Forum: Zahnersatz
Durch Zahnerkrankungen oder Unfällen können Zähne verloren gehen. Wir geben Hinweise und Entscheidungshilfen zur richtigen Wahl der Zahnversorgung.
Thema:
Bissrekonstruktion nach 2 malig missgllückter Bisshebung
Anzahl der Beiträge: 3
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erstellt: 26.07.2026 - 11:07
Karin aus Bayern
Hallo,
ich bin in einer sehr verzwickten Situation und weiß mir um keinen Rat.
Ich hatte aufgrund von CMD und 20 Jahren schlimmste Schmerzen, zweimal eine Bisshebung.
Die erste Bisshebung betraf nur den Unterkiefer und wurde mit 6 Vollkronen und den restlichen Teilkronen gemacht. Da ich zwei nach innen gekippte Schneidezähne hatte, war die Ausgangssituation nicht optimal(wie ich heute weiß)
Die Erhöhung des Unterkiefers war so schlimm, es hat die Zähne von unten richtig hochgedrückt. Danach ging ich zu einem Zahnarzt, der auch zertifizierter Prothetiker und Zahntechniker ist ,und dieser hatte mein Problem sofort benannt(ich konnte das gar nicht richtig ausdrücken). Paralell dazu hatte ich permanent Schmerzen (Wurzelkanal, wie ich heute weiß).Der Prothetiker wollte erst mal ein halbes Jahr warten, damit Ruhe eingekehrt.Er schliff mir den Biss auf ein bessere Situation ein und gab mir eine Schiene. Allerdings hatte ich täglich schlimme Kopfschmerzen. Ich vertraute diesem Zahnarzt und wäre gerne bei ihm in Behandlung gegangen, wäre da nicht die Summe von 30.000 Euro gewesen, die ich innerhalb von 3 Monaten zahlen hätte müssen. Daraufhin begab ich mich zu einem mir bekannten Zahnarzt aus dem Freundeskreis, der mir Ratenzahlung anbot. Er hatte mir versichert ,helfen zu können. So machte er komplett 27 Kronen neu und veränderte aber meinen Biss komplett(die Frontzähne sind nicht mehr nach innen gekippt). Es sind 27 metallverblendete Kronen, viel zu dick, schwer, hoch und steil sind(wie ich jetzt aus fachlicher Sicht weiss).Von Anfang an gab es schlimmste Verspannungen und mein Kiefer fuhr nur noch im Mund hin und her, da er keinen Biss mehr fand. Zuddem fühlt sich der Biss an, als hätte ich eine dicke Plastikschiene an. Die Übergänge zum Zahnfleisch waren viel zu dick.Eine unerträgliche Spannung ist im Mund.
Der Zahnarzt ignorierte mein Anliegen. Das ist jetzt ein Jahr her.
Ich bin dann wieder zu dem Zahnarzt gegangen, der mir hätte helfen wollen, aber keine Ratenzahlung akzeptiert. Dieser hat mir mal wieder durch Schleifen eine erträgliche Situation geschaffen. Allerdings sind wir mit Schleifen am Limit . Wir wollten die Prothetik neu machen, Schritt für SChritt und das kostet in Summe 55.000 Euro. Die Summe kann ich mir leihen und ich möchte endlich Ruhe.
Zunächst will er ein Provisorium machen (Zahn für Zahn), welches für 3 Monate drauf bleiben sollte und dann nach Eingewöhnun sollte die Umsetzung in Zirkonkronen.Der Biss müsse flacher gestaltet werden da der jetzige Biss sperrt. Darauf habe ich mich richtg gefreut,denn der Zustand im Mund ist unerträglich, besonders beim Liegen. Der Kiefer ist unter Hochspannung und die eigentliche gute , sehr dünne Schiene vom Zahnarzt ist eine zusätzliche Höhenbelastung.
Und jetzt komme ich zu meinem Problem:
aufgrund von sehr starken HWS und LWS Schmerzen mit Kribbeln im Fuß und Schmerzen in den Armen und Händen machte ich ein MRT und drei Neurochirurgen meinten, ich solle OP machen, wegen Stenose, vor allem in HWS. Ich hatte
schon OP Vorgespräch(Cage setzten und Versteifung der HWS), aber ich merke,dass es sich mit einer Op verschlimmern könnte mit der Bissspannung. Es ist jetzt schon unerträglich. Im Liegen wird der Kiefer richtig nach hinten gedrückt.
Mein Zahnarzt sagt aber, daß die Prothetik erst danach gemacht werden müssIe, da sich der Biss verändern könnte. Ich selbst merke, dass aufgrund so einer Bissituation keine Versteifung der HWS gemacht werden sollte, da ich bis ca 5 Monate nach Op keine Zahnärztlichen Behandlungen haben sollte.(wegen Überstreckung Nacken).
Frage: ist es so, dass eine HWS Versteifung den Biss verändert? Was passiert, wenn ich erst Biss machen lasse und dann nach ein paar Wochen die OP?
WAs raten Sie mir? Ich habe Angst, wenn ich jetzt die OP mache, dass sich das auch aufs Schlucken etc. auswirken kann.
Was würden Sie an meiner Stelle tun?
Danke für Ihre Antwort, Karin
erstellt: 28.07.2026 - 16:29
Candy aus Bayern
Hallo Karin, viel helfen kann ich nicht. Nur meine Geschichte anhängen, vielleicht ergibt sich daraus eine Idee für uns beide, oder es liest jemand, der ähnliches erlebt hat.
Vor 5 Jahren habe ich meine Zähne im Oberkiefer ...bis auf 3 .... ziehen lassen, mehr aus Eitelkeit, um im Alter die Zähne nicht im Glas übernachten zu lassen, wurden zu den verbliebenen Zähnen noch 3 Implantate gesetzt und dann komplettes Oberkiefer überkront mir festsitzender Krone über gesamtes Oberkiefer und damit begann mein unbeschreibliches Unglück, das bis heute Tag und Nacht anhält und mich fast umbringt. Inzwischen Pflegestufe 4 und 100 % SBH. Kein Arzt findet einen Grund für mein Leid. Ein Zahnarzt hat vor 4 Jahren den Verdacht auf CMD geäußert, geholfen hat mir trotzdem kein Zahnarzt in den ersten beiden Jahren. Dann habe ich einrn Zahnarzt gefunden, der mir in einer knapp 3 Stundrn ohne Pause dauernder Behandlung unter unheimlichen Abschleifschmerzen und Qualen die Prothese entfernt hat und dann einen herausnehmbaren Zahnersatz eingebaut hat, welcher alles noch einmal verschlimmert hat und mich an den Rand des Unzumutbaren gebracht hat. Auf CMD ist er nicht eingegangen und ich habe ihm vertraut.
Ich würde mich über Meinungen freuen, die evtl uns beiden helfen. Ein Osteopath hat mich nun noch darauf hingewiesen, dass ich dringend handeln muss. Nachdem ich schon fast 30.000,-- Euro ausgegeben habe und so langsam mein Lebensmut schwindet, wäre ich für jede Idee und Erfahrung dankbar
LG Candy
erstellt: 29.07.2026 - 11:58
Hallo, das klingt in beiden Fällen gruselig. Eine Bisshebung klingt vom Begriff her sehr einfach, ist es aber nicht. Einräumung einer Ratenzahlung odër ein Bekanntheitsgrad sind kein Qualitätsnachweis. Sie benötigen ein fachübergreifendes Team. Das wird nicht einfach. Ein Orthopäde, ein erfahrener Osteopath, ein Psychologe und ein ZA, eine ZÄ, die gnathogische beleckt ist wären ideal. Ihre Schilderungen deuten auf Überforderung der jeweiligen Behandlunsteams hin. So würde ein gnathologisch bewandertes Team niemals versuchen, eine Bisssenkung mit Einschleifmaßnahmen im Mund durchzuführen. Komplexe Beschwerden verlangen eine komplexe Behandlungstrategie.
Viel Erfolg!
Dr. Rainer Littinski, Magdeburg
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier:
- CMD, Craniomandibuläre Dysfunktiion
Unter diesem Begriff werden die Gesundheitsstörungen, die durch Dysharmonien im Zusammenspiel zwischen Unter- und Oberkiefer hervorgerufen werden. Die Zusammenhänge im gesamten Körper sind sehr komplex. Das Wissensgebiet "Gnathologie" spielt dabei eine wichtige Rolle... Weiterlesen über obigen Link!


