Patientenforum

Forum: Implantologie

Bei Zahnverlust können Ihnen Zahnimplantate mehr Lebensqualität zurückgeben. Wir möchten Ihnen weiterhelfen, wenn Sie Fragen zu Zahnimplantaten haben.

Thema:
gelockertes Implantat / langandauernder Infekt (Husten, Schnupfen)
Anzahl der Beiträge: 3

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erstellt: 03.01.2010 - 14:09

H.M. aus München

Januar 2009 wurde im UK in best verheilter Lücke ein Keramikimplantat gesetzt.Da der Knochensteg recht schmal ist, wurde zeitgleich ein Knochenaufbau mittels Granulat und Blutplasma(eigen) vorgenommen. Nach 6 Monaten wurde die Lücke mittels einer Krone geschlossen, alles komplikationslos! Anfang November 09 bemerkte ich eine Lockerung. Auf Nachfrage meines Zahnarztes bestätigte ich eine beginnende Erkältung (Schnupfen,Husten..). Da ich unter einem Mitralklappenprolaps leide, verordnete mir der Zahnarzt eine 5-tägige Antibiotikabehandlung (clinda saar 600)zur Endokarditisprophylaxe. Die Hoffnung war, dass mit dem Antibiotikum evtl. auch der Infekt verschwindet und sich das Implantat wieder festigt. (eine Röntgenbild zeigte keinen Grund für die Lockerung). Leider trat beides nicht ein und so wurde beim nächsten Termin die Krone abgenommen. Da bei diesem "Gewaltakt" das Implantat nicht gleich mit herauskam, wollten wir dem Keramikstift noch eine Chance geben. Leider hat sich auch nach inzwischen 8 Wochen meine Erkältung nicht gebessert (der Hausarzt hat von Hausmittelchen bis zu einem weiteren Breitbandantibiotikum vieles versucht).Am Montag steht eine Blutuntersuchung an. Welche Blutwerte sollten in diesem Fall kontrolliert werden? Kann es sein, dass mein Infekt mit Entfernung des Implantats verschwindet? Besteht eine reelle Chance, dass sich das Implantat nach Überstandenem Infekt wieder festigt? Ich möchte es nicht leichtfertig opfern!

Guten Tag und gutes neues Jahr!

Keramikimplantate werden seit wenigen Jahren in der Implantologie wieder verwendet, weil inzwischen die Bruchgefahr durch Verwendung von Zirkonoxid deutlich reduziert werden konnte. Bis heute jedoch ist das Datenmaterial über das Einheilverhalten von Keramikimplantaten noch sehr gering (im Vergleich zu Titanimplantaten). Verlässliche Langzeitstudien liegen (noch) nicht vor. Mikroskopische Untersuchungen an den Keramikoberflächen zeigen jedoch, dass die Verbindung von Keramikoberfläche und Knochen weit weniger intensiv ist als bei rauhen Titanoberflächen. Keramikimplantationen in Verbindung mit zeitgleichen Knochenaufbauten wurden nach meinem Kenntnisstand noch nie umfassend untersucht. Sicher ist jedoch eines: Ein lockeres Implantat nach der Einhelphase (3-4 Monate) wird nicht wieder fest. Es stellt eine Eintrittspforte für Bakterien ins Körperinnere dar und sollte daher entfernt werden. Das gilt vor allem bei einem Endokarditisrisiko! Das wird Ihnen nach der Vorgeschichte und dem erfolglosen Einsatz von Antibiotika bereits klar geworden sein.
Ob ein Zusammenhang zwischen lockerem Implantat und Ihrer Erkältung besteht, wird sich nach der Entfernung herausstellen. Er ist nicht sehr wahrscheinlich, kann aber auch nicht-wie fast immer in der Medizin- gänzlich ausgeschlossen werden.
Über den diagnostischen Wert einer Blutuntersuchung kann ich in Ihrem Fall nichts sagen, hier sollten Sie Rückspache mit Ihrem Hausarzt/Kardiologen/Internisten halten.
Herzliche Grüße
Rainer Roos

erstellt: 07.01.2011 - 20:59

unbekannter Autor aus

hallo
mir wurde ein Lochgefüllt danach hatte ich noch mehr zahnschmerzen allsvorher, ich musste zum Notdienst.Der meinte,dass sich in dem Zahn Gase gebildet hätten und verschrieb mir Clinda-saar 600 und Zäpfchen mit 100mg.Ich bekam Magenkräpfe und Übelkeit ;Schüttelfrost;Schweißausbrüche;Herzrasen.Ich konnte kaum was Essen,und hatte auch noch Durchfall.Nach einer Woche brach ich die Behandlung von selbst ab weil es mir so schlecht ging.Nach dem Behandlungsabbruch habe ich Blutungen bekommen ,das ist doch nicht Normal?
Lg


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