpflege gewährleistet ist, besteht kein Grund zur Besorgnis. In Ihrem Fall können nur das Röntgenbild und der klinische Befund Aufschluss geben. Ansonsten können Sie eine Mängelbegutachtung bei Ihrer Krankenkasse beantragen.

Grüße

R. Roos


erstellt: 28.07.2026 - 07:45

Unbekannt aus ...

Guten Morgen Dr. Roos und vielen Dank für Ihre Antwort. Ich versuche das Ganze gerade rechtlich für mich einzuordnen, ob mein Zahnarzt an sich mir sagen hätte  müssen, dass zuwenig Substanz da ist und dies dann auch im Kostenvorschlag und Heil und Kostenplan so stehen hätte müssen. Mein Problem gerade ist, dass ich einmal zum Schleifen bei ihm war, beim zweiten Termin bezüglich der Kronen Probleme sprach ich dann auch die Implatversorgung aus 24/25 an, die mir damals schon Probleme machte mir aber schön geredet wurde, bei der aber damals einiges schiefgelaufen war.( Sofortimplantation in Fistel Gebiet, Implantat hielt nicht, Knochenaufbau, Monate später erneut implantiert, Implantat weit außen, Abutement der Krone sichtbar, Zahnfleisch zieht sich immer weiter zurück, erneute Fistel und WSR am Zahn davor, die Erklärung es wäre damals halt nicht genug Knochen da gewesen) Dadurch das ich bedingt durch die Schmerzen an den verblockten Kronen links nicht mehr kauen konnte, musste ich nach rechts ausweichen und merkte das dort die Probleme noch befeuert werden. Als ich Ansprach, daß Ganze vielleicht mal unabhängig anschauen zu lassen, wurde ich sitzen gelassen mit der Aussage, dass kann ich tun dann soll sich aber die Kasse darum kümmern. Beim Gutachter war ich,  ein Mangel an den Kronen wurde festgestellt, soll aber durch einschleifen behebbar sein, die Reinigungsfähigkeit wurde ignoriert und der Rest als gut befunden. Dort steht auch dass laut dem R>ntgenbild die Zähne überkronbar wären. Es wurde auch die Implantatkronne bewertet, als mangelfrei der Rest schicksalshaft. Ich wurde an den alten Behandler verwiesen. Ich erhob Einspruch bei der Kasse, dass ich incht daran glaube, dass einschleifen meine Schmerzen unter der Verblockung lösen, auch dass der Behandler schon sagte, mehr schleifen geht nicht da sonst der Kontakt zerstört ist und insbesondere sein Verhalten mir gegenüber. Jetzt liegt das Ganze schon seit Wochen beim Prothetikausschuss. Seit April nehme ich nun Schmerzmittel, kein anderer Zahnarzt nimmt sich dem an, erst wenn die Kasse grünes Licht gibt. Ich bin nun soweit das Ganze rechtlich beleuchten zu lassen, da die Kasse nur für die Implantatkronne zuständig war und nicht für das Implantat selber, um zu sehen was " schicksalshaft" beteutet. Aber auch bezüglich der verblockten Kronen muss bald was passieren. Ich will aber nicht zu Unrecht ein Fass aufmachen, wenn es wie ja gesagt Schicksal ist und sich der Zahnarzt in seinem Rahmen verhalten hat. 

 

 


Hallo, Ihre Beschwerden sind mit der Verblockung der Kronen schwer zu erklären. Nichtsdestotrotz sind Verblockungen in fast allen Fällen zahnheilkundlicher Unsinn, der aber weit verbreitet ist. Das größe Argument ist die Verminderung der Hygienefähigkeit. Zweifelhaft ist aber ein Gutachten, das Ihnen diesen Umstand in einem möglichen Rechtsstreit bestätigt.

Dr. Rainer Littinski, Magdeburg



Login nur für Mitglieder