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Forum: Kieferorthopädie

Unsere Zähne sind wichtig für das Kauen, Schlucken und Sprechen. Daher sollten Fehlstellungen von Zähnen korrigiert werden. Wir beraten Sie gerne.

Thema:
Diagnose Kieferhöhlenentzündung u.a. auf Basis einer DVT-Aufnahme
Anzahl der Beiträge: 3

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erstellt: 01.01.2026 - 19:09

erima aus Region München / Augsburg

Folgende Historie liegt zugrunde:

15.02.2024 MRT Schädel wegen Abklärung Schwerhörigkeit mit Befund: Nebenbefundlich polypöse Schleimhautschwellung im linken Sinus maxillaris mit umschriebener nodulärer kontrastmittelaufnehmender Komponente. Weitere Abklärung empfohlen.

 

05.12.2024 Röntgenaufnahme Zahnarzt ohne klare Diagnose

 

16.06.2025 CT Schädel mit klinischen Angaben: Raumforderung linke Kieferhöhle. CT-Abklärung der Nasennebenhöhlen; Befunde:

- Kein Anhalt für eine akute oder chronische Polysinusitis.

- Diskrete, reaktiv entzündliche Schleimhautpolster im dorsalen Abschnitt des linken Sinus maxillaris.

- Im Durchmesser 0,8 cm messendes verkalktes, apikales Granolum der Regio 26 mit intraantaler Komponente.

- Zur weiteren Differenzierung zahnärztliche oder MKG-chirurgische Korrelation erforderlich.

 

Juli 2025: Überweisung vom Zahnarzt zum MKG Dr. A. --> MKG empfiehlt Wurzelbehandlung

August 2025: Zahnarzt unsicher bzgl. Wurzelbehandlung, auf Kältetest hat Zahn 26 nicht reagiert (kein Kältegefühl, keine Schmerzen), deswegen ÜW zu einer DVT-Aufnahme

Oktober 2025: DVT-Aufnahme und nach Sichtung überweist der Zahnarzt an MKG Prof. Dr. B. zur weiteren Beurteilung / Entscheidung

November 2025: Empfehlung MKG Prof. Dr. B. (sofortige) OP mit Zahnextraktion (26) und Knochendeckelmethode zur Revision der Kieferhöhle

Der Patient hat keinerlei Beschwerden oder Schmerzen, weswegen die Entscheidung für eine OP sehr schwer fällt. Eine Blutabnahme zur ergänzenden Abklärung einer Entzündung wurde nicht vorgenommen.

Vielen Dank für eine Einschätzung bzw. ggfls. Empfehlung für die weitere Vorgehensweise.

Mit freundlichen Grüßen

 


Guten Tag,

Gehen wir zurück auf den Anfang: es geht um eine Schwerhörigkeit. Dabei wurde als Zufallsbefund eine .Schleimhautschwellung in der Kieferhöhle festgestellt. Falls ein Zahn an dieser Schwellung beteiligt sein sollte, kann man das im DVT in der Regel klar erkennen. Jetzt empfiehlt eine anerkannte Kapazität die zeitnahe Zahnentfernung. Dann gehe ich davon aus, dass er hierfür gewichtige Gründe hat und diese auch schon vorgetragen hat. ohne genaue Kenntnis der Röntgenbefunde wäre es von mir sehr anmaßend und verantwortungslos, Ihnen bei dieser Faktenlage einen Rat zu geben. Bitte haben Sie dafür Verständnis.

Grüße

R. Roos


erstellt: 04.01.2026 - 11:30

erima aus Region München / Augsburg

Sehr geehrter Herr Dr. Roos,

vielen Dank für die schnelle Rückmeldung - da derzeit ausschließlich die Röntgenbilder bzw. DVT-Aufnahmen die Diagnosegrundlage bilden, ist mir schon klar, dass eine "Ferndiagnose" nicht möglich ist. Mein Gedanke war, evtl. Aussagen zu "Diagnosewahrscheinlichkeiten" in solchen Situationen zu erhalten.

Mit einer Zahnextraktion "allein" wäre ich ja quasi einverstanden. "Sorge" bereitet die OP per Knochendeckelmethode - obwohl keinerlei Schmerzen bestehen.

Der OP-Termin wurde jetzt in einen Besprechungstermin umgewandelt, in der Hoffnung, die Diagnose und die "notwendige OP" als Laie evtl. besser verstehen zu können. Anhand der DVT-Aufnahmen kann der MKG die "Knackpunkte" für seine Diagnose ja nochmals klarer bzw. ausführlicher beschreiben. Beim ersten Besprechungstermin ging das alles sehr schnell, es wurde auch nicht geäußert ob die OP mit Spritzen oder per Narkose efolgt.

Ggfls. sind nach dem Termin die Erklärungen des MKG verständlicher und die OP-Entscheidung "leichter". Evtl. berichte ich hier nochmals kurz.

Mit freundlichen Grüßen



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