Patientenforum

Forum: Angst und Schmerz

Die Angst vor dem Zahnarzt muss heute nicht mehr sein. Die Behandlungsmethoden der modernen Zahnmedizin sind deutlich fortgeschritten. Informieren Sie sich hier.

Thema:
Diffuse Schwerzen im linken Oberkiefer - Odyssee durch die Zahnarztwelt
Anzahl der Beiträge: 12

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erstellt: 30.04.2020 - 23:12

Ralf aus Hamburg

Guten Tag,

ich heiße Ralf, bin 42, bis auf den linken Oberkiefer gesund, sportlich und voll berufstätig.

Ich bitte um Hilfe zu meinem Problem im linken Oberkiefer, dass mich jetzt schon seit ca. 6 Jahren verfolgt.

Ich möchte hier meinen Werdegang schildern und hoffe um Entscheidungshilfe zur Entfernung meines Zahnes im Oberkiefer....

Ausgangspunkt
bis 2014
linker Oberkiefer
28 - der Weißheitszahn wurde 1998 entfernt
27 überkront, letzte Behandlung ca. 2004 WSR, danach keine Beschwerden
26 fehlt
25 vollkommen intakt mit Wurzel
Setzen eines Implantats wo der 6er war, OP und Einheilen des Ankers im geschlossenen Zustand ohne Beschwerden,
nach Montage des Zahnfleischformers treten ca. 2 Wochen später Beschwerden auf, Jucken, Ziehen, Kneifen um den Anker herum und um den 5er, Schmerzlevel (5/10)
keine Entzündung, ==> ZA sagt Zahnfleischformer hatte sich gelöst, nach Festziehen keine Besserung, keine Klopfempfindlichkeit o.Ä. kein Entzündungsherd
Krone wird auf das Implantat gesetzt, keine Besserung, nach ca. 3 Monaten wird das Impantat entfernt auf eigenen Wunsch

 
 keine Beschwerden mehr
 
 ca. 2015: Entfernen der Krone des 7er, Beschleifen des 5er, Vorbereitung einer VK-Brücke zw. 5 und 7,
 In der Zeit in der die Brücke angefertigt wird und ich ein Provisorium trage, kommt es
 zum Ausbruch der Beschwerden die ich bis heute immer wieder habe: Jucken, Ziehen, Kneifen diffus oben links, nicht Klopf- oder Kauempfindlich,
 alle 2-3 Wochen einseitig verstopfte Nase, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, sehr viel Sekretfluss aus dem Rachen, ich kann auf der Seite 100% kauen
 nach Montage der Brücke keine Besserung,
 Nach 3D-Röntgen Diagnose: 7er mit Zahnwurzelentzündung, erneute WSR - keine Besserung
 
 ca. 2016 Zahnarztwechsel:
 der neue ZA macht durch die Brücke eine Revision des 7er, keine Besserung (Hauptbeschwerden werden von mir in der Nähe des 5er angegeben)
 Irgendwann wird der 5er durch die Brücke aufgemacht, Wurzel entfernt, die Beschwerden bleiben
 Wurzeln beider Zähne werden abgefüllt und - obwohl 2 Jahre Beschwerden - wird es so gelassen
 
 ca. Ende 2017 erneute Revision des 5er und 7er
 Anfang 2018 Füllen des Wurzelbereichs beider Zähne mit Iodoform?... + provisorischer Verschluss
 es folgt eine beschwerdefreie Zeit... sie dauert ca. 1/2 Jahr: keine Ziehen, keine Schmerzen, keine Müdigkeit, nix mehr,
 ein neuer Mensch
 
 Ende 2018 die Beschwerden kommen wieder, ZA will die Zähne trotzdem wieder abfüllen, obwohl ich noch Beschwerden habe,
 ich lehne das ab, bitte drum, den 5er oder 7er zu entfernen, ZA weigert sich...
 Er sagt, auf den Röntgenbildern ist nichts zu sehen, er tippt auch Entzündung des Kiefernknochens,
 hat aber keinen Vorschlag zur Behandlung - oder auch nur weitere Diagnose, soll von allein weggehen.
 Damit bin ich nicht einverstanden.
 
 ca. Ende 2018 erneuter ZA-Wechsel zum Endodontologen
 er öffnet zuerst die provisorische Füllung des 5er, holt Reste der alten Füllung heraus, findet sonst nichts Auffälliges,
 füllt die Wurzel, Beschwerden bleiben, dann WSR des 5er - Kiefernchirurg findet keine entzündete Zahnwurzel vor
 ca. Anfang 2019 Endodontologe öffnet die Wurzel des 7er, findet Reste von Füllung und sagt alle 3 Wurzel sind entzündet,
 er sagt "es blutet"
 2 von 3 Wurzeln  kriegt der hin, die 3 bleibt trotz wiederholter Behandlung (auch mit Iodoform) fragil,
 Beschwerden bleiben, Anfang 2020 Abfüllen der Wurzel, Beschwerden im gesamten linken Oberkiefer bleiben:
 Ziehen, Drücken, Jucken, zeitleich Sekretfluss fast immer,
 teilweise mit verstopfter Nase, intervallmäßig alle 2-3 Wochen,
 Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Gereiztheit
 keine Klopfempfindlichkeit, 100% Kauen ist möglich
 
 ZA sagt er möchte den 7er entfernen, 2. Meinung beim Kiefernchirurg: Vorschlag erneuten WSR des 7er,
 ich stimme zu, WSR wird durchgeführt, Kiefernchirurg findet entzündeten Knochenbereich an den Wurzeln und entfernt den,
 das ist jetzt 4 Woche her - Beschwerden sind wieder da...
 
 Nun zu meinen Fragen:
 - ist trotz der diffusen Schmerzen und der weiteren Symptome eine Entfernung des 7er gerechfertigt
   (ich habe keine Angst davor - nur hinterher oben links keine Backenzähne mehr - ich bin 42...)
 - wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit dass es sich um eine chronische Entzündung des Kieferknochens handelt,
   lässt sich das eindeutig feststellen? - und wenn, muss dann der 7er trotzdem entfernt werden.
   Ich möchte ausschließen dass man erst NACH der Entfernung des 7er feststellt dass es gar nicht daran lag
 - ist eine Schmerztherapie sinnvoll (ich habe aber nicht nur Schmerzen sondern auch Sekretfluss,
   verstopfte Nase usw.)

Mit beste Grüßen

Ralf

 

 


erstellt: 11.05.2020 - 11:37

Unbekannt aus ...

Hallo Ralf,

ich habe gerade deine Odyssee gelesen und bin entsetzt. Ein Teil davon erinnert mich an mich selbst, ich quäle mich schon seit Jahren mit meinen Zähnen herum und es wurde aus fehlendem Wissen viel falsch gemacht. Mittlerweile ist klar, da ich eine Nervenneuralgie im Gesicht habe und ja, diese kommt auch von den vielen Behandlungen. Diese Art Schmerzen betreffen den Trigeminus (keine Trigeminusneuralgie!) und man nennt es auch Zahnmigräne. Heißt nach jedem Eingriff Schmerzen im ganzen Gesicht. Ich habe Gott sei Dank endlich Ärzte gefunden, die sich damit auskennen und mich auch ernst nehmen.

Googel mal: Wenn der Zahnschmerz nicht von den Zähnen kommt und sehr interessant ist auch die Seite von Dr. Wagner Zahnfilm.de, der sich seit Jahren ausführlich mit diesem Thema befasst. Vielleicht ist das ja ein Anhaltspunkt für dich und einiges wird klarer. 

Hast du schon einen HNO konsultiert wegen evtl. chronischer Nebenhölenentzündung (Sekret, Müdigkeit usw.) ? Und was mir immer hilft und leider muss man es selbst bezahlen, nach jeder größeren Behandlung habe ich einen Termin beim Osteophaten und der bekommt die Nerven fast immer ruhig.

Ich möchte hier keinem der Zahnärzte zu Nahe treten und habe schon sehr viel Hilfe erfahren auf meine Fragen, jedoch ist dieses Thema leider ein bißchen ein Stiefkind und das ist sehr schade. 

Ich wünsche dir gute Besserung und vielleicht hilft dir meine Antwort ja ein bißchen.

 

 


erstellt: 11.05.2020 - 12:47

Fragwoanders aus ...

Hey Ralf,

auch hier kann ich dir nur den Tipp geben, dich mal an Dr. Belsky zu wenden. Wie ich bereits in einem anderen Post hier im Forum geschrieben haben, scheinen sich die Experten bei komplexen Fällen zurückzuhalten. Ich finde es wirklich wirklich traurig, dass unter deinem Post gar kein Kommentar von einem der hier mitlesenden Experten ist...

https://www.denta-beaute.com/zahnforum/ Versuch mal dein Glück!

 


Hallo Ralf und Fragwoanders,

bei komplexen Fällen ist ein Forum wie dieses  der falsche Ansprechpartner, da muss man sich schon darüber bewusst sein, eine ordentliche Diagnose bedarf auch einer Untersuchung, die hier nicht stattfinden kann, sehen sie das realistisch und ziehen keine falschen Schlüsse.

Hier gibt es genug Kollegen die gerne helfen, aber eine Ferndiagnose kann es bei Ihnen nicht geben, gemäß des Spruches eines Professors, „ am Telefon und durch die Hose, gibt es keine Diagnose „, zumindest keine seriöse.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und hoffe, dass ihnen geholfen werden kann.

Mit freundlichen Grüßen 

A.Arenas


erstellt: 11.05.2020 - 20:52

Fragwoanders aus ...

Bei allem Respekt Herr Arenas,

ich finde es super, dass Sie und eine Vielzahl Ihrer Kollegen dieses Forum betreiben! 

Ich finde es nur schade, dass es einige Posts gibt, indem Menschen ihre jeweilige Leidensgeschichte niederschreiben jedoch keinerlei Feedback erhalten. Niemand erwartet von Ihnen, dass Sie über das Internet Diagnosen stellen, auf die keiner Ihrer Kollegen vor Ort gekommen ist. Nur gerade in solchen komplexen Fällen wäre doch ein wenig Empathie wichtig.

Vielleicht einfach ein paar Tipps, Röntgenbilder nachfragen und bewerten usw... Das Ignorieren solcher Geschichten zeigt den jeweiligen Personen doch nur noch mehr, wie schwierig die jeweilige Situation ist.


erstellt: 20.05.2020 - 17:06

Ralf aus Hamburg

Sehr geehrter Herr Arenas sowie weiterer Mitleser hier,

danke für Ihr Engagement, die nicht-Antwort hat ja auch sein Gutes: Man bleibt weiter selbst aktiv:
bin zu einem DVT-Labor, habe mir ein 3D-Röntgenbild machen und bewerten lassen: Es liegt umfangreicher Knochenverlust über dem 7er, teilweise auch über dem (nicht vorhandenen) 6er vor,
ganz weit oben außen - es sieht für mich als Laien erschreckend aus....  Außerdem ein Fremdkörper in der Kiefernhöhle über dem 5er.
Alles auf 2D-Röntgenbildern schwer/nicht zu erkennen da viel zu weit weg vom Zahn.
Der Begutachter, ein ZA, hat mich auf den Pott gesetzt und gesagt, ich soll entweder zum MKG oder HNO, der 7er muss wohl raus, das habe auch ich jetzt begriffen,
auch wenn ich denke dass das Problem eigentlich von viel weiter oben kommt, es ist Knochenverlust weit über dem 7er und viel breiter...
Gleichzeitig kribbelt und kneift es immer doller da oben, lässt sich aber durch Paracetamol noch gut in den Griff kriegen.

Habe Montag einen Termin beim MKG und bin zu allem bereit  ;-(

Was eine denkbare Antwort hier im Forum angeht:
Mann muss den Zahnärzten hier zugute halten, sie machen es unentgeltlich, niemand bezahlt sie, bestenfalls bekommt man ein geschriebenes Dankeschön als ZA.
Außerdem bei so einem komplexen Fall wie hier - wer will da, wenn alle mitlesen schon was Falsches sagen...     ;-)
Trotzdem wären folgende Antworten denkbar gewesen:
- „ am Telefon und durch die Hose, gibt es keine Diagnose " - nicht schön aber immerhin direkt
- machen sie zuerst ein 3D-DVT
- gehen sie in eine HNO-Klinik
- gehen sie in eine MKG-Klinik
- versuchen Sie es bei.... der ist für solche harten Fälle zuständig
- raus mit dem 7er
- laden Sie Röntgenbilder hoch

Wie auch immer, ich mache hier keinem mitlesenden Spezialisten einen Vorwurf, in vielen anderen Fällen sind die Tipps bestimmt nützlich.
Ein Dankeschön an Sie alle!

Gruß

Ralf

 

 

 

 



Kollege Balbuena hat auch recht. Es häufen sich die Fälle mit der Beschreibung, dass A passiert ist, B nicht berücksichtigt wurde, man C gern gehabt hätte, D, der Behandler oder die Behandlerin nicht gesprächsberteit ist. Wir aber können A bis D gar nicht einschätzen. Die Beantwortung wäre eine Anhäufung für Vermutungen. Das geht seriöserweise nicht. Den Zahnarztwechsel empfehlen wir gegebenfalls schon und geben auch moralische Unterstützung bei der Durchsetzung ihrer gerechtfertigten Interessen.

Auf weitere gute Zusammenarbeit!

Dr. Rainer Littinski, Magdeburg


erstellt: 31.05.2020 - 20:35

Ralf aus Hamburg

Hallo,

es geht in die 2.Runde   ;-(

gemäß dem Motto von Hr. Balbuena "am Telefon und durch die Hose, gibt es keine Diagnose" werde ich es vermeiden, rein medizinische Fragen zu stellen, verständlich,
vielleicht eine Frage  ;-) Ansonsten dreht es sich um eher organisatorsiche fachübergreifende Dinge, es muss auch nicht gleich alles beantwortet werden - Scherz.
@Frau Mittag: der damalige ZA, der mich ca. 3 Jahre behandelte, weigerte sich ja auch, mir die verbleibenden Zähne des OK zu ziehen etc . nur hat er mir,
und da unterschieidet er sich von Ihnen, gesagt ich sollte mehr Sport treiben und das Immunsystem stärken... - dabei bin ich sportlich topfit und trieb genug Sport.
Das nahm mir jegliche Hoffnung auf Besserung - das hab ich Reißaus genommen. Aber das sind alte Geschichten...
Jetzige Situation:
der 8er fehlt (vor 20 jahren raus)
der 7er fehlt (am 25.05.2020 extrahiert durch Kieferchirurg), Brücke getrennt, Extraktion verlief ohne Komplikationen, Wunde gereingt, unten heilt alles aus,
der 6er fehlt (vor ca. 5 Jahren Implantatstift mit einem "Kernbohrer" rausgeholt wegen Beschwerden links oben
der 5er ehemals Brückenpfeiler, jetzt ist aus dem Brückenpfeiler eine Krone geworden

Nun zum Aber: die Schmerzen sind wieder da: unverändert, gleiches Bild wie früher:
Schmerzintensität: 5 von 10, drücken, ziehen, jucken, aber vor allem kraftraubend...
Schmerzen sind nicht plötzlich sondern wenn dann immer da, nicht nur im Bereich des 7er sondern bis ran an den 5er,
fühle ich mit der Zunge oder schlucke ich oder verziehe das Gesicht, wird es etwas schlimmer - als wenn da Spannung drauf ist.
am 5er wurde ja eine WSR gemacht + Einschicken von Gewebe: ohne Befund, zwischen 7er und 5er ist normal Knochen
vorhanden, 3D-Bild ist tadellos - trotzdem auch Beschwerden bis dahin.
Extraktionswunde verheilt, Gaumenseite alles ruhig, allerdings "hinten oben außen" seitlich ist Druckschmerz...
Paracetamol 500 hilft:
Einnahme 1 Tabl. in 3 Tagen, hilft wenn der Schmerz auftritt,
Tag der Einnahme: es wird bisschen besser
Tag 2: Schmerzen so ziemlich weg, aber ich fühle mich unheimlich fertig
Tag 3: meist der beste Tag, keine Beschwerden
Tag 4: geht das Spiel von vorne los: Schmerzen
Diese Dinge passieren beinah vorhersehbar/reproduzierbar.

Wenn die Paracetamol nicht wirken würde - gute Nacht, dann würde ich spätestens jetzt die Wand hoch gehen vor Verzweiflung...
Aber es geht.
So nun zu meinen Fragen:
1) Wie lange noch abwarten ob es von allein besser wird?
1) Ich gehe ja Vollzeit Arbeiten, trotz Schmerzen, es gibt gute Tage (mit Para) und schlechte Tage (ohne Para)
   Ich muss teilweise Maschinen und Geräte bedienen (auch welche an denen man sich mind. seine Finger verletzen kann),
   mit Kollegen zusammenarbeiten, bin Projektleiter, habe zeitweise Praktikanten oder Azubis in Betreuung,
   Ich merke dass ich mich mit Schmerzen oft schlechter konzentrieren kann oder eher dünnhäutig reagiere,
   die engsten Kollegen wissen davon und tolerieren es... Fühle mich aber oft so unglaublich fertig und nicht in der Lage zu arbeiten,
   kann man sich wegen sowas krankschreiben lassen, wenn ja wer macht es (jetzt grad): ZA, Kiefernchirurg, Allgemeinarzt

2) Bin als Projektleiter tätig im Maschinenbau, wir liefern Sondernmaschinen aus, wenn es beim Kunden ein Problem gibt und dieses Problem
   länger anhält und mehr und mehr Geld kostet, spricht man von einer "Dauerbaustelle".
   Hat die Firma eine Dauerbaustelle, wird ein "Hutträger" benannt und Spezialisten die ihm zuarbeiten, bei ihm laufen alle Fäden zusammen,
   er sammelt alle Infos, macht wenn nötig Besprechungen und Krisensitzungen wo alle zusammenkommen und sich beraten,
   um dann nächsten Schritte zu vereinbaren.
   Warum ich das hier sage: ich diese Dauerbaustelle, nur wer ist in so einem Falle wie ich der Hutträger,
   gibt es diese Art von Problemlösung im medizinischen Bereich überhaupt?
   Ich meine es kann doch nicht von Vorteil sein wenn man als Betroffener von Arzt zu Arzt läuft...
   Und ja ich hätte es vielleicht dem ZA überlassen sollen mich von A zu B zu C zu schicken
   statt alles selbst in die Hand zu nehmen, aber nach der Leidensgeschichte: ist das ein Wunder wenn man selbst die Initiative ergreift?
   Der eine denkt dies, der eine macht das. Welcher Arzt denkt fachübergreifend, geht schrittweise vor,
   sammelt Befunde vom Kiefernchirurg, HNO, vielleicht einer Szintigrafie?! (ist das sinnvoll?)
   Gewebeuntersuchungen, sammelt Erfahrungen welche Medis helfen welche nicht?
   Wem fällt solch eine Rolle zu? Gibt es überhaupt Zentren für soetwas?

 

Ich danke allen Mitlesenden und wünsche ein schönes Rest-Pfingsten.

Gruß

Ralf
 
  










 


Guten Tag,

wenn nach der Beseitigung offensichtlicher Sćhmerzursachen keine Besserung eintritt, war dies nicht die Schmerzursache. So weit, so simple. Jetzt erlebe ich es immer wieder in diesem Forum, dass weiter Ursachenforschung durch Zahnärzte betrieben wird, vor allem, wenn häufige Behandlerwechsel auftreten. Bei intensiver Diuagnostik wird man auch immer eine Stelle finden, die irgendwelche Anzeichen von "Entzündung" oder andere Auffälligkeiten zeigt. (DVT; Szintigrafie, MRT etc...) Die wahrscheinlichste Ursache ist jedoch eine neurologische Erkrankung, die unter dem Oberbegriff "Idiopathischer Gesichtsschmerz" zusammengefasst wird. Bitte machen Sie nicht weiter mit zahnärztlichen Therapien, sonst haben Sie in Bälde keine Zähne mehr, sondern suchen einen Neurologen oder Schmerztherapeuten auf.

Grüße

R. Roos


erstellt: 04.06.2020 - 12:41

Ralf aus Hamburg

Sehr geehrter Herr Roos,
herzlichen Dank für Ihre Einschätzung, sie ist ein wenig anders als erhofft, aber dennoch sehr kurz, klar und verständlich.
Ich werde noch ein wenig abwarten wie es mit der Schmerzsituation weitergeht, seit Samstag sind die Schmerzen weniger geworden,
es war seitdem nicht mehr notwendig, Scherztabletten zu nehmen. Schöner Schreibfehler nicht? - ich lasse den mal jetzt so stehen.

Ein aufrichtiges Dankeschön und Hut ab für die Arbeit und Zeit, die Sie und Ihre Kollegen und Kolleginnen hier im Forum aufbringen,
um Menschen, die in dieser Art von Not sind, schnell und ehrlich weiterzuhelfen.

Gruß

Ralf


 



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