Thema / Frage: Wann gehen Implantate kaputt?

Patientenfrage #976

Bernd
aus NRW

16.02.2009 - 14:26 Uhr

Ich habe im Unterkiefer 2 Einzel-Implantate. Obwohl die Implantate schon seit einem Jahr ohne Probleme drin sind, habe ich noch ein paar Hemmungen beim Essen. Insbesondere wenn ich auf etwas Hartes beiße oder Bonbon und Kaugummi esse habe ich Angst, die Implantate kaputt zu machen oder durch die Klebewirkung von Karamell und Kaugummi die Implantate zu lockern. Wie vorsichtig muss man sein, damit die Implantate lange halten?
Masterantwort #978

Zahnarzt  aus Böhl-Iggelheim
Zahnarzt
Dr. Fankidejski M.Sc.
67459 Böhl-Iggelheim


e-Mail: rolffankidejski@web.de
Internet: http://www.zahn-gesund.net

16.02.2009 - 14:43 Uhr

Hallo Bernd!

Implantate können genauso wie gesunde Zähne belastet werden.
Wenn die Implantate regelrecht eingeheilt sind vertragen sie fast alles.
Die Kronen auf den Implantaten verhalten sich wie Kronen auf den Zähen. Das bedeutet bei verblendeten Kronen kann es bei sehr harten Dingen (z.B. Stein im Brot) einen Bruch geben. Dann muss eine neue Krone angefertigt werden. Sehr dünne Implantate können auch bei langer schwerer Belastung brechen (siehe Beitrag im Forum).
Dies ist aber ein seltenes Ereignis. Ich habe dies in den letzten 20 Jahren implantologischer Tätigkeit 1 mal gesehen.
Viel wichtiger als das Schonen des Implantates ist die Pflege. Bakterielle Beläge können wie beim Zahn zu Knochenabbau führen. Eine professionelle Nachsorge ist für Zähne und Implantate dringend anzuraten.

Viele Grüße aus Speyer
Dr. Rolf Fankidejski,M.Sc.
Masterantwort #979

Zahnarzt  aus Plochingen
Zahnarzt
Arenas Balbuena MMSc
73207 Plochingen


e-Mail: praxis@drarenas.de
Internet: http://www.drarenas.de

16.02.2009 - 14:47 Uhr

Hallo Bernd,

nach einem Jahr sind die Implantate sicher fest und werden auch nicht fester.
Nutzen sie die Implantate so wie ihre eigenen Zähne, sie müssen nicht extra vorsichtig damit umgehen.
Viel wichtiger ist die Pflege, seien sie da penibel und reinigen sie so, wie es ihnen ihr Behandler gezeigt hat. Das mit dem Karamell ist sicher nicht so gut für die anderen Zähne sowie für das Implantat, versuchen sie sich vorzustellen warum sie ihre Zähne verloren haben und schaffen die Sachen ab, die eventuell zu weiterem Zahnverlust führen könnten, dazu gehört sicher eine Umstellung auf eine gesunde Ernährung.

Also beissen sie kräftig in den Apfel, aber eben nur auf Sachen die sie mit ihren eigenen Zähnen auch beissen würden.

Mit freundlichen Grüßen

A. Arenas
Masterantwort #987

Zahnärztin  aus Leipzig
Zahnärztin
Jäger M.Sc.
04109 Leipzig


e-Mail: zahnarztpraxis.jaeger@gmx.de
Internet: http://www.Zahnarztpraxis-Am-Bahnhof-Leipzig.de

16.02.2009 - 21:35 Uhr

Guten Abend Bernd,
ein wenig Hemmungen sind sicherlich eher von Vorteil, als "besorgniserregende" Unkontrolliertheit. Hohe Kraftspitzen können die Zähne genauso schädigen, wie auch die Implantate und ebenso zu Frakturen an Zahnkronen und Keramiken wie auch an den Implantaten führen. D.h.in jedem Stück Kirschkuchen könnte ein Kern lauern...
Im Allgemeinen hat man aber beim Essen immer seine "kontrollierte" Vorgehensweise, viel negativer könnten sich da die unbewussten Kräfte beim nächtlichen Zähneknirschen oder-pressen auswirken. davor sollte man sich schützen, wenn es denn zutrifft.
Wie auch meine Kollegen oben schon schilderten kommt aber eine Implantat-Fraktur eher seltener vor - als die viel öfter auftretenden Entzündungen oder Ablagerungen, die zur Periimplantitis (Entzündungen rund um das Implantat, die man selbst meist nicht rechtzeitig bemerkt, da nicht unbedingt schmerzhaft und die zum Implantatverlust führen können), vor denen man sich unbedingt mittels entsprechender empfohlener Mundhygiene und Pflegeanweisungen und der enorm wichtigen Professionellen Zahnreinigung durch Fachpersonal - die rechtzeitig "Gefahren" erkennen können, schützen sollte.
Beste Grüsse!
K. Jäger
Patientenergänzung #2390

Miria
aus Schleswig Holstein

25.09.2009 - 07:42 Uhr

Guten Tag,
mein Implantat Óberkiefer,der eine Teilprotese gehalten sollte ist nach 3 und halb Jahre gebrochen.Teil ist im Kiefer geblieben.Trotzt Professionellen Zahreinigungen und richtigen Mundhygiene.Jetzt soll der Implantatrest aus dem Oberkiefer entfernt werden.Ist es eine Risiko OP ?
Masterantwort #2397

Zahnarzt  aus Neu-Isenburg
Zahnarzt
Dr. Püllen MMSc
63263 Neu-Isenburg


e-Mail: frankpuellen@arcor.de
Internet: http://www.zahnarzt-dr-puellen.de

26.09.2009 - 20:33 Uhr

Sehr geehter Herr Bernd,
Implantate sind keine Frischmilch mit einem eingedruckten Verfalldatum. Bei normaler Benutzung (d.h. bspw. keine Bierflaschen damit öffnen) halten sie wie normale Zähne. Es gibt sogen. "statistische Überlebensraten", welche pauschal besagen, daß man nach 10 Jahren mit rundgerechnet 10% Aussteigern rechnen kann.
Viel Erfolg aus Neu-Isenburg
Dr. Frank Püllen, MMSc
Patientenergänzung #2872

unbekannter Autor

18.12.2009 - 19:25 Uhr

Hallo hier bin ich nochmal.Mein Implantat ist in kaputt.Ein Teil ist im Kiefer geblieben. Ich möchte nur wissen,ob der abgebrochenen Tei im Kiefer bleiben kann,oder mit OP entfern werden. Vielen Dank für Ihre Anwort.
Miria aus SH
Masterantwort #3325

Zahnarzt  aus Halstenbek
Zahnarzt
Dr. Keridis M.Sc.
25469 Halstenbek


e-Mail: praxis@dr-keridis.de
Internet: http://www.dr-keridis.de

02.03.2010 - 19:07 Uhr

Hallo Miria und Moin!

Schwierige Frage....prinzipiell sollten solche Bruchstücke nicht im Kiefer belassen werden...also "klare Verhältnisse"-für den Arzt und für Sie,die Patientin...allerdings bedeutet das einen chirurgischen Eingriff.
Andererseits sollen ja Implantate im Kiefer verbleiben und künstliche Zähne tragen...daher "macht" ein Teil eines Implantates im Kiefer auch "nichts".....Die Entscheidung ist nur individuell mit Ihnen zu treffen und hängt von einigen Faktoren ab wie Grösse des abgebrochenen Stückes,wo es liegt und mit wieviel Aufwand(und Risiko) entfernt werden kann,ob es ggf. einem neuen Implantat "im Wege" steht,wie Ihre Operationsbereitschaft und Opertionsbelastung von dem Kollegen eingeschätzt wird.
Also...klären Sie genau diese Fragen mit dem Arzt....Für und Wider....

Grüsse aus Hamburg....Dr.Niko Keridis MSc

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