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Forum: Parodontologie

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Thema:
"knackende Zähne" - Parodontts?
Anzahl der Beiträge: 3

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erstellt: 17.05.2010 - 15:20

Simone B. aus Viersen NRW

Guten Tag,
Anfang Februar d. J., wurden mir oben und untenn links - jeweils im Backenzahnbereich - hier ist alles überkront, zahntaschen entfernt, da stark entzündet. Anschl. PZR. Seit Mitte Februar knacken nun meine unteren Frontzähne. bitte NICHT zu vewechseln mit Kiefergelenkknacken. Es sind definitiv die Frontzähne, die ebenfalls überkront sind. Meine Zahntaschen wurden gemessen. Die Werte liegen zwischen 3 und 4 mm. Mein Zahnarzt schlug nun eine Paradontitis-Behandlung vor. Meine Frage: Könne sich dadurch die Zähne wieder festigen oder lockern sich diese nicht noch mehr? So hörte ich bereits.
Da ich mich auch in den Wechseljahren befinde und NIE einen Hormonersatztherapie machte, überlege ich ob es auch an einem Östrogenmangel liegen könnte. Daher lasse ich nun auch eine Osteo-CT machen. Aber alles dauert und mir läuft die Zeit davon. Beim Kieferothopäden war ich ebenfalls. Er stellte nichts fest. Da kein Zahnarzt dieses "knacken" hört - da ich dies selbst nur spüren kann, stehe ich schon fast wie hysterisch da.
Gerade ließ ich mir noch 2 Implantate machen, hier nach dem sog. "MIMI-Verfahren." Mein koompletter Unterkiefer ist überkront plus 2 sog. Brückenzähne. Ich überlegte shon mir alle Zähne ziehen zu lassen und notfalls eine Prothese zu tragen......
Was raten Sie mir bzw. ist Ihnen das Problem von "knackenden Zähnen" bekannt?

Über eine rasche Antwort würde ich mich freuen. Gerne von einem Zahnarzt der dieses Phänomen kennt. Vielen Dank,
SIMONE

hallo simone,
"knackende Zähne" gibt es als solches nicht. Sie beschreiben, dass es nicht an den Kiefergelenken liegt, dann könnte es auf bewegliche Unterkieferfrontzähne hin deuten. Vor allem, wenn fast alle Zähne bei Ihnen überkront sind, kann es durch Reiben von Keramik auf Keramik zu diesem Phänomen kommen. Allerdings ist die Taschentiefe von 3-4 mm noch nicht sonderlich tief.
Die vorgeschlagene Parodontitisbehandlung Ihres Zahnarztes ist sicherlich der richtige Weg, weiterhin sollte man an eine Schienung der Unterkieferfrontzähne denken, um einer Lockerung vorzubeugen. Durch die Parodontitisbehandlung kann es anfänglich zu einer etwas stärkeren Lockerung kommen, auf jeden Fall werden die Zähne danach wieder fester - evtl. zusätzlich mit Schienung.
Vertrauen Sie auf die Empfehlung Ihres Zahnarztes und viel Erfolg

Dr. J. Scholz, M.Sc. Parodontologie

erstellt: 21.05.2010 - 17:16

Simone B. aus Viersen

VIELEN DANK an Dr. J. Scholz, M.Sc. Parodontologie.
Schiene habe ich bereits - eben zwecks Stabilisierung. Dennoch mache ich mir Sorgen, meine Zähne zu verlieren. Mir ist nämlich noch nicht klar, wie wieder etwas "festwachsen" kann, wenn z. B., der Kieferknochen "weich" ist. Dass Zähnen nicht "knacken" können ist klar. Ich beschrieb dies deshalb so, da es unten knackt = ergo im "inneren" Kieferbereich, der nicht ersichtlich ist. Eine leichte Lockerung besteht derzeit schon. Es ist ein widerliches Gefühl, wenn die Zähne wie "dominosteine" hin und her "knacken." Ich vertraue auch meinem Zahnarzt, jener, der mir die Implantate - hier nach dem sog. MIMI- Verfahren - setzte. Ich habe diesen ZA erst seit Mitte Febraur 2010. Sehr nett, ruhig und interessiert. Dennoch ist es immer sinnvoll sich - gerade in solchen "schwierigen" Fällen einen zweite Meinung einzuholen.
Meine Frage noch einmal: Können die Zähne ausfallen? Derzeit, wie gesagt, nur eine "leichte" Lockerung. Jedoch spüre ich dieses "knacken" permanent: Beim Zähneputzen, spülöen, trinken. Halt gerade, wenn es um sog. "saugen" geht.
Und wie funktinoiert das, dass Zähne wieder "festwachsen." Die Meinungen der ZA gehen in verschiedene Richtungen. Gerne jedoch würde ich wieder einmal ohne Angst schlafen können, schlägt mir diese Geschichte doch mittlerweile sehr auf den Magen.

Ihnen allen, den ZA und den Betroffenen schöne Pfingsttage,
herzliche Grüße
SIMONE

Und es liegt definitv NICHT an den Kiefergelenken.
Hier nochmals meinen Dank an Dr. Scholz in Celle.


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