Forum: Allgemein
Gesunde und fest sitzende Zähne geben Ihnen ein schönes und unbeschwertes Lächeln. Wir beantworten Ihnen gerne allgemeine Fragen zum Thema Zahnmedizin.
Thema:
Trockene Alveolitis
Anzahl der Beiträge: 4
EineAntwortgeben Eine Fragestellen AlleForenanzeigen
erstellt: 21.04.2026 - 12:49
Michael aus Raum Bamberg, Bayern
Hallo,
Es steht ein mehrwöchiger Leidensweg hinter mir, und kein Ende in Sicht. Eine alte Zahnbrücke musste entfernt werden, worauf ein Pfeiler-Zahn der äußerlich keine Schädigung aufwies, zeitnah mit Empfindlichkeit begann, und dann war es immer mehr zu sehr starken Schmerzen gekommen.Darauf wurde der Zahn 3 Mal wurzelbehandelt, zuletzt in einer Endodontologie-Praxis, mit dem Ergebnis, dass es 2 Tage später immer wieder fürchterlich zu schmerzen begann. Daraufhin erfolgte die Extraktion des Zahnes, doch die Schmerzen blieben immer noch. Nach 2 Tagen wurde die trockene Alveolitis diagnostiziert, zuerst eine Streifeneinlage eingebracht, und später dann der Knochen abgeschabt für eine Neublutung. Doch die Blutung war so schwach, dass der Blutpfropf nach wenigen Stunden wieder verschwunden war. Ich bekam das Antibiotikum Amoxi/Clav und als Schmerzmittel Ibuprofen vor 2 Tagen verschrieben. Und genau das Schmerzproblem wird mir immer mehr zum Verhängnis, Paracetamol, Ibuprofen und sogar Metamizol, versagen mittlerweile vollständig ihre Wirkung. Viele schlaflose Nächte und Notdienste liegen hinter mir, ich weiß nicht mehr weiter. Ich bin Herzpatient, und hab mich an allen Verhaltensregeln gehalten, meine Kräfte gehen zur Neige, was kann ich nur tun?
MfG
Michael
erstellt: 24.04.2026 - 06:20
Guten Tag,
hat noch niemand daran gedacht, eine andere Schmerzursache zu finden? Nach der " Empfindlichkeit" des Pfeilerzahns, spätestens nach der missglückten Endo hätte man vielleicht über funktionelle Schmerzursachen nachdenken können. Mein Tipp: lassen sie gezielt in der Praxis prüfen, wo das Schmerzzentrum liegt. ( Kaumuskulatur, Musculus masseter? ). Hilft eine direkte Betäubung diese Muskels? Wenn ja: Schiene, Physiotherapie ggf. Botox, Muskelrelaxantien. Wunde tamponieren mit Gaze+ Dontisolon. Wenn keine Besserung durch Betäubung: Schnell Vorstellung in Uniklinik wegen Verdacht auf Osteomyelitis. Kein weiterer Antibiotikawechsel!!!
Grüße
R. Roos
erstellt: 25.04.2026 - 14:49
Michael aus Raum Bamberg, Bayern
Danke für Ihre Nachricht, es geht noch weiter mit der Kontrolluntersuchung, und die hatte es in sich. Die Schmerzen wurden daraufhin so heftig, dass ich in der Nacht den Bereitschaftsarzt rief, und mir wurde Morphin 30mg verabreicht, da selbst die dreimalige Ennahme von Tilidin tagsüber keinerlei Wirkung zeigte. Meine Zahnärztin war völlig erschrocken, und das völlig Verrückte daran war, dass ich seit der einmaligen Einahme von Morphin, ab dem Folgetag schmerzlos war, und habe auch gar kein Schmerzmittel mehr benötigt, wie erklärt sich so etwas? Fest steht das es mit der Berührung der Aveole zu tun haben muss, und seitdem da auch niemand mehr hingefasst hat. Eine Woche zuvor hatte ich mir eine Zweitmeinung im AllDent Zahnzentrum Nürnberg geholt, die Zahnärztin bemühte sich um einem Auffrischen der Wunde, doch das scheiterte später auch wegen Blutarmut, aber sie informierte mich auch darüber, dass ich mich bei keiner Besserung, auf die Möglichkeit einer Osteomyelitis untersuchen lassen soll, und verschrieb mir das Antibiotikum AmoxiClav. Aktuell ist es so, dass ich noch im Wurzelbereich Kribbeln verspüre, vielleicht ist das der Heilungsprozess, ich kann es nicht einordnen, und warte noch die nächsten Tage ab, am Donnerstag ist wieder Nachkontrolle.
MfG
Michael
erstellt: 26.04.2026 - 17:36
Weiterhin gute Besserung! Manchmal hilft es, das Schmerzzentrum im Gehirn zu beeinflussen. Manchmal scheint es autonom Schmerzempfindungen zu entwickeln unabhängig von der Schmerursache.
Grüße
R. Roos


