Re: Wurzelbehandelter Zahn als Ursachenherd für viele Symptome?
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erstellt:31.08.2010 - 09:48 Verfasst von 
Zahnarzt Dr. Roos M.Sc. 73765 Neuhausen
» e-Mail schreiben » Internetseite besuchen | Guten Tag Tim,
wenn Sie unser Forum lesen, dann werden Sie sehen, dass es eine Unmenge von Problemen nach Wurzelkanalbehandlungen geben kann. Auch dass die Diagnose dieser Probleme oft nicht einfach ist. Berührungsempfindlichkeiten eines Zahnes gehören dabei zu den häufigsten Behandlungsfolgen. Die Ursachen können Entzündungen an der Wurzelspitze, Überbelastungen und gelegentlich auch Zahnfrakturen sein. Wenn die Diagnose nicht eindeutig ist und die Beschwerden erträglich sind, rate ich (aus am eigenen Zahn gemachter Erfahrung) meinen Patienten zur Geduld. Es besteht gute Hoffnung, dass die Beschwerden von alleine im Laufe von Wochen und Monaten verschwinden. Wenn nicht, wird sich die zugrunde liegende Ursache im Laufe der Zeit klar herausstellen. Dann kann man gezielt behandeln. Eine Zunahme der Beschwerden ist immer ein sicheres Zeichen für ein Problem. Röntgenbilder zeigen erst nach einigen Wochen eine sichere Diagnose Wichtig ist es im ersten Schritt, dass der Zahn nach dem neuen Inlay nicht überlastet ist. Gegebenenfalls sollte eingeschliffen werden.
Mit den besten Wünschen
R.Roos |
Re: Wurzelbehandelter Zahn als Ursachenherd für viele Symptome?
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erstellt:31.08.2010 - 12:53 Verfasst von 
Zahnarzt Dr. Püllen MMSc 63263 Neu-Isenburg
» e-Mail schreiben » Internetseite besuchen | Sehr geehrter Tim, wenn ein Zahn einen vertikalen Wurzelriß hat, bildet sich nach kurzer Zeit dort eine tiefe Tasche. Die Frage, ob dieser Zahn verantwortlich für andere körperliche Beschwerden ist, ist REINE SPEKULATION. Voraussetzung: die Wurzelbehandlung ist wirklich optimal. Dr. Frank Püllen, MMSc, Neu-Isenburg |
Re: Wurzelbehandelter Zahn als Ursachenherd für viele Symptome?
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erstellt:01.09.2010 - 16:46 Verfasst von 
Zahnarzt Dr. Littinski M.Sc. 39108 Magdeburg
» e-Mail schreiben » Internetseite besuchen | Hallo Tim, Ihre Beschwerden sind aus der Ferne nicht zu diagnostizieren. Um einen Wurzellängsriss zu festzustellen, benötigt man jedoch keinesfalls eine operative Eröffnung. Zur Diagnose wird mit einer spitzen kalibrierten Sonde mit Druck (vorher kleine Spritze) die Zahnfleischtasche um den betreffenden Zahn in 1 mmm Abstand sondiert ( sogenanntes Sounding). Weicht ein Wert extrem von den übrigen Werten ab, z.B. 2, 2, 2, 10, 2,, liegt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein Längsriss vor. Viel Erfolg wünscht Rainer Littinski aus Magdeburg |
Re: Wurzelbehandelter Zahn als Ursachenherd für viele Symptome?
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erstellt:02.09.2010 - 11:56 Verfasst von 
Zahnarzt Dr. Dirlewanger MMSc 72202 Nagold
» e-Mail schreiben » Internetseite besuchen | Hallo Tim, wenn obige Vorschläge der Kollegen -die alle sicher nah an der Wahrheit sind- dann doch nicht helfen, könnte es sich auch um eine Projektionsschmerz aus dem vorderen Anteil des Schläfenmuskels handeln, was häufig vorkommt bei unsymmetrischen HWS-problemen. Meist hat man diese Beschwerden am oberen kleinen Backenzahn - es gibt aber auch Projektionen auf den Unterkiefer. Da hilft dann nur eine Mobilisation des os temporale bei einem Manualtherapeuten -am besten bei einem Physiotherapeuten mit osteopathischer Ausbildung und Erfahrung. Auf jeden Fall müssen Sie selbst Ihren "Erregungsstatus" durch Entspannungsübungen und Relaxen herunterfahren, um ans Grundproblem zu kommen. Tote Zähne können sich auch beruhigen, wenn man sie "vergisst". Verspannungen können ertragbar werden, wenn man sie "annimmt" und aktiv gegensteuert. Manchmal muss dazu auch der eigene Lebensstil (genügend Schlafen z.B.) und/oder private "Verspannungen" verändert werden. Lassen Sie mal los !! Gruss Dirlewanger |
Re: Wurzelbehandelter Zahn als Ursachenherd für viele Symptome?
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04.09.2010 - 13:30 Verfasst von Tim D.
| Hallo, erst einmal vielen Dank für Ihre Antworten. Ich habe auch zwei klopfempfondliche Zähne im Oberkiefer, beide mit Inlays. Ob es von diesen beiden Zähnen kommt, weiß leider niemand. Zum einen ist es der 2 Zahn hinter dem rechten Eckzahn, sowie der letzt Backenzahn auf der linken Seite. Mein Zahnarzt geht allerdings davon aus dass der Wurzelbehandelte Zahn wenn überhaupt einen Querriß hat und das evtl. genau in höhe des Kieferknochens. Deshalb könnte er das nur mit einem Schnitt feststellen. Naja ich warte einfach mal ab. Habe jetzt mit Ordentlich training angefangen, Fitness und Kondition. Der genannte Stressfaktor spielt bestimmt auch eine Rolle.
Nochmals vielen Dank für Ihre Beiträge als Spezialisten!
Haben Sie vielleicht einen Tipp, an wen ich mich wenden könnte. Welcher Zahnarzt kennt sich denn damit besonders gut aus? Wohne im Raum Wiesbaden.
Grüße Tim D. |
Re: Wurzelbehandelter Zahn als Ursachenherd für viele Symptome?
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erstellt:05.09.2010 - 17:50 Verfasst von 
Zahnarzt Dr. Littinski M.Sc. 39108 Magdeburg
» e-Mail schreiben » Internetseite besuchen | Hallo Tim, ein Tipp wäre Dr. Norbert Grosse. Er praktiziert irgendwo zwischen Wiesbaden und Frankfurt. Grüße von Rainer Littinski aus Magdeburg |
Re: Wurzelbehandelter Zahn als Ursachenherd für viele Symptome?
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24.09.2010 - 16:46 Verfasst von Ralf Heilbronn | hallo allerseits,
auch ich habe eine Wurzelbehandlung am oberen linken letzten Backenzahn im April dieses Jahres bekommen. Der Zahn hatte sehr tiefe Karies, schmerzte sehr stark. Der Nerv wurde gezogen, die Kanäle gereinigt/gefeilt, 2x Einlage gemacht provisorisch gefüllt und schließlich Ende April die endgültige Wurzelfüllung gemacht. Ich bin 44 Jahre und dies ist nun mein zweiter wurzelbehandelter Zahn. Bis Ende Juli ist der Zahn ruhig gewesen, dann fing er an druckempfindlich beim beißen zu reagieren und außerdem schmerzte das Zahnfleisch in seinem Bereich. Genau zeitgleich sind Muskelschmerzen in meinem rechten Arm im Bereich des Ellenbogengelenkes aufgetreten. Daraufhin bin ich wieder zur Untersuchung gegangen und hab das Ganze röntgen lassen. Das Röntgenbild sieht lt. meiner Zahnärztin gut aus, es läßt sich nichts erkennen. Gegen die Schmerzen am Zahnfleisch bekam ich was eingespritzt. Der Zahn beruhigte sich wieder, aber die Muskel- Schmerzen im Arm sind bis heute geblieben. Vor ca. 3 Wochen im Urlaub war dann da wieder in zwei Nächten so ein mysteriöser Druckschmerz beim Aufbeißen. Das hat sich aber wieder vollkommen gelegt. Hatte gestern nochmal einen Termin bei meiner Zahnärztin wegen eigentlich etwas anderem (ein Stück abgeplatzte Füllung an einem anderen Zahn sollte gemacht werden), aber ich fragte sie nocheinmal, ob denn der wurzelbehandelte Zahn an den Schmerzen im Arm verantwortlich sein kann, zumal diese Schmerzen zeitgleich mit den Zahnbeschwerden aufgetreten sind und das Ganze doch sehr verdächtig mir vorkommt. Sie schaute sich nochmal das Röntgenbild an und meinte die Wurzelbehandlung sei zwar nicht ganz ideal aber auch nicht wirklich schlecht und sie sehe absolut keinen Grund den Zahn zu extrahieren. Was ich nun gerne wissen würde ist, ob es denn keine Möglichkeit gibt, festzustellen, ob dieser wurzelbehandelte Zahn für die Beschwerden im Arm verantwortlich gemacht werden kann (Folgeentzündung durch Zahnherd/Giftstoffe, etc.)? Weiß da jemand eine Methode um das prüfen zu können ob der Zahn mich vielleicht vergiftet? |
Re: Wurzelbehandelter Zahn als Ursachenherd für viele Symptome?
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erstellt:25.09.2010 - 12:14 Verfasst von 
Zahnarzt Dr. Püllen MMSc 63263 Neu-Isenburg
» e-Mail schreiben » Internetseite besuchen | Sehr geehrter Ralf, einen (kausalen) Zusammenhang herzustellen, ist reine Spekulation. Es gibt auch kein valides Testverfahren dafür. Das einzige, was man sicher sagen kann ist: die Wurzelbehandlung sollte wirklich optimal durchgeführt werden (Mikroskop, etc.), dann sieht man weiter. Dr. Frank Püllen, MMSc, Neu-Isenburg |
Re: Wurzelbehandelter Zahn als Ursachenherd für viele Symptome?
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25.09.2010 - 19:57 Verfasst von Ralf Heilbronn | sehr geehrter Herr Dr. Püllen,
ja, das es da keine Testmöglichkeit geben soll haben mir auch meine Zahnärztin sowie andere Kollegen am Telefon mitgeteilt. Fakt ist, die Wurzelbehandlung wurde ohne Mikroskop und noch von einer Assistenzärztin (die die Praxis meines ehemaligen Zahnarztes, welcher leider letztes Jahr verstorben ist, übergangsweise weiterführte) durchgeführt. Die Praxis wurde jetzt übernommen von 2 jungen Ärztinnen, die erst seit diesem Jahr die Zulassung haben (die haben auch geröntgt und das andere gemacht). Was konkret empfehlen Sie mir nun? Eine Panoramaaufnahme von dem Zahn machen lassen, evtl. die Wurzelbehandlung wiederholen oder gleich extrahieren? Ein Kollege meinte, ich soll, wenn der Zahn momentan ruhig ist (was gerade der Fall ist) erstmal den Arm von meinem Hausarzt oder Orthopäden untersuchen lassen.
danke und freundliche Grüße Ralf |
Re: Wurzelbehandelter Zahn als Ursachenherd für viele Symptome?
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17.10.2010 - 15:17 Verfasst von Antonia B. Frankfurt | Habe mal eine Frage !
Hatte vor ca.2-3 Wochen eine Wurzelbehandlung. Und seit einer Woche drückt es dauernt auf den Kopf genau auf der Seite könnte es einen zusammenhang geben? (Auf dem Röntgenbild war keine Entzündung zu sehen) |
Re: Wurzelbehandelter Zahn als Ursachenherd für viele Symptome?
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erstellt:18.10.2010 - 09:09 Verfasst von 
Zahnarzt Dr. Püllen MMSc 63263 Neu-Isenburg
» e-Mail schreiben » Internetseite besuchen | Sehr geehrte Antonia, ein Röntgenbild hat ein beschränktes optische Auflösungsvermögen. Wichtig ist, daß die erfolgte Wurzelkanalbehandlung (möglichst) optimal durchgeführt wurde. Alles andere geht dann mehr in Richtung Spekulation. Dr. Frank Püllen, MMSc, Neu-Isenburg |