Patientenforum

Forum: Implantologie

Bei Zahnverlust können Ihnen Zahnimplantate mehr Lebensqualität zurückgeben. Wir möchten Ihnen weiterhelfen, wenn Sie Fragen zu Zahnimplantaten haben.

Thema:
Knochenaufbau bei vorhandenen Zähnen
Anzahl der Beiträge: 5

EineAntwortgeben Eine Fragestellen AlleForenanzeigen


erstellt: 10.08.2010 - 18:18

unbekannter Autor aus

bei wurde durch ein Rundumbild meiner Zähne Knochenabbau bzw. 5mm Zahnfleischtasche an den 4 letzten Backenzähnen im Oberkiefer festgestellt. Ich bin 28Jahre alt und pflege meine Zähne täglich, (Zahnseide täglich und 3x täglich Zähneputzen), nicht rauche und überhaupt kein Zahnfleischbluten habe, nur einwenig Zahnstein an den Unterkieferzähne vorne, sagte mir der Zahnarzt das dies bei mir genetisch wäre. Er möchte mir den abgebauten Knochen an diesen Stellen wieder mit Biooss auffüllen. Meine Frage dazu lautet, wie lange hält dieser Knochenaufbau unter Berücksichtigung meiner Voraussetzung bzw. schreitet der Knochenabbau mit Biooss dann auch so schnell voran und könnte man diesen Eingriff beliebig oft wiederholen oder gibt es auch in diesen Fall ein Ende? danke!

Sehr geehrter Anonymus,
die Diagnose lautet wohl "Parodontitis". Dann würden Sie ersteinmal das "Standardprogramm" durchlaufen; danach sieht man weiter. Grundsätzlich ist ein "Knochenaufbau" an großen Backenzähnen diffiziel, ob Sie das überhaupt brauchen und einen Benefit haben, läßt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht schlüssig beantworten.
Dr. Frank Püllen, MMSc, Neu-Isenburg

Sehr geehrter Patient,
Kollege Püllen hat Recht. Anfang einer Parodontalbehandlung steht die Diagnose und die Vorbehandlung. Erst danach sollte über die Therapie entschieden werden. Langfristig angelegte Studien zeigen, dass i. d. R. die regelmäßige Nachsorge einen größeren Einfluss auf die Langzeitprognose parodontalvorgeschädigter Zahne hat, als die chirurgische Behandlung. Gerade an "großen Backenzähnen" sollte die Indikationsstellung sorgfältig überdacht werden. In manchen Fällen kann eine unterstützende antibiotische Therapie nach vorheriger Keimbestimmung sinnvoll sein.
Gutes Gelingen wünscht
Stefan Bieger, MSc aus Herzogenaurach

Sehr geehrter Patient,

die Tatsache, das Sie Ihre zähne gut pflegen und noch relativ jung sind, zeigt ein möglicherweise ein erhöhtes Risiko für Sie, Zahnfleischerkrankungen zu bekommen. Es gibt z.B. vererbte Faktoren (Haben Ihre Eltern Zähne durch Zahnlockerung verloren ?) und bakterielle Faktoren (Infektion mit einem speziellem, Zahnfleischerkrankungen verursachenden Keim). Diese Dinge sollten im Vorfeld geklärt werden und mit in die Therpieplanung einfließen, damit die Behandlung erfolgversprechend ist. Entscheidend für den Langzeiterfolg sind die Kontrollen und Vorsorgemaßnahmen nach erfolgter Zahnfleischbehandlung.

Viele Grüße aus Mönchengladbach

Dr. Bernd Quantius M.Sc.

Sehr geehrter Patient,
wie Kollege Püllen schon richtig beschrieben hat, steht vor einem Knochenaufbau erst einmal eine gründliche Befundaufnahme und anschließende parodontale Vorbehandlung. Danach sollte gegebenenfalls eine systematische Parodontalbehandlung erfolgen und erst nach Abschluß dieser Behandlung ist eine Entscheidung zu einem Knochenaufbau zu treffen. Bei 5 mm Taschentiefe erscheint mir die Notwendigkeit für einen Aufbau jedoch eher nicht gegeben.

Viel Erfolg aus Celle
DR. Joachim Scholz, M.Sc.


Login nur für Mitglieder