Patientenforum

Forum: Allgemein

Gesunde und fest sitzende Zähne geben Ihnen ein schönes und unbeschwertes Lächeln. Wir beantworten Ihnen gerne allgemeine Fragen zum Thema Zahnmedizin.

Thema:
Laterale Fraktur oberer Sechser
Anzahl der Beiträge: 2

EineAntwortgeben Eine Fragestellen AlleForenanzeigen


erstellt: 02.01.2018 - 14:24

Sigrun aus Bonn

Hallo und frohes neues Jahr!

Ich habe mir eine Fraktur des oberen 6er zugezogen.
Ggf. könnte es eine Art Höckerbruch zu sein, da ein Teil des Zahns wackelt und der Rest fest sitzt.
Der Zahn hat nur noch wenig Substanz, war bis zur Fraktur mit einem recht großen Inlay versorgt, welches sich nun durch die Fraktur verabschiedet hat.
Lt. Aussage vom Zahnarzt muss der Zahn bei einer Fraktur extrahiert werden. 
Da der Zahn ansonsten beschwerdefrei ist bzw. jetzt nur am wackelnden Teil bei Belastung schmerzt und ich ihn ungerne opfern möchte, habe ich im Netz nach Alternativen gesucht.
Hier bin ich auf die Publikation eines Schweizer Zahnarztes gestoßen, der seit Jahren mittels Komposite und einer Art Klammertechnik Zähne mit solchen Frakturen ziemlich erfolgreich erhält. Er hat auf seiner Website ähnliche Fälle wie meinen dokumentiert und die Chancen, dass diese Zähne erhalten werden können, waren recht hoch. Auch wenn sie anfänglich durch anderen Zahnärzte als aussichtslos eingestuft wurden.

Nun bin ich auf der Suche nach einem Spezialisten in NRW, der diese Methode ebenfalls verwendet und sich meinen Zahn anschauen kann.
Leider bin ich bislang nicht fündig geworden, da es mir ggf. an fachlich korrekten Suchbegriffen mangelt.
Hat jemand vielleicht eine Idee oder eine Empfehlung?
Ich brauche keinen Rat "der Zahn muss raus", denn dass dies die gängige Methode ist, weiß ich bereits.
Ich suche also jemanden, der mir Alternativen aufzeigen kann.

Danke.
Sigrun


Hallo Sigrun,

die fehlende Scherbe an dem Zahn zu ersetzen sollte, mit welcher Methode auch immer, kein Problem sein. Meißtens scheren solche Kronenanteile jedoch direkt am Knochenrand ab, Das führt dann zu dem Problem der biologischen Breite. In diesem Fall kann man den Knochen an dieser Stelle 2 mm reduzieren (Verlängerung der klinischen Krone). Wenn der Zahn ansonsten ok ist, bloß nicht ziehen lassen, aber Zahnarzt wechseln.

Viel Erfolg wünscht Rainer Littinski aus Magdeburg


Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier:

  • Die chirurgische Kronenverlängerung zur Wiedererlangung der biologischen Breite.
    Unter dem Begriff der "biologischen Breite" versteht man unter anderem die Toleranz des Knochengewebes gegenüber Füllungs- oder Kronenmateralien im Verhältnis zu seiner räumlichen Entfernung zu diesen Materialien. Anders ausgedrückt toleriert der Knochen, der den Zahn umgibt, fremde Materialien erst ab einer Entfernung von mindestens 2 mm. Unterschreiten Füllungsmaterial oder ein Kronenrand diese Distanz, verletzen also die biologische Breite, reagiert das umgebende Zahnfleisch (die Gingiva) mit Entzündungszeichen wie bläuliche Verfärbung und Blutungsneigung z. B. beim Zähneputzen. Wie kann man das heilen? Weiter auf der Homepage.........



Login nur für Mitglieder