Forum: Endodontologie
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Thema:
Krone nach Wurzelbehandlung
Anzahl der Beiträge: 2
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erstellt: 08.01.2026 - 14:53
Andrea aus NRW, Raum Düsseldorf
Hallo, seit 2007 befinde ich (Jg 1966) mich in Behandlung auf Grund einer starken Parodontitis. 2007 wurden mir zwei Frontzähne im Unerkiefer nach einer heftigen Entzündung entfernt. Gleichzeitig wurde festgestellt, dass der Knochen bereits massiv geschädigt ist, der Lockerungsgrad war erheblich. Damals wurden mir bzw. meinen Zähnen noch ca. fünf Jahre gegeben. Daher trage ich seitdem auch immer noch eine provisorische Prothese im Unterkiefer. Ca. 2011 hatte ich im Oberkiefer im hinteren Bereich (vor dem Backenzahn) eine Wurzelbehandlung. Seit 2007 gehe ich regelmäßig zur Prophylaxe, Kürettage und Vorsorge. Meine Zähne incl. des Provisoriums sind mir seitdem erhalten geblieben, allerdings liegt die Tascchentiefe immer noch in Bereich zwischen zwei und fünf. Im vergangenen Jahr brachen einige Stücke des Backenzahns, dieser wurde mit einer Füllung wieder aufgebaut. Dabei wurde mir nahegelegt, den Zahn davor, der damals (2011) wurzelbehandelt wurde zu überkronen. Zwar ist der KV bereits eingereicht und genehmigt, aber ich schwanke zwischen dem Glauben an die Notwendigkeit und der Frage, ob der mittlerweile 'ruhige' Zustand meines Zahnfleisches dadurch nicht zu stark beeinträchtigt wird. Vor allem frage ich mich, warum damals nicht überkront wurde und erst jetzt die Notwendigkeit besteht. Im voraus vielen Dank für die Beantwortung, Liebe Grüße Andrea
erstellt: 10.01.2026 - 08:44
Guten Tag,
Stand der Wissenschaft ist, dass wurzelkanalbehandelte Zähne einem erhöhten Bruchrisiko unterliegen und deshalb zu überkronen sind. Das muss von Zannarzt so kommuniziert werden, sonst kann er evtl. für die entstehenden Schäden bei Unterlassung haftbar gemacht werden. Nebenbei: Taschentiefen von 2-5 mm ohne Blutungen bei Sondierung über Jahre sind ein wirklich guter Zustand bei einer aggressiven Parodontalerkrankung.
Grüße
R. Roos


