Patientenforum

Forum: Zahnersatz

Durch Zahnerkrankungen oder Unfällen können Zähne verloren gehen. Wir geben Hinweise und Entscheidungshilfen zur richtigen Wahl der Zahnversorgung.

Thema:
Gute Krone, woran erkennt man sie?
Anzahl der Beiträge: 11

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erstellt: 26.08.2012 - 20:22

Elisabeth aus Wien

Ich habe vor kurzem eine neue Zahnkrone bekommen. Wie erkennt ein Patient, ob sie gut gemacht ist oder nicht? Äußerlich passt sie ( Abstand zu den Nachbarzähnen).
Mich interessiert der Teil, der an der Basis ist. Ich habe schon allerhand erlebt, daher mein Mißtrauen.
Da ich mir demnächst auch  eine Uraltbrücke ( 30 Jahre) erneuern  lassen möchte, möchte ich bei der Arztwahl keinen Fehler machen. Ich habe den Eindruck, die guten alten Kronen mit dem Metallkern und dem Keramiküberzug waren besser als die modernen Zirkonoxydkronen. Kann man eine Brücke vom Zahn 3 bis zum Zahn 6 nur aus Zirkonoxyd machen?
Elisabeth


Guten Tag Elisabeth,

eine gute Brücke erkennt man an vielen Kriterien.
Farb- und Formwahl, Einpassung in die Kaufunktion, Passung auf dem Zahn, Kontaktpunkte zum Gegen- und Nachbarzahn, Abschluss zum Zahnfleisch und einige mehr. Die meisten von diesen Punkten können Sie als Patient kaum beurteilen, Ihnen ist wichtig, dass die Krone gut aussieht, funktioniert, nicht schmerzt und lange hält.
Wenn Sie unsicher sind über die Qualität, lassen Sie einen anderen Kollegen draufschauen und ein Röntgenbild anfertigen. Das zeigt in der Regel die Qualität des Ranschlusses, der für die Langzeithaltbarkeit verantworlich ist.
Ob nun Zirkonoxid- oder Metallkerne verwendet werden ist auch eine Frage von Materialverträglichkeiten. Die Zirkonoxidkronen zeigen statistisch eine höhere Bruchanfälligkeiten der Verblendung, besonders im hinteren Bereich des Zahnbogens.

Grüße

R.Roos

Sehr geehrte Elisabeth,
ein Laie kann das praktisch nicht beurteilen; höchstens anhand äußerer Indizien: rennt der Doktor -"während" einer Behandlungssitzung- von einem Behandlungszimmer zum nächsten, werden die Abdrücke vom Hilfspersonal getätigt, sind die "Schleifarbeiten" in wenigen Minuten erledigt, etc..
Eine haltbare/gute Arbeit wird nicht durch  das Material bestimmt, sondern durch dessen akkurate Verarbeitung. Ob in Ihrem Fall eine Zirkonkonstruktion sinnvoll ist, hängt von den anatomischen Verhältnissen ab: Höhe&Größe der Zähne, Bißsituation, etc..
Dr. Frank Püllen, MSc, MSc, Neu-Isenburg

erstellt: 27.09.2012 - 09:52

Elisabeth aus Wien

Sehr geehrte Zahnärzte
Nun habe ich die neue Brücke im Mund.(vom Eckzahn bis zum 6er oben).Optisch sieht alles gut aus, der Arzt feilte auch lang herum. Die Bissanpassung soll erst beim nächsten Mal gemacht werden.Er versicherte mir auf Befragung, an der Zahnfleischseite sei alles O.K.
Es gibt 2 Probleme:
1.Ich kann nicht beschwerdefrei im Bereich der Zähne 3 und 4 aufbeißen ( Zahn 3 vital). Wenn ich nicht aufbeiße, bin ich völlig schmerzfrei.
2.Innen gibt es beim 2.Pfeiler an der Zahnfleischseite einen Spalt von mindestens 2 mm Breite. Mir als Laie kommt vor, die Krone ist zu kurz. Es fühlt sich an der Oberseite des Spaltes  an, als wäre dort  der untere Kronenrand. An der Zahnfleischseite , also an der Unterseite des Spaltes, sieht man etwas vom präparierten Zahn.
Der Spalt ist etwa 1,5 mm tief. Die Brücke ist aus Zirkon.
Ohne Beratung durch einen unabhängigen Außenstehenden werde ich das Problem nicht lösen können.Da ist schon etwas geplant.
Muss ich die Rechnung bezahlen, obwohl bisher kein zufriedenstellendes Ergebnis da ist?
Was denken die Onlinzahnärzte über meinen Fall?
Elisabeth
 


erstellt: 27.09.2012 - 10:50

unbekannter Autor aus Spaltbreite bei Zirkonoxyd

Ich habe eine ergänzende Frage.
Wie ist das mit der Passgenauigkeit bei den Zirkonoxydkronen? Der Kleber kommt ja auch in den Spalt zwischen Zahnkrone und Zahnstumpf.
Bei der Eckzahnkrone habe ich den Eindruck,der Kleber ist innen ein paar mm hoch. Auch bei dem Spalt am hinteren Zahn sieht es so aus, als fehle einfach der Kleber im Spalt.
Sollten die beiden Teile ( Krone, Zahnstumpf) nicht trotzdem halbwegs passgenau aufeinander liegen oder darf bei Zirkonoxyd auch ein 2 bis 3 mm breiter Spalt zwischen den 2 Teilen sein?
Elisabeth

Sehr geehrte Elisabeth,
beim Zusammenbeißen müssen die Zähne gut&bequem aufeinanderpassen. Vielleicht ist der Auflagedruch bei Ihrer Brücke noch zu hoch, sodaß dies durch einschleifen adjustiert werden muß. Dann sollte auch die Beißempfindlichkeit verschwinden.
Zur Passung: es sollte ein bündiger Übergang vom Naturzahn zur (Zirkon)Krone vorhanden sein.
Dr. Frank Püllen, MSc, MSc, Neu-Isenburg

erstellt: 27.09.2012 - 21:41

Elisabeth aus Wien

Danke für die Antwort. Nun habe ich nochmals getestet. Ich kann fast über die gesamte länge dieses Zahnes 6 mit dem Fingernagel durch diesen offenen Spalt fahren.
Da fehlt offenbar auch der Kleber.
Dabei hatte ich eine Brücke, die nach 30 Jahren noch funktionierte ( sehr gute Arbeit).
Was für Möglichkeiten habe ich jetzt? Kann man das Produkt so reparieren, dass es brauchbar ist?
Alles neu zu mächen wäre am besten und nicht mehr bei diesem Zahnarzt.Das Vertrauen ist weg. Wie soll ich mich mit ihm einigen? Ich habe mit dem Bezahlen noch gewartet.
Ich bin so fertig und  konnte nicht schlafen .  Was einem Zahnärzte so antun können.
Ich wäre also sehr dankbar, wenn Sie mir bezüglich des weiteren Vorgehens einen Rat geben könnten.
Elisabeth

Sehr geehrte Elisabeth,
wenn wirklich ein so großer Spalt vorhanden ist, hilft nur noch die Neuanfertigung der Arbeit; eine "Reparatur" ist sinnloses Unterfangen. Es müssen auch neue Abdrücke angefertigt werden! Wenn Ihr Vertrauen auf Null ist, so müssen Sie einen neuen Zahnarzt aufsuchen. Mit den Regularien in Österreich bin ich nicht vertraut; der einfachste Weg (für ALLE Beteiligten!) wäre, wenn die Behandlung beendet werden könnte, ohne weitere Kosten, ohne Gutachten&Rechtsanwälte&Gerichte. Jeder "trägt seinen Anteil": der Zahnarzt verzichtet auf Zahlungen, arrangiert sich mit dem zahntechnischen Labor; Sie ließen eine (sinnlose) Behandlung über sich ergehen und verzichten auf Regreßansprüche irgendwelcher Art.
Dr. Frank Püllen, MSc, MSc, Neu-Isenburg
.

erstellt: 02.10.2012 - 02:15

unbekannter Autor aus Wien

Danke für die Hilfe.

Ich wäre gar nicht auf den Gedanken gekommen, dass ich mir auch meinen Zeitaufwand , die Fahrtkosen , die schlaflosen Nächte nach der Entdeckung...
zahlen lasse. Ich werde jetzt auch endlich rasch eine Privatrechtsschutzversicherung abschlißen, denn dann ist man nicht mehr ganz so hilflos ausgeliefert.
Dass bei einem neu angefertigten Implantatzahn zwischen Zahn ind Zahnfleisch eine etwa 2 mm große Lücle klafft, hätte mir schon als Warnung dienen müssen.
Das erklärte er mit Zahnfleischschwellung, die angeblich vorlag. Das sollte unendgeldlich mit einem kleinen Eingriff ( Schnitt ind Zahnfleisch , ganz habe ich das nicht verstanden )  korrigiert werden. Das dürfte aber letztlich eher ein kosmetischer Mangel sein , vielleicht auch nicht .
Diesmal war beim Abdrucknehmen offenbar der Zahnstumpf geschwollen.
Unendgeltliche Mängelgutachen von der Kasse, wie in Deutschland, sind mir in Österreich nicht bekannt.Hier gibt es Gratisgutachten nur über die Zahnärztekammer oder den Patientenanwalt. Mit dem Gutachten muss ich vor Gericht gehen, wenn ich mich nicht einigen kann.
Mit freundlichen Grüßen
Elisabeth 

erstellt: 14.03.2020 - 14:03

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erstellt: 14.03.2020 - 14:04

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