Forum: Implantologie
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Thema:
Abstoß von Knochenmaterial = Abstoß des Implantats?
Anzahl der Beiträge: 8
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erstellt: 29.04.2026 - 15:56
Anna aus Berlin
Öffne kurz eine neue Frage:
Nach 20 Tagen Implantatlegung entsteht starke Schwellung, Druck bis in die Augenhöhle und Nase, Kieferöffnung eingeschränkt. Gabe von Antibiose und Ibu 600, am 3. Tag mit der Medikamentation bildet sich ein stalaktitartiker Abzess und ploppt auf. Gelb- Rötliches Sekret und Knochenkrümelchen treten aus.
An der Stelle wurden 2 Implantate auf 25 und 27 gelegt, mit einer Lücke dazwischen, da dort der Knochen zu dünn war. Auf 25 wurde ein komplizierter Sinuslift durchgeführt. Abzess ist mglw. vom 25er.
Nun meine Frage: Bedeutet die Abstoßung des Knochenmaterials (Eigenknochen mit zentrifugiertem Eigenblut, Cover Screw, Astra EV), dass der Körper das Implantat abstößt?
Heißt das, dass mit dieser Reaktion auch bei den beiden anderen Implantaten zu rechnen ist?
Bei meinem 16er Implantat wurde Bio Oss genommen.
Nebenfrage: Sollte ich nun mit tropfendem Abzess den Mundraum spülen, damit sich nichts infiziert? bzw. was kann die Operateurin jetzt tun? Beim Anruf meinten sie nur, dass ich ja unter dem Schutz der Antibiose stehe.
Danke Euch;)
erstellt: 30.04.2026 - 07:22
Nochmal guten Tag,
16 scheint in Ordnung zu sein und sollte nicht angefasst werden.
An 26/27 besteht eine bakterielle Infektion ( Keine " Abstoßung"!) des Knochenaufbaus( nur körpereigenes Material), was die Entfernung und Heilung einfach macht.
Bitte werfen Sie nicht alle möglichen Ursachen " Abstoßung, Unverträglichkeit, Allergie, Infektion" in einen Topf. Sonst entsteht daraus ein gedanklicher Brei, der ungenießbar ist und jegliche weitere und sinnvolle Therapie verhindert. Jetzt und bei Ihnen geht es nur um Infektionsbeseitigung!
Grüße
R. Roos
erstellt: 30.04.2026 - 08:22
Unbekannt aus ...
Vielen Dank Dr. Roos.
Die Spannungen lassen nach, der Abzess hat sich geschlossen. Es gibt noch Druck und eine harte Stelle oberhalb von 25.
Kann die bakterielle Infektion des Knochenaufbaus auch ohne Entfernung der Implantate heilen?
Wenn die Implantate rausgenommen werden, kann ja beim nächsten Mal kein eigenes Material eingebracht werden.
Knochenmaterial wurde direkt beim Bohren gesammelt, was ich als gute Vorgehensweise ansehe.
Kann man im Ultraschall oder Röntgenbild sehen, ob die Kieferhöhle intakt ist? Beim Bohren gab es so ein Plop am Ende.
Vielen Dank für ihre Aufklärung und Einsortierung.
Freundliche Grüße
Anna
erstellt: 30.04.2026 - 12:11
Unbekant aus München
Hallo Anna ,
Informiere dich gut .Ich wünsche dir , dass du gesund bleibst.Such noch im Internet nach Informationen.
https://www.smiledentity.de/images/download/Geistlich-Patientenaufklaerungsbogen2.pdf
erstellt: 30.04.2026 - 15:02
Das klingt überhaupt nicht gut. Ihrer Schilderung nach ist aus meiner Erfahrung die Sache schief gelaufen. Wenden Sie sich an einen Implantologen mit Parodontologieexpertise.
Dr. Rainer Littinski, Magdeburg
erstellt: 30.04.2026 - 18:46
Anna aus ...
Die Antworten von anonym und Herrn Littinski sind so allgemein formuliert, dass ich keinen Zusammenhang zu meiner Frage sehe. Machen Sie das in diesem Forum generell so?
erstellt: 30.04.2026 - 20:31
Unbekannt aus München
https://www.smiledentity.de/images/download/Geistlich-Patientenaufklaerungsbogen2.pdf
Bio Oss wurde bei dir auch benutzt.
Schade , dass ich über dem Knochenaufbau Bio Oss erst nach 7 Jahre erfahren habe, was der Knochenaufbau im Kieferknochen und Immunsystem einrichten kann .Schade , dass ich nicht wusste , dass ich Träger bin, weil der Kieferchirurg mich nicht informiert hat.
Wenn um Bio Oss geht, dass Thema in Forum sollte nicht diskutiert werden, deswegen manche Patienten bleiben Anonym.
erstellt: 01.05.2026 - 10:49
Unbekannt aus ...
Hallo anonym,
ehrlich gesagt, ich finde in Zeiten des heutigen überschwemmten Internets nicht viel aussagekräftiges. Eine Studie vergleicht die Aufbereitung des Materials: https://www.zwp-online.info/fachgebiete/implantologie/gtr-und-gbr/xenogene-knochenersatzmaterialien
Meine Beschwerden gehen von dem Implantat aus, wo nur eigenes Knochenmaterial verwendet wurde, was als Goldstandard gilt.
Meine Frage war, ob eine Infektion des eigenen Knochenmaterials durch Antibiose + Mundhygiene ausheilen kann. Herr Dr. Roos deutete an, dass alles entfernt werden sollte, damit die Infektion ausheilen kann. Besser früher als später, um sich einen Leidensweg zu ersparen.
Das wird aber nicht die Vorgehensweise der Implanteurin sein. Da das Röntgenbild und die sehr gut verheilte Wunde nicht auf eine Komplikation hinweisen. Sie führt es auf einen mechanischen Reiz aufgrund zu früher körperlicher Aktivität zurück. Daher möchte ich mich so gut es geht auf das Gespräch vorbereiten.
Vor allem, wo kann ich gesicherte Informationen finden in Bezug zur Infektiologie des Knochenmaterials aus eigenem Knochen dieser Region?
Momentan, 5 Tage nach Beginn der Antibiose, hat sich der Abzess geschlossen, da nicht mehr so viel Druck drauf ist. Manuell könnte ich aber moch etwas ausdrücken. Druck besteht aber noch in der Kieferhöhle oberhalb des 25er, Richtung Nase. Atemwege sind komplett frei.



