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Thema:
Mundschleimhautveränderungen
Anzahl der Beiträge: 1
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erstellt: 10.02.2026 - 14:36
Lini aus Gießen
Liebes Team,
Seit 2019 habe ich rezidivierende schubförmig verlaufende Mundschleimhautveränderungen, deren Ursache bis dato ungeklärt ist. Die Veränderungen sind besonders an der Lippeninnenseite ausgeprägt (sowohl Oberlippe als auch Unterlippe), teilweise aber auch weniger ausgeprägt an der Wangeninnenseite und dem Zahnfleisch. Sie halten zwischen 4 Tagen (akut) und 5 Wochen (schwankend in Intensität) an, sind weiß und klar begrenzt, an der Lippeninnenseite deutlich ausgeprägt und großflächiger, erhaben und rau (als würde sich die Haut lösen / schuppig oder verhornt sein), lassen sich nicht abwischen und sind überwiegend schmerzlos. Manchmal spannt und brennt vor allem nachts die Mundschleimhaut. Essen usw. ist aber kein Problem. Häufig gehen sie mit einem ausgeprägten Krankheitsgefühl einher, HSV und Soor wurden aber serologisch und per Abstrich ausgeschlossen. Meine Zunge ist massiv belegt (auch nicht abwischbar) und die Papillen erhaben. Mittlerweile wurden auch HIV und Syphilis im Screening ausgeschlossen. Zuletzt hielt es 5 Wochen an und ich hatte erstmals eine Kieferklemme, die ebenso lang anhielt. Die Röntgenaufnahme des Kiefers war unauffällig. Der Zahnarzt sagte, es sei irrelevant solange es von selbst ausheilt, HNO empfahl eine Abklärung von Immundefiziten. Da ich dieses Mal auch systemische Beschwerden hatte, die eine ZNS-Beteiligung vermuten ließen, bekam ich in einer Neurologie 5 Tage 1g Methylprednisolon intravenös. Darunter besserte sich die Mundschleimhaut (+Zunge) binnen 4 Tagen. Nach dem Kortison rezidivierte die Problematik, aber weniger ausgeprägt. Behçet wurde ausgeschlossen und die Rheuma-Serologie ergab keine Hinweise auf eine rheumatische Erkrankung. Ich bin Raucherin (1. Packung am Tag), der Schub begann aber rauchfrei.
Was könnte das sein?

