
Thema / Frage: Kollegenratgeber |
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Masterbeitrag #1402![]() Zahnarzt Dr. Tetsch M.Sc. 48151 Münster e-Mail: dr.tetsch@t-online.de 27.03.2009 - 10:04 Uhr |
Einen Kollegenratgeber finde ich sehr sinnvoll. Hier kann die gesamte Kompetenz in der öffentlichen Talkrunde ihre Meinung darlegen.
Ich sehe immer noch als großen Risikogebiet zum implantieren den nicht durchbluteten monokortikalen Knochen. Hier würde mich interessieren, wie es gelingt die Biologie des Patienten in die Gänge zu bekommen. PRP, Venöses Blut, Implantation nach 1 Woche in einer beginnenden Reparatur des Knochens habe ich alles getestet. Befriedigend ist das bislang nicht. Einige Kollegen erzählen dann immer, dass sie da den Knochenblock an den monokortikalen Knochen fixieren...- wenn solche Aussagen gemacht werden, dann weiß ich immer ziemlich genau, dass derjenige Kollege das noch nie gemacht....- genauso wie das splitten eines monokortikalen Knochens unter 2 mm Breite besonders im Unterkiefer sicher zu Sequestern führen kann...- hier ein Ergebnis zu erhalten wäre wirklich gut..-Diskussion eröffnet... Jan Tetsch |
Masterantwort #1429![]() Zahnarzt Dr. Dirlewanger MMSc 72202 Nagold e-Mail: w.dirlewanger@dirlewanger.de 30.03.2009 - 19:14 Uhr |
Dein Problem sehe ich auch als so gravierend an.
Knochenblock auf Knochenblock kann nicht angehen, da die Angiogenese langsamer als die Resorption läuft. Wenn was geht, dann nur mit Material , das Osteogenese und Osteoinduktion bringt - und das kann nur "unverdünnter" und nicht-kontaminierter corticaler Spanknochen sein. Wir machen da eine Studie mit der Charite zusammen. Das Osteogenesepotential der steril entnommenen und sofort transplantierten corticalen Späne aus dem Retromolarbereich ist so hoch, daß wir Attachementgewinne von bis zu 8 mm (durchschnittlich 5 mit Abweichung von 3mm nach oben und unten) haben. Als zweite weltweite Studie dieser Art (Emdogain gegen Emdogain mit Eigenknochen) liegen wir da bei den Topwerten; das alles unter dem Varioscope mikrochirurgisch. Wenn ich Dir Bilder davon zeige, hälst Du die 12-Monats-Ergebnisse für fast nicht möglich - aber es geht. Ich denke, dieses Herangehen dürfte auch bei Deinem Problem helfen: splitten mit Periostdeckung, aufdehnen, Biooss-collagen links und rechts, dazwischen Eigenknochen; primär verschließen und da dann nach 10 Wochen ins Osteoid reinimplantieren. Wir werden in einer zweiten Phase der Studie dieses Vorgehen am Parodont ähnlich durchführen (zum Vergleich). Ich werde die ersten Bilder in Stuttgart beim Geistlich Symposium Anfang Mai zeigen. Zähne und Zahnhalteapparat sind schon ein Meisterwerk der Evolution und die bessere Mutation als das Implantat (laut Darwin). Gruß Wolfgang |
Masterantwort #1432![]() Zahnarzt MUDr. Adam M.Sc. 15926 Luckau e-Mail: adamspraxis@freenet.de 31.03.2009 - 13:07 Uhr |
Das ganze Prozedere wurde Anfang der Neunziger als vertikale Sandwichplastik betitelt. (Sailer, Grätz) Maßgeblich erscheint mir die Perioststielung, dann noch mit Eigenknochen zwischen die Segmente, schon öfters probiert und immer erfolgreich.
U.A. |
Masterantwort #1433![]() Zahnarzt Stephenson M.Sc. 24220 Flintbek e-Mail: f.stephenson@web.de 31.03.2009 - 19:38 Uhr |
Hi Wolfgang, ich schätze deine Beiträge immer sehr, aber diesen habe ich leider nicht genau verstanden. Was meinst du genau mit Splitten mit Periostdeckung, und wo genau kommen Bio Oss Collagen und die retromolaren Späne hin ? Wärst du so nett, das nochmal genauer zu beschreiben ? Danke vorab und Gruss, Florian |
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