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Thema:
Chronisches Zugsyndrom & Dysästhesie nach Weisheitszahn-Extraktion (rechts unten)
Anzahl der Beiträge: 1
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erstellt: 13.05.2026 - 18:04
Andreas aus Frankfurt
Guten Abend, ich benötige bitte Ihre HILFE.
Vorgeschichte der Operation: Vor einem Jahr wurden mir die Weisheitszähne rechts in Lokalanästhesie entfernt. Während der obere Zahn problemlos extrahiert wurde, war die Entfernung des rechten Unterkieferzahns ein massiver Kraftakt. Es musste erhebliche mechanische Gewalt angewendet werden. Seit dem Tag des Fadenzugs besteht ein ununterbrochener Beschwerdekomplex, jedoch kein klassischer Schmerz.
Mein Problem ist ein permanenter, massiver mechanischer Zug und neurologische Missempfindungen, was meine Lebensqualität massiv einschränkt.
Detaillierte Symptomatik:
1. Massiver Gewebszug: Ich spüre eine ständige Spannung, die exakt an der ehemaligen OP-Stelle (unten rechts) entspringt und wie ein Drahtseil nach oben in den Gaumen und tief in den Hals zieht.
2. Dysästhesien (Missempfindungen):
Die rechte Zungenseite fühlt sich „betäubt“ an
Gaumen & Rachen: Der rechte Gaumenbogen fühlt sich „fremd“ an. Unmittelbar nach der Zahn-OP hatte ich für ca. zwei Wochen das Gefühl, als würden meine Amalgamfüllungen "auslaufen"/stark metallischen Geschmack.
3. (wichtigster Punkt) Mechanische Schluckstörung: Es fühlt sich an, als könne ich nur auf der linken Seite schlucken. Ein Halsweichteil-MRT aufgrund dieser Problematik war unauffällig.
4. Objektiver Befund (Asymmetrie): Im Spiegel ist eine deutliche Senkung des rechten vorderen Gaumenbogens sichtbar. Dieser wirkt nach unten „gefesselt“. Bei maximalem Herausstrecken der Zunge begradigt sich der Bogen jedoch fast vollständig und bewegt sich symmetrisch.
Leidensdruck & Lebensqualität: Obwohl kein akuter Schmerz vorliegt, ist das dauerhafte Zug- und Fremdkörpergefühl so belastend, dass Schlaf seit der OP ohne Mirtazapin 7,5mg nicht mehr möglich ist.
Bisherige Ansätze: (MD-Physiotherapie und Logopädie blieben ohne Erfolg.
Zahnarzt sieht die OP Stelle als regelrecht verheilt. Der behandelnde MKG Chirurg äußerte bei der Wiedervorstellung ebenfalls, dass die OP Stelle regelrecht erscheine und die Beschwerden aus seiner Sicht nicht mit dem Eingriff in Zusammenhang stünden.
Fragen an die Experten:
1. Deutet die Korrektur der Gaumenbogen-Asymmetrie bei Zungenbewegung auf eine mechanische Narbenadhäsion am Mundboden oder am M. palatoglossus hin?
2. Können die Missempfindungen der Zunge (rechts) durch eine chronische Zugspannung am Nerven (N. lingualis/N. glossopharyngeus) erklärt werden, da die Temperaturwahrnehmung intakt ist?
3. Ist ein MRT bei solchen myofaszialen Verklebungen überhaupt aussagekräftig?
4. Wäre eine diagnostische Infiltration (Neuraltherapie) der Narbe an der Extraktionsstelle sinnvoll, um den mechanischen Reizkreis zu unterbrechen?
5. Haben Sie weitere Ideen, wie ich endlich wieder ein normales Leben leben kann?
Ich bedanke mich herzlich im Voraus für Antworten.

