Forum: Endodontologie
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Thema:
Permanent-Schmerz an wurzelbehandelten Zahn(35)
Anzahl der Beiträge: 4
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erstellt: 05.08.2026 - 12:32
Uwe aus Sachsen
Sehr geehrte Zahnärzte,
ich habe einen 5 Jahre alten wurzelbehandelten Zahn (35), welcher sich immer mal wieder bemerkbar macht. (umliegendenes Gewebe, Zahn ist ja tot) Jetzt habe ich permanente Schmerzen, welche sich dumpf, reibend anfühlen. Auch kann ich in dem Zahnzwischenraum zu Zahn 34 nicht mit Zahnseide arbeiten, weil mir das Zahnfleisch schmerzt. Vitalitätstest alle Zähne im UK haben gar nicht reagiert. Daraufhin wurde ich zu einer MKG-Chirurgischen-Praxis überwiesen, welche ein DVT anfertigte. Darauf sieht man, dass die Wurzelfüllung des Zahnes (35) nicht bis ganz genau in die Spitze erfolgte, es würde eine minimale Kleinigkeit fehlen. Die Kieferchirurgin geht davon aus, dass es nicht daran liegt, sondern an dem Gesichtsnerven, welcher seinen Austritt genau unten drunter hat. Jetzt bekomme ich Betäubungsspritzen, welche den "Nerv" beruhigen soll (bis10x). Nach Auflösung der Spritze (2 mal erfolgt), habe ich genau denselben Schmerz wie vorher. Wie ist Ihre Meinung dazu? Velen Dank für Ihre Rückmeldung!
erstellt: 08.08.2026 - 08:30
Guten Tag,
die Injektionstherapie ( womit auch immer) ist kein anerkanntes Heilverfahren, vielleicht aber einen Versuch wert. Sinnvoll sind zwei Vorgehensweisen: Zahnerhalt mit Revision der vorhandenen Wuzelfüllung und anschließende Wurzelspitzenresektion. (Chance 50-60%) Oder aber die Zahnentfernung und Versorgung der Lücke mit Brücke oder Implantat (Chance 95-98%)
Grüße
R. Roos
erstellt: 08.08.2026 - 15:54
Uwe aus ...
Sehr geehrter Herr Dr. Roos,
vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Nachdem die Kieferchirurgin nun der Meinung war, dass vielleicht doch eine Entzündung der Wurzelspitze vorliegt, schickte sie mich zu meiner Hauszahnärztin zurück und empfahl eine Revision der Wurzelbehandlung. Meine ZÄ hat dies auch gemacht, sie konnte die Revision nicht beenden, weil sie mit ihren Instrumenten nicht in die Wurzelspitze gekommmen ist, deshalb schickte sie mich zum Endodontologen, wo ich gestern vorstellig war. Diese wollten mir einen Termin für einen Sept. geben sowie einen Kostenvoranschlag. Ich erwähnte, dass ich starke Schmerzen habe. Sue meinten nur, da können wir ihnen z. Zt. nicht weiterhelfen, ich soll Antibotika und Schmerzmittel nehmen. Heute hielt ich es vor starken Schmerzen nicht mehr aus und der Zahn wurde in der Notsprechstunde gezogen. Der Zahnarzt war fassungslos von der Vorgehensweise seiner "Facharzt-Kollegen". Ehrlich gesagt, ich habe nach dieser Odysee auch kein Vertrauen mehr und frage mich wie 2 Spezialisten eine hochgradige Entzündungen übersehen konnten.
Herzlichen Dank nochmals!
Uwe
erstellt: 09.08.2026 - 17:04
Guten Tag,
klinische Symptome sind meist nicht eindeutig und der Rönrgenbefund hinkt der klinischen Situation oft um Wochen hinterher. Mit meiner Prognose lag ich nicht ganz falsch, was mich entsetzt ist, dass die meisten Zahnärzte heutzutage nicht mehr die elementaren chirurgischen Eingriffe (WSR) beherrschen. Traurige Gegenwart und Zukunft....
Grüße
R. Roos


