Patientenforum

Forum: Zahnersatz

Durch Zahnerkrankungen oder Unfällen können Zähne verloren gehen. Wir geben Hinweise und Entscheidungshilfen zur richtigen Wahl der Zahnversorgung.

Thema:
Offener Zahnhals nach Einsetzen einer Brücke
Anzahl der Beiträge: 4

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erstellt: 05.08.2026 - 03:35

C.M. aus Hessen

Vor 6 Wochen bekam ich eine Brücke am Oberkiefer. Seitdem habe ich Schmerzen an einem Zahn.

Als das Provisorium eingesetzt wurde verspürte ich bereits auffällige starke Schmerzen an besagtem Zahn (stark kälte- und wärmeempfindlich). Dies teilte ich dem Arzt mit. Er setzte trotzdem bereits nach einer Woche die feste Brücke ein. Die Schmerzen hielten an und ich nahm anfangs Ibuprofen. Mit der Zeit wurden die Schmerzen etwas weniger, aber das Reizempfinden war immer noch da (der andere Zahn verhielt sich ruhig, den spürte ich gar nicht). Mein Zahnarzt machte zwischendurch Urlaub und die Schmerzen wurden wieder schlimmer. Ich wartete bis mein Zahnarzt aus dem Urlaub zurück war. Er machte dann verschiedene Tests, um den Zustand der Brücke zu begutachten (die im übrigen gut sitzt), stellte dann aber fest, dass unterhalb der Brücke ein offener Zahnhals die Schmerzen auslösen würde. Er machte mir einen Flouridlack drauf und meinte, dass es einige Zeit in Anspruch nehmen würde, bis der Zahnhals sich beruhigen würde.

Ich wartet daraufhin eine Woche und stellte keine Besserung fest.

Heute war ich wieder dort und er machte wieder einige Test (tastete auch das Zahnfleisch ab) und behandelte wieder die offenen Stellen mit Flouridlack.

Ich fragte ihn, ob das denn wieder abheilen würde und er meinte, dass es das tun würde, es aber Zeit bräuchte.

Meine Frage ist, ist es ein Behandlungsfehler, wenn nach Einsetzen der Brücke ein offener Zahnhals entsteht und stimmt es, dass der Zahnhals wieder abheilt? Nach eingehender Recherche tut er das nicht von selbst, sondern muss regelmäßigen Abständen behandelt werden.


erstellt: 08.08.2026 - 05:59

Zahnärzte Neustadt Passage aus Zug

C.M., ich bin selbst im zahnmedizinischen Bereich tätig und kann gut nachvollziehen, dass dich das nach sechs Wochen beschäftigt.

Ob ein freiliegender Zahnhals nach einer Brückenversorgung in deinem konkreten Fall auf einen Behandlungsfehler hindeutet, lässt sich aus der Ferne nicht beurteilen. Dafür müsste man den Zahn, die Brücke und die Ausgangssituation direkt untersuchen.

Ein wichtiger Punkt ist allerdings, dass ein freiliegender Zahnhals nicht einfach wieder durch neuen Zahnschmelz „zuwächst“. Die damit verbundene Empfindlichkeit kann sich trotzdem mit der Zeit deutlich reduzieren. Fluoridbehandlungen werden unter anderem eingesetzt, um die Empfindlichkeit zu verringern.

Da die Beschwerden bei dir bereits beim Provisorium bestanden haben und weiterhin vorhanden sind, würde ich das nochmals mit dem behandelnden Zahnarzt besprechen. Falls du weiterhin unsicher bist, kann eine unabhängige zweite Meinung sinnvoll sein.

Eine konkrete Beurteilung oder Aussage zu einem möglichen Behandlungsfehler ist ohne Untersuchung nicht seriös möglich.


Guten Tag,

das Poblem hat offensichtlich schon direkt nach der Präparation begonnen. Das ist eine häufige Komplikation, die meist mit der Entfernung des entzündeten Nerven endet. Das Herumdoktern an einem empfindlichen Zahnhals ist wenig erfolgversprechend. Und wenn man das versuchen will, sollte man man es mit Novamin ( Sensodyne Clinical repair, saubere klinische Studien) versuchen und sich einige Wochen Zeit lassen.

Grüße

R. Roos


erstellt: 09.08.2026 - 07:52

C.M. aus Hessen

Inzwischen hat sich das Zahnfleisch unter dem Brückenglied dermaßen entzündet, dass der Arzt ein einsehen hat und die Brücke erneuern will (schließt nicht bündig).

Ich muss dabei erwähnen, dass die Nachbehandlungen der Senior durchgeführt hat, während das Einsetzen der Brücke der Junior gemacht hat.

Mein Eindruck ist, dass der Senior versuchen wollte, eine Erneuerung zu umgehen, während der Junior gleich zugab, dass die Brücke nicht passt.

Ich bin gespannt, wie es mit der zweiten Brücke wird.



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