
Thema / Frage: krone/geschiebe auf implantat |
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Kollegenfrage #1408unbekannter Autor aus westen 28.03.2009 - 10:24 Uhr |
liebe kollegen/innen
kurze frage. patientin 40 j alt zierlich kein bruxismus. trägt seit 15 j herausnehmbaren ze. 44 - 34 stehen. 44+34 vmk mit geschiebe. 33 - 43 ob. ok festsitzend. 34 nicht zu erhalten. pat ist mit heausnehmbarem ze zufrieden und wünscht erneuerung. da 33 karies+füllungsfrei überlege ich bei 34 zu implantieren 4.1 l13 dann 34 vmk+geschiebe. 44 neue vmk+geschiebe+herausnehmbarer ze. hat einer von euch erfahrung mit impl vmk geschiebe + herausnehmbarem ze ? geht das ? lg+danke |
Masterantwort #1411![]() Zahnarzt Stephenson M.Sc. 24220 Flintbek e-Mail: f.stephenson@web.de 28.03.2009 - 15:05 Uhr |
Hallo unbekannter Autor,
das wäre dann also jeweils ein Hebelarm 5er bis 7er, der sich links an einem Implantat und rechts an einem natürlichen Zahn, jeweils über eine Einzelkrone und ein Geschiebe abstützt. Dass sich der ZE distal einsenkt, ist bei der Konzeption nicht zu vermeiden. M.E. muss diese Konstruktion zur Überlastung am Implantat führen, Folge Implantatlockerung oder Bruch im Implantat oder im Geschiebe. Ich würde den 33 beschleifen und dort eine Krone mit Geschiebe draufsetzen, oder mindestens 3 Implantate setzen, falls möglich lieber mehr. Gruß Florian Stephenson |
Masterantwort #1413![]() Zahnarzt Dr. Fankidejski M.Sc. 67459 Böhl-Iggelheim e-Mail: rolffankidejski@web.de 28.03.2009 - 23:26 Uhr |
Hallo Herr Kollege/Frau Kollegin!
Ergänzend wäre zu bedenken,wenn die Versorgung herausnehmbar gestaltet werden soll könnten als Kostruktionselement für ein Implantat Regio 34 ein Kugelknopf oder Locator eingesetzt werden . Damit wird die Belastung des Implantats beim Einsinken deutlich gemindert. Allerdings wird der Zahn 44 stark belastet. Auch hier könnte ein Implantat im distalen Bereich ein Einsinken der Prothese verhindern und damit den Zahn schonen. Eine festsitzende Versorgung auf mindestens 2 Implantaten pro Seite wäre die langfristig stabilere Lösung- Das sollte mit dem Patient ,falls möglich, kommuniziert werden. Viele Grüße aus Speyer Dr. Rolf Fankidejski |
Masterantwort #1415![]() Zahnarzt Dr. Gau M.Sc. 53879 Euskirchen e-Mail: dr.stefan.gau@gmx.de 29.03.2009 - 12:32 Uhr |
Sehr geehrter ........,
man sollte mit der Patientin abklären was gewünscht wird. 1. klassisch den 3er Überkronen mit Geschiebe oder Teleskop 2. einfache Reperatur der vorhandenen Prothese mit Abstüzung auf einem Implantat/ Locator (sicherlich besser als Kugelanker) 3. Pfeilervermehrung (z.B 3 Implantate 34,37,47) zur besseren Abstüzung und Entlastung 44 4. ganz weg vom herausnehmbaren Zahnersatz Stehen die Kosten im Mittelpukt so ist die Erweiterung der Vorhandenen Prothese ( übergangsweise gebogene Klammer an 33) mit Locator am günstigsten. Insbesondere da die Arbeit in der Praxis durchgeführt werden kann. Mit freundlichen Grüßen S G |
Masterantwort #1419![]() Zahnarzt Dr. Püllen MMSc 63263 Neu-Isenburg e-Mail: frankpuellen@arcor.de 29.03.2009 - 13:45 Uhr |
Sehr geehrter Herr Kollege/in Mr/Mrs X,
in der Literatur gibt es keine Angaben zu solchen Konstruktionen, weder im Guten, noch im Schlechten. Die Dreier jungfreulich zu belassen, ist a priori eine gute Idee. Um die unbekannte Problematik von links Implantat, rechts Naturzahn zu vermeiden, müßte man konsequenterweise rechts ebenfalls implantieren und den eigenen Zahn als Einzelkrone stehen lassen. Das würde einen gewissen Sinn ergeben, zumal es für den Unterkiefer das Konzept von zwei Implantaten und Steg/o.ä. und Prothesenteil gibt. Aber wie gesagt, man bewegt sich da auf Evidenzniveau 4. Mit mehreren Implantaten auf eine fixe Konstruktion überzugehen, ist eine Alternative, bläht jedoch den Gesamtaufwand deutlich auf. Viel Erfolg aus sendet Ihnen aus Neu-Isenburg Dr. Frank Püllen, MSc |
Masterantwort #1428![]() Zahnarzt Dr. Dirlewanger MMSc 72202 Nagold e-Mail: w.dirlewanger@dirlewanger.de 30.03.2009 - 15:54 Uhr |
lieber Kollege,
die Patientin trägt seit 15 Jahren einen Zahnersatz, der im dorsalen Bereich die Alveolarkammatrophie fördert. Jetzt sollte die Frage geklärt werden, was in weiteren 15 Jahren sein wird - die Alveolarkammatrophie wird sich über den größer werdenden Hebel verstärken. Mit 55 J. hat die Patientin schlechte Karten für jede Art von ZE und zu wenig Knochen oberhalb des N.alveolaris inferior. Das erkläre ich meinen Patienten so und kläre über meinen langfristig sinnvollsten Plan auf: 34 Implantat und Einzelkrone 35+37 2 Implantate und Brücke (im Gegenkiefer festsitzend, deshalb Abstützung bis 7er) 44 Geschiebe abschleifen 45-47 2 Implantate und Brücke In NEM keramisch verblendet (7er Guss) halten sich die Kosten in Grenzen. Bei reduzierter Bezahnung im OK: 34-36 implantatgetragene Brücke und 45,46 2 Einzelkronen implantatgetragen, 44 wie oben. Wenn erneut abnehmbar, dann 4 tele auf 3 Implantaten (34,36,46 und 44; damit lässt sich die Atrophie am besten bremsen. Bei einer 40jährigen Patientin darf man keine zu großen Kompromisse eingehen - das würde sich rächen durch Implantatlockerung u.ä. Gruß Dirlewanger |
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