Patientenforum

Forum: Allgemein

Gesunde und fest sitzende Zähne geben Ihnen ein schönes und unbeschwertes Lächeln. Wir beantworten Ihnen gerne allgemeine Fragen zum Thema Zahnmedizin.

Thema:
Alternativen Zahnersatz
Anzahl der Beiträge: 6

EineAntwortgeben Eine Fragestellen AlleForenanzeigen


erstellt: 09.09.2021 - 14:04

Robbie aus Hessen

Guten Tag,

ich befinde mich in folgender Ausgangslage:

Mir wurde aktuell eine ausgeprägte radikuläre Kieferzyste entfernt, der "schuldige" Zahn 34 wurde gezogen. Bei Zahn 33 und 35 wurde wegen der Zystengröße eine Wurzelspitzenresektion durchgeführt. So weit, so nötig, so gut.

Die Frage ist nun, wie der Zahn 34 ersetzt werden kann. Hier interessiert mich besonders, ob es eine gute Alternative zu einem Implantat gibt ? Ein Implantat wäre sicher eine super Lösung, aber es kostet viel.

Mir selber fällt nur eine Brücke ein, allerdings weiss ich nicht so recht, ob Zahn 33 und 35 als Pfeiler so ratsam/stabil sind, da sie ja jetzt eben auch wurzelbehandelt und -resiziert wurden.

Ich wäre für alle Lösungsideen dankbar.

Zudem würde mich noch interessieren: WIe lange dauert es denn, bis so ein ausgesprägtes "Zystenloch" (ich schätze die Zyste schon auf 2 cm)  stabil zuwächst und weiter  behandlungsbereit ist ?  Ich nehme an, das dauert Monate, dann kommt zB ein Implantat, da wiederum Monate einwachsen muss. Bin ich dann quasi die ganze Zeit zahnlos ? (ich kenne die Zeitschiene nicht).

Eie letzte Frage noch: Nach der Zystektomie soll das "Loch" ja jetzt knöchern ausheilen, wenn ich es richtig kapiert habe. Ist bei so einer Konstellation dann erfahrungsgemäß das einfache Setzen eine Implantats wahrscheinlich, oder muss das vermutlich auch noch so eine Knochenaufbau der sonstiges erfolgen ?

 


Wenn die Nachbarzähne nur kleinere Füllungen haben, ist ein Implantat eine ernste Alternative, bei stark gefüllten Nachbarzähnen würde das eher für eine Brücke sprechen. Die Kosten für beide Varianten liegen idR nicht weit auseinander. Die Knochenheilung würde ich mit 4-6 Monaten taxieren; Röntgenkontrollen; als Provis käme eine kleine abnehmbare Prothese in Frage.

Dr. Frank Püllen, MSc, MSc, Neu-Isenburg


erstellt: 12.09.2021 - 11:00

Robbie aus Hessen

Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Antwort,

Eine Frage: Wäre so ein entfernter (Zysten).Zahn denn auch durch eine herausnehmbare Prothese dauerhaft "ersetzbar", und zwar so, dass man es beim Tragen nicht sieht ?

Ehrlich gesagt: Beim Zahnarzt gehts immer ums Implantat, aber ich suche brauchbare kostengünstigere Alternativen. dazu, die vielleicht sogar schneller umsetzbar sind. Das ist mein Hauptinteresse.

Ich hätte gar nichts dagegen, wenn das herausnehmbar wäre. Es sollte halt beim Tragen unauffällig sein und natürlich funktionieren.

 

Und so nebenbei: Was ich als Laie ergoogeln kann, gibt es ja bei diesen radikulären Zysten auch ein Rezidivrisiko. Falls das eintritt, wäre das Implantat ja zunindest eventuell für den Müll.

 

Vielen Dank.

 


"Echte" Zysten im feingeweblich-anatomischen/histologischen Sinn sind im Kieferbereich eher selten, meistens handelt es sich um "Granulome", welche nach Entfernung der Ursache/Zahn abheilen. Es besteht natürlich die Möglichkeit einer abnehmbaren Teilprothese; die Wahrscheinlichkeit jedoch, daß Sie diese nur einmal tragen, sie dann in einer Schublade und letztendlich im gelben Sach verschwindet, ist hoch.

Dr. Frank Püllen, MSc, MSc, Neu-Isenburg


erstellt: 13.09.2021 - 13:36

Robbie aus Hessen

Sehr geehrter Herr Dr. Püllen,

 

vielen Dank für Ihre Antworten. Auf dieser Grundlage habe ich mit der Zahnärztin heute ein gutes Gespräch führen können.

-Der billige herausnahmebare Zahnersatz fällt aus, ich bin mir da jetzt auch sicher, dass ich damit nicht glücklich werrde.

Es bleibt die Entscheidung zwischen Implantat oder Brücke.

Die Zahnärztin hat gesagt, dass bis zu Beginn der Implantatsarbeiten bis Ende des Jahres oder gar Anfang nächsten jahres abgewartet werden müsste wegen des Zystenlochs, das verheilen muss (das Teil hatte um die 2 cm Durchmesser). Dann kommt es darauf an, wie der Knochen verheilt, wie viel Aufbau ggf. nötig ist ( wenn ich es rictig verstanden habe, ich verstehe faktisch nicht alles umfassend)..

Alternative wäre aus ihrer Sicht eine Brücke, also Zahn 33 und 35 als Pfeiler, es fehlt Zahn 34. Sie sagt 33 und 35 wären als Pfeiler geeignet, zumal der fehlende 34 ohnehin nur ein kleinerer Zahn wäre. Die Brücke wäre einige hundert Euro günstiger als das Implantat.

2 Fragen beschäftigen mich noch, die mir erst nach dem Termin eingefallen sind:

--Ist die Brücke schneller realisierbar als das Implantat oder muss da auch bis Ende des Jahres gewartet werden (33 und 35 wurden ja im Zuge der Zystektomie auch wurzelresiziert, weil die Zyste von 34 so weit rüberreichte.

--Was ist die intelligentere Lösung, beispielsweise im Sinne einer Nachhaltigkeit  (wenn z:B. ein Pfeiler mal kaputt gehen würde, wäre die Brücke ja unbraucbar. Oder vielleicht wäre das Imaplantat selber mal später bei Bedarf als Pfeiler nutzbar).

 

Ich würde mich freuen, wenn  SIe mir nochmal antworten könnten..

Herzlichen Dank

 

 

 

 




Login nur für Mitglieder