Thema / Frage: Nach Wurzelbehandlung immer noch Schmerzen

Patientenfrage #929

Lisa Flasskamp
aus Berlin

14.02.2009 - 13:25 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

vor einem Jahr bin ich bei meinem Zahnarzt gewesen, weil ein Backenzahn immer wieder weh tat und entzündet wirkte. Der Zahnarzt hat den Zahn untersucht und gemeint, dass die Wurzel entzündet ist und ich um eine Wurzelbehandlung nicht herum komme. Nach einer Wurzelbehandlung war es einige Zeit gut, doch dann fingen die Schmerzen wieder an. Mein Zahnarzt sah es sich noch mal an. Es könnte ein weiterer Wurzelkanal entzündet sein und eine erbeute Wurzelbehandlung notwendig sein, aber auf dem Röntgenbild war nichts zu finden. Mein Zahnarzt meinte, dass er ohne Befund keine Wurzelbehandlung macht. Kann man da tatsächlich nichts weiter tun?
Masterantwort #931

Zahnarzt  aus Böhl-Iggelheim
Zahnarzt
Dr. Fankidejski M.Sc.
67459 Böhl-Iggelheim


e-Mail: rolffankidejski@web.de
Internet: http://www.zahn-gesund.net

14.02.2009 - 14:03 Uhr

Hallo Lisa!

Wie so oft ist eine Fernsiagnose schwer.
Sind es pochende oder ziehende Schmerzen, dauernde Schmerzen oder nur bei Reizung, in Ober oder Unterkiefer,???????

Grundsätzlich könnten folgende Szenarien zutreffen.
1.Die Wurzelbehandlung hat, aus welchen Gründen auch immer, keine Entzündungsfreiheit gebracht.
  Therapie : Revision der Wurzelbehandlung

2.Der Zahn ist unter Belastung gebrochen
Therapie: Zahnentfernung

3.Tatsächlich ist zufällig neben dem wurzelbehandelten Zahn ein anderer Zahn erkrankt.
Therapie - Behandlung dieses Zahnes .

Wenn Ihr Zahnarzt sagt er köne nichts mehr tun, wäre vielleicht eine zweite Meinung eines Kollegen der sich auf Wurzelbehandlungen spezielisiert hat hilfreich.
Ihre Schmerzen müssen ,wie auch immer , beseitigt werden.Oftmals ist es nicht ganz einfach die Ursache zu finden.

Gute Besserung wünscht
Dr. Rolf FAnkidejski,M.Sc.
Masterantwort #932

Zahnarzt  aus Dortmund
Zahnarzt
Dr. Röller M.Sc.
44143 Dortmund


e-Mail: praxis@dr-roeller.de
Internet: http://www.zahnimplantate-dortmund.de

14.02.2009 - 14:15 Uhr

Sehr geehrte Frau Flasskamp,
wenn ich Sie richtig verstanden habe, ist an dem Zahn, der Ihnen jetzt wieder Schmerzen macht, eine Wurzelbehandlung schon erfolgt. Danach hatten Sie für einige Zeit keine Schmerzen.
Schmerzen müssen nicht sein. Sollte es der gleiche Zahn sein, kann man als erste Therapiemaßnahme eine Revision der Wurzelfüllung durchführen. Vielleicht scheut sich Ihr Zahnarzt diese Therapie durchzuführten, weil dies keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung ist und von Ihnen selbst zu tragen wäre. Sprechen Sie ihn an.
Allerding ist es gut möglich, dass auf einem Röntgenbild nicht erkennbar ist. Aber Ihre Schmerzen sind nun mal nicht wegzudiskutieren.
Andernfalls sind auch die Therapie-Überlegungen vom Kollegen Fankidejski mit ins Behandlungskonzept einzubeziehen.

Herzlich Grüße und Glück auf aus Dortmund
Ingo Röller
Masterantwort #945

Zahnarzt  aus Alpen
Zahnarzt
Dr. Koppitsch M.Sc.
46519 Alpen


e-Mail: praxis@dr-koppitsch.de
Internet: http://www.dr-koppitsch.de

14.02.2009 - 21:46 Uhr

Sehr geehrte Frau Flasskamp,

um welchen Zahn handelt es sich genau? Zählen Sie mal von der Mitte aus durch nach hinten.
Obere und Untere 6er (1. großer Backenzahn) z.B. weisen häufig (fast zu 70%) einen 4. Kanal auf der nicht gefunden wird. Die Lehrmeinung war bis vorkurzem auch noch das diese Zähne 3 Kanäle haben und nur in einzelnen Ausnahmefällen 4 Kanäle hätten. Wenn 3 Kanäle gefüllt wurden und der 4. vergessen wurde aufzubereiten, dann macht der Zahn weiter Probleme. Lösung: Revision u. maschinelle Aufbereitung.
2te Meinung einholen, Rö-Bild machen, Internet-Ferndiagnose ist da schwierig

Kurz und schmerzlos, MfG Volker Koppitsch.
Masterantwort #948

Zahnarzt  aus Berlin Schöneberg
Zahnarzt
Albrecht M.Sc.
10777 Berlin Schöneberg


e-Mail: praxis@zahnarzt-albrecht.de
Internet: http://www.zahnarzt-albrecht.de

14.02.2009 - 23:09 Uhr

Sehr geehrte Frau Flasskamp,
Eine Wurzelbehandlung muss, auch bei bester Ausführung, nicht immer gut gehen. Ziel der4 Behandlung ist es, weitgehende Bakterienfreiheit zu erreichen.  Be ider komplizierten Anatomie eines Wurzelkanalsystems ist dies nicht immer möglich. Zur Erreichung des Zieles kann man jedoch einiges unternahmen, indem man z. B. optische Hilfsmittel einsetzt, die Länge der Wurzelkanäle elekrometrisch bestimmt, und elekrtophysikalisch die Desinfektion verstärkt. Hierdurch erhöht man die Chance des Erfolges indem man.wie bereits erwähnt einen zusätzlichen Wurzelkanal auffinden und behandeln. Ein Bruch der wurzel ist eher nach längerem Bestehen einer Wurzelfüllung zu vermuten. Wenn das Röntgenbild und die persönliche Untersuchung darauf schleißen lässt, das Verbesserungsmöglichkeiten bestehen , sollte man zunächst versuchen durch die beschriebenen Maßnahmen zum Abklingen der Beschwerden zu kommen. Erst wenn alles versucht wurde, kann man die Entfernung des Zahnes in Erwägung ziehen und schauen, ob es sinnvoll ist, ihn durch ein Implantat zu ersetzen.
Viele Grüße aus Berlin
Peter Albrecht
Masterantwort #1010

Zahnarzt  aus Nagold
Zahnarzt
Dr. Dirlewanger MMSc
72202 Nagold


e-Mail: w.dirlewanger@dirlewanger.de
Internet: http://www.dirlewanger.de

18.02.2009 - 19:01 Uhr

sind die Taschentiefen um den Zahn herum gemessen worden? Wenn an einer Stelle ein stark erhöhter Wert gemessen wird, können die Beschwerden von einer Wurzelfraktur herrühren.
Wieviele Wurzelkanäle sind gefunden, behandelt und abgefüllt worden ? Unter dem Mikroskop finden wir manchmal zusätzliche Kanäle. Sind diese nicht behandelt, kann von dort der Schmerz ausgehen.
Wie sieht die Gesamtprognose für den Zahn aus ?  Manchmal hilft wirklich nur die Entfernung des Zahnes, Abheilen lassen und dann ein Implantat in entzündungsfreien Kiefer.
Da brauchen Sie einen fähigen Hauszahnarzt, der Sie da richtig lenkt.
Liebe Grüße aus Nagold
Dirlewanger
Masterantwort #1034

Zahnarzt  aus Tübingen
Zahnarzt
Nischwitz M.Sc.
72070 Tübingen


e-Mail: andreas.nischwitz@t-online.de
Internet: http://www.zahnarzt-nischwitz.de

20.02.2009 - 18:35 Uhr

hallo lisa,
bevor sie den zahn ziehen lassen oder an anderen zähnen behandlungen erfolgen , sollten sie eine diagnose haben, was die ursache der schmerzen ist. versuchen sie herauszufinden welcher zahn genau schmerzt und bei was (aufbiss, kälte, erschütterung). auch die qualität des schmerzes kann aufschluss geben (ziehend, pochend, druck, anfallsartig). wurzelbehandelte zähne, die probleme machen sind häufig aufbissempfindlich und klopfempfindlich.
haben sie eine erkältung?  insbesondere im oberkieferbackenzahnbereich können die schmerzen auch von einer kieferhöhlenentzündung kommen (schmerzen beim bücken oder bei erschütterung).
auch probleme in der kaumuskulatur oder im kiefergelenk können schmerzen verursachen, die sich anfühlen, als kämen sie von den zähnen.
wenn ihr zahnarzt nicht mehr weiter weiß, wäre das einholen einer zweiten meinung, am besten von einem zahnarzt der sich auf wurzelbehandlungen spezialisiert hat, ein empfehlenswerter weg.
viel erfolg und viele grüße
andreas nischwitz, m.sc.
Patientenergänzung #2223

Stefanie Kühn
aus Chemnitz

21.08.2009 - 19:08 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,
bei mir wurde am Mittwoch eine Wurzelbehandlung am 14ner Zahn vorgenommen. Als die Spritze nach ließ, gingen die Schmerzen wieder von vorne los, und es wurde immer schlimmer, so das ich abends zum Notarzt musste. Dieser hat mir den Wurzelkanal nochmal gereinigt und ein andres Mittel reingefüllt. Danach waren die Schmerzen erträglich. Seit gestern (Donnerstag) hab ich so ein Sruckgefühl, es sind keine richtigen Schmerzen aber es ist sehr unangenehm!Meine Zahnärztin hat mir den Zahn bisl poliert, so das der Druck nachlässt. Leider hat auch dies nicht wirklich was gebracht. Was kann ich noch tun, das dieser Druck naclässt? HAb Angst, ´das die schlimmen Schmerzen wieder von vorne befinnen.
Über eine Antwort wäre ich sehr dankbar.
Freundliche Grüße
Stefanie Kühn
Masterantwort #2225

Zahnarzt  aus Neu-Isenburg
Zahnarzt
Dr. Püllen MMSc
63263 Neu-Isenburg


e-Mail: frankpuellen@arcor.de
Internet: http://www.zahnarzt-dr-puellen.de

23.08.2009 - 13:56 Uhr

Sehr geehrte Frau Kühn,
als Akutmaßnahme helfen im Moment  nur noch Antibiotika und Schmerztabletten.
Gute Besserung aus Neu-Isenburg
Dr. Frank Püllen, MSc

P.S.: Wurde die (erneute) Behandlung mit Hilfe eines OP-Mikroskopes von einem spezialisierten Kollegen durchgeführt?
Patientenergänzung #2466

Frau L.
aus Neu-Isenburg

07.10.2009 - 14:51 Uhr

Guten Tag,

vor ca. 1 Jahr wurde an einem Zahn in fünf Sitzungen eine Wurzelbehandlung durchgeführt.
Die Schmerzen sind jetzt wieder aufgetreten und ich befürchte, dass jetzt eine Wurzel-
spitzen-Resektion durchgeführt werden muss.
Am liebsten würde ich mir den Zahn ziehen lassen, dies scheint aber nicht möglich zu sein,
da die Zähne im Oberkiefer Kronen haben.
Der Schmerz ist zur Zeit noch erträglich ( eigentlich mehr ein Pochen) aber auf Dauer möchte
ich diesen Zustand doch gerne beenden.
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich, in Bezug auf Zahnärzte, ein sehr ängstlicher Mensch bin.

Kann eventuell eine weitere Wurzelbehandlung ausreichend sein?

Viele Grüße
Frau L.
Patientenergänzung #2486

Herr R.
aus Kassel

09.10.2009 - 20:16 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren ,

bedingt durch starke Schmerzen / Entzündungen ( keine Wirkung beim Einsatz von Schmerzmittel ) wurden im Oberkiefer 2 Wurzelbehandlungen durchgeführt . Nach Abklingen der Spritze waren die Schmerzen weg.
Gleichzeitig wurde auf der selben Seite eine Nasennebenhöhlenentzündung diagnostiziert und mit Medikamenten
behandelt ( Antibiotika , Abschwellenden Nasentropfen , Sinupret forte ).
1 Zahn wurde jetzt nach 3 Wochen vollständig geschlossen und 1 Zahn ist mit Kalzium behandelt und provisorisch
verschlossen ( betr. Z4 u.Z5 im linken Oberkiefer ).

Z.Z. habe ich jedoch beim Bücken oder starker Körperlicher Anstrengung ein " Ziehen " im o.g. Zahnbereich.
Überprüfung meines ( nach meiner Meinung sehr kompetenten Zahnartztes ) mittels Klopfen usw. ergab keine Aufälligkeit der Zähne .

Beim sofortigen Besuch des HNO wurde eine "leichte " Vereiterung der Nebenhöhle festgestellt , die lt.Hausarzt auch eventuell auf ein Allergieproblem ( linke Nasenseite ist sehr oft zu ) hinweisen könnte.

HNO ist jedoch der Meinung , dass das ursächliche Problem an den Zahnwurzeln liegen könnte .
Alle Röntenaufnahmen , die mein Zahnarzt ausführlich mit mir durchgegangen ist , zeigen diesbezüglich jedoch keine
Auffälligkeiten.

Meine Frage ist : Kann durch eine Zahnwurzelentzündung eine Nasennebenhöhlenentzündung entstehen .
Masterantwort #2488

Zahnarzt  aus Seevetal
Zahnarzt
Jensen M.Sc.
21218 Seevetal


e-Mail: zahnarzt-jensen@t-online.de
Internet: http://www.zahnarzt-jensen.de

10.10.2009 - 09:32 Uhr

Hallo Herr R.,
ja, es kann.
Mehr ist allerdings so von hier aus zu Ihrem Fall nicht zu sagen, da in solchen Fällen manchmal nicht so recht klar ist, wo die Henne ist und wo das Ei (also: irritiert der Zahn die Kieferhöhle oder die Kieferhöhle den Zahn?).
Die zahnärztlich abzuklärenden Fragen wären:
1. Sind bei beiden Zähnen alle Wurzelkänäle gefunden (in Ausnahmefällen sogar mal 3!) und bis ganz oben hin gereinigt, desinfiziert und abgefüllt?
2. sind die dahinter liegenden Zähne (6, 7 und ev sogar 8) vital oder ebenfalls korrekt wurzelbehandelt?
Wenn diese beiden Fragen positiv beantwortet werden können, liegt es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht an den Zähnen.
Viel Erfolg bei der Suche und Grüße aus Seevetal,
L. Jensen M.Sc.
Patientenergänzung #2656

Heiko.M
aus Warburg

09.11.2009 - 19:58 Uhr

Sehr geehrte Herrn , nach einer Wurzelbehandlung zweier nebeneinanderliegender Eckzähne stellte sich ein "Druckgefühl" an einem der Zähne ein.

Optisch ist zwischen diesen zwei Zähnen ein " Loch " im Zahnfleisch erkennbar , dass bei Druck schmerzt.

Bei den nebenliegenden Zähnen ist das Zahnfleich viel stärker Richtung Zahnende ausgeprägt , als bei den o.g.

Bei Reinigungsversuch mit Dentalbürsten im o.g. "Loch" fing das Zahnfleich sofort an zu schmerzen und zu bluten.

Wollte jetzt täglich mit Chlorhexamed spülen.

Ist das sinnvoll ?

Meinen Dank für Ihre Antwort im voraus.

Gruss
Heiko.M.
Masterantwort #2657

Zahnarzt  aus Neu-Isenburg
Zahnarzt
Dr. Püllen MMSc
63263 Neu-Isenburg


e-Mail: frankpuellen@arcor.de
Internet: http://www.zahnarzt-dr-puellen.de

10.11.2009 - 10:19 Uhr

Sehr geehrte Frau L.,
eine Wiederholungsbehandlung(Revision) ist primär anzustreben; eine Resektion behandelt in 99% der Fälle am eigentlichen Problem vorbei.
Dr. Frank Püllen, MMSc
Patientenergänzung #2700

Rebekka K.
aus Hamburg

18.11.2009 - 10:43 Uhr

Guten Tag,

langsam verzweifel ich an meinen Zähnen. Angefangen hats im Sommer, da hatte ich eine dicke Wurzelentzündung oben rechts im vorletzten Backenzahn. Mittlerweile ist der Zahn aufwendig behandelt worden (Mit Mikroskop, Ultraschall etc.) und letzten Monat wurde zugemacht (4 Kanäle). Seitdem war der Zahn ruhig.

Dann hab ich da noch nen zweiten Zahn, unten rechts der letzte, der Probleme macht. Seit einer Füllung, die vor 1 Jahr gemacht wurde ist der sehr, sehr kälteempfindlich und vor ein paar Wochen kam dazu, dass er auch auf Druck/Reibung empfindlich reagierte bzw. schmerzte. Nun hat meine Ärztin dort ein Medikament (Cortison glaub ich) reingefüllt und den Zahn provisiorisch verschlossen. Doch seitdem tut der Zahn noch viel mehr weh und von der Entzündung die ich am Zahnfleisch hab - dort wo die Betäubung gespritzt wurde fang ich gar nicht erst an, das krieg ich immer!

Ich habe nun also Schmerzen, die irgendwie in den ganzen Kiefer ausstrahlen, teilweise bis ins Ohr, sodass ich Ohrenschmerzen bekomme und bis in die Schneidezähne. Und gestern abend fing dann auch der Wurzelbehandelte Zahn an weh zu tun - und zwar ordentlich! Eigentlich tat alles weh! Der ganze rechte Kiefer, oben und unten. Schmerztabletten haben irgendwie nicht soviel gebracht und so lag ich dann dementsprechend die halbe Nacht wach. Meine Wange war auch leicht geschwollen...Jetzt aktuell tut nur noch der Zahn etwas weh wo das Medikament drinne ist bzw. halt das Zahnfleisch drumrum. Oben ist auch noch nicht ganz Ruhe, ist schon sehr unangenehm.

Was meinen sie dazu?

Als die Wurzelbehandlung gemacht wurde meinte meine Zahnärztin noch, dass der Zahn noch weh tun kann (klar Entzündung ist ja noch nicht ausgeheilt, das dauert seine Zeit), aber mich wundert halt, dass der die ganze Zeit ruhig war und JETZT erst wieder Schmerzen bereitet. Ist das normal?

Vielen Dank im Voraus,
Rebekka K.
Masterantwort #2703

Zahnarzt  aus Seevetal
Zahnarzt
Jensen M.Sc.
21218 Seevetal


e-Mail: zahnarzt-jensen@t-online.de
Internet: http://www.zahnarzt-jensen.de

18.11.2009 - 11:34 Uhr

Guten Tag Frau K,
wenn bei einem Zahn eine Karies beseitigt werden muss, die bis sehr dicht an den Nerv reicht, dann kann es sein, dass der Nerv eigentlich schon geschädigt ist und nach der Füllung auf Temperaturschwankungen empfindlich reagiert. Wenn man Glück hat beruhigt er sich einfach nach einiger Zeit, aber manchmal ist diese Schädigung schon so nachhaltig, dass es einfach nicht weg geht oder sogar stärker wird. In diesem Fall kann nur eine Wurzelbehandlung Abhilfe schaffen. Auslöser für die Verschlechterung kann dann auch ein aufkommender allgemeiner Infekt (erkältung, Grippe o.ä.) sein. Beschwerden an einem so chronisch entzündeten Zahn, der gerade in ein akutes Stadium verfällt, können dann auf die ganze Gesichtsseite ausstrahlen und einen in Abheilung befindlichen Prozess auch vorübergehend wieder negativ beeinflussen. Dies gilt vor Allem dann, wenn auch noch ein Allgemeininfekt im Spiel ist.
Also: Wurzelbehandlung am unteren Zahn und etwas Geduld mit dem Rest, das wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach wieder beruhigen.
Gute Besserung und Grüße aus Hittfeld, L. Jensen
Patientenergänzung #2705

Rebekka K.
aus Hamburg

18.11.2009 - 17:41 Uhr

Vielen Dank für ihre schnell Antwort Herr Jensen,

ich war am Nachmittag noch bei meiner Ärztin und es ist wie sie sagten! Die Füllung am unteren Zahn ist sehr tief und geht bis zum Nerv und tatsächlich ist dieser Zahn die Ursache für meine Schmerzen gewesen. Es wurde jetzt eine Wurzelbehandlung eingeleitet und ich hoffe dann, dass danach wirklich Ruhe ist und sich alles wieder beruhigt, so wie sie es auch prognostizieren.

Vielen Dank nochmal,
mfg Rebekka K.
Patientenergänzung #3010

laura
aus recklinghausen nordrhein westfalen

14.01.2010 - 22:32 Uhr

Hallo,

habe eine Frage:

mein Backenzahn unten rechts ist Wurzelgefüllt, schon länger.Der Zahn ist immer noch ab und an empfindlich. Seit 3 Tagen habe ich Schmerzen im Kiefer. Wenn ich den Kopf nach unten beuge oder unten rechts gucke drückt es im 'Kiefer. Könnte das vom Zahn kommen oder eher nicht ?
Patientenergänzung #3075

Katharina K
aus Frankfurt/M - MTK

21.01.2010 - 17:29 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

vor 3 Tagen wurde bei mir eine Wurzelbehandlung am OK li, 4 Zahn begonnen. Die Behandlung selbst war unter Betäubung gar nicht schmerzhaft. AUch danach wares zunächst für ca. 24h ruhig. Leider bemerkte ich dann eine zunehmene Druck- und Klopfempfindlichkeit und noch einen Tag später auch Schmerzen ohne Druck/Klopfen.
Der ZA reinigte nochmal, was plötzlich riesig weh tat, trotz Betäubung. Er meinte, nun müsse es besser werden und bei nächsten Mal fülle er den Zahn dann ab. AUf mein Fragen, ob er den einen Zahn abfülle, der noch wehtut, meinte er nur, der "müsse" jetzt besser werden.
Seither (ca.24h) ich zunächst kaum Schmerzen, aber eine extreme Druck- und Klopfempfindlichkeit.
Auch die Schmerzen nehmen tendenziell wieder zu.
Da stimmt doch etwas nicht oder? Was soll ich nun am besten machen? HIlft weiter abwarten, können Druck/Klopfschmerzen nochmal weggehen? Und warum hat er bei der 2.Aufbereitung denn so wehgetan- ist das ein schlechtes Zeichen?
Ich habe mit 35J. schon 5 Zähne verloren und hänge an dem einzelenen....
vielen Dank im Voraus!
Masterantwort #3077

Zahnarzt  aus Neu-Isenburg
Zahnarzt
Dr. Püllen MMSc
63263 Neu-Isenburg


e-Mail: frankpuellen@arcor.de
Internet: http://www.zahnarzt-dr-puellen.de

22.01.2010 - 12:31 Uhr

Sehr geehrte Katharina,
der Schlüssel zum Erfolg/Mißerfolg liegt (u.a.) in der Akuratesse der Wurzelkanalaufbereitung, -reinigung, -desinfektion. Dies muß wirklich 100%-ig erfolgen, was (u.a.) ein gewisses Geräteequipment voraussetzt. Dann werden die Beschwerden auch weggehen. Operative Behandlungen (WSR) führen in 99% der Fällen am Ziel vorbei.
Gute Besserung aus Neu-Isenburg
Dr. Frank Püllen, MMSc
Patientenergänzung #3233

Sabine
aus Berlin

17.02.2010 - 20:48 Uhr

Guten Tag,

Anfang Dezember 2009 wurde beim 4er, Oberkiefer links, eine tiefe Karies festgestellt, die behoben wurde. Nach 4 Wochen traten wieder an diesem Zahn Beschwerden auf. Der ZA öffnete abermals diesen Zahn entfernte den Nerv und säuberte den Wurzelkanal. Mit einem Medi versehen wurde der Zahn geschlossen. Die Beschwerden wurden zunehmend und diese Prozedur wieder bis dato 4 x wiederholt ( Spülung, Laser, Medi). Der Zahn blieb dann bis heute offen und ist mit Watte geschlossen( seit 7 Tagen).Inzwischen regiere ich mit sehr starken Schmerzen , sobald die Feile in einem der zwei Kanäle in einer bestimmten Tiefe des Wurzelkanals gelangt. Röngtenbild unauffällig. Nehme seit 7 Tagen Isocillin 1,2 Mega und die Schmerzen nehmen nicht ab(auch der Wurzelkanal reagiert immer noch sehr stark )
Kann es sein das das Antibiotikum nicht hilft?

Der Zahn ist klopf unempfindlich... kann auch raufbeißen. Die Schmerzen sind im Kiefer, brennend mit starkem Druckgefühl.

Meine ZA möchte unter Betäubung den Wurzelkanal noch einmal reinigen... Problem sei nur, bedingt durch die Betäubung, das sie den Wurzelkanal durch stechen könnte...dann habe ich wohl noch mehr Probleme???!!!

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Sabine
Masterantwort #3240

Zahnarzt  aus Neu-Isenburg
Zahnarzt
Dr. Püllen MMSc
63263 Neu-Isenburg


e-Mail: frankpuellen@arcor.de
Internet: http://www.zahnarzt-dr-puellen.de

18.02.2010 - 10:46 Uhr

Sehr geehrte Sabine,
Lasereinsatz bei Wurzelbehandlungen (wird sicherlich separat berechnet) und offengelassene Zähne passen vom Behandlungskonzept nicht aufeinander. Gehen Sie zu einem Endodontie-Spezialisten. Wenn das Antibitikum nicht hilft, muß man das Präparat wechseln und auf eines mit einem breiteren Wirkspektrum zurückgreifen, zB Amoxicillin 1000mg, 3x täglich.
Gute Besserung aus Neu-Isenburg
Dr. Frank Püllen, MMSc
Masterantwort #3245

Zahnarzt  aus Seevetal
Zahnarzt
Jensen M.Sc.
21218 Seevetal


e-Mail: zahnarzt-jensen@t-online.de
Internet: http://www.zahnarzt-jensen.de

18.02.2010 - 17:35 Uhr

Hallo Sabine,
1. Es gibt auch obere 4er mit 3 Wurzelkanälen
2. 'Keine Betäubung' schützt nicht vor einer Perforation der Wurzelkanalwand.
3. Sind Sie sicher, dass die Perforation der Wurzelkanalwand nicht schon passiert ist?
4. Manchmal ist eine der Wurzeln deutlich kürzer als die andere, was im Röntgenbild nicht immer erkennbar ist. Wie ist die Längenbestimmung durchgeführt worden? Nur aufgrund eines Rö-Bildes oder (auch) per Elektrometrie?
5. Kann ich mich ansonsten der Ansicht des Kollegen Püllen nur anschließen.
Gruß aus Seevetal, L. Jensen, M.Sc.
Patientenergänzung #3247

Sabine
aus Berlin

19.02.2010 - 08:43 Uhr

Vielen Dank für die Antworten.
Um Mißverständisse zuverweiden, möchte ich nochmal den Behandlungsvorgang schildern.

- Am 23.12. einen Wurzelkanal gefunden, Nerv " rausgekratzt " ( wurde nicht getötet mit Medi, und nicht auf eine Spirale gedreht und gezogen) gereinigt, Zahn geschlosssen.
- Am 12.01. zweitem Wurzelkanalgefunden,Nerv rausgeratzt, gereinigt, Zahn geschlossen.
- Am 26.01. geöffnet, gesäubert und da bereits in einem Wurzelkanal einen kleinen Punkt getroffen, der schmerzte.
Medi, Zahn geschlossen.
- Am 05.02. Wurzelkanäle sehen gut aus, trocken, wegen der weitern Beschwerden, gelasert, geschlossen.
- Am 09.02. geöffnet, Medi, Zahn geschlossen.
- Am 10.02. heftige Schmerzen... ZA gewechselt, gespült, Zahn blieb offen.
- Am 11.02. mit Nadeln geröngt, unauffällig, Wurzel leicht am Ende gekrümmt. Beim Reinigen des schmerzenden
Wurzelkanals ( nur einer, der andere ist ok. ) herhebliche Schmerzen, lt.ZA: Gefühl als ob man an einen
Widerstand gerät...die Nadel geht nicht tiefer und schon gar nicht ohne starke Schmerzen.
Seit dem ist der Zahn offen, alle 2 Tage Spülung, Medi, Antibiotikum.
- Am 16.02. erneuter Versuch den Wurzelkanal zureinigen... starke Schmerzen. Antibiotikum schlägt nicht an, nur die Nebenwirkungen spüre ich.
Alle Zähne sind klopfunemppfindlich. Schmerzbereich im Kiefer. Starker Druck, leichtes pulsieren.
Weitere Therapie: WK unter Betäubung säubern oder Wurzelresektion.
Ein dritter WK existiert wohl nicht.
Wäre es möglich, das noch ein Restnerv im WK ist ?
Kann man überhaupt eine Resektion bei einen nicht wurzelgefüllten Zahn durchführen ?

Danke für Ihre Antworten und Geduld.

Sabine
Masterantwort #3441

Zahnarzt  aus Neu-Isenburg
Zahnarzt
Dr. Püllen MMSc
63263 Neu-Isenburg


e-Mail: frankpuellen@arcor.de
Internet: http://www.zahnarzt-dr-puellen.de

20.03.2010 - 12:18 Uhr

Sehr geehrte Sabine,
mit dieser Vorgeschichte gibt es doch nur drei Möglichkeiten:
1. Zu einem Zahnarzt gehen, der sich in Wurzelbehandlungen versteht UND auch ein OP-Mikroskop hat und dieses auch benutzt.
2. Sich dem Schicksal hingeben und mit den Beschwerden weiterleben (wie lange noch?).
3. Den Zahn entfernen lassen, und somit ein vorhandenes Problem gegen ein neues eintauschen.
Dr. Frank Püllen, MMSc

PS: Eine Resektion an einem nicht-wurzelgefüllten Zahn ergibt keinen Sinn (es sei, diese würde während der OP durchgeführt).
Patientenergänzung #3452

Sa
aus Berlin

21.03.2010 - 11:13 Uhr

Hallo Dr. Püllen,

Im Nachgang zu der Geschichte ab Dezember 2009:

nachdem ich auf Clindamycin allergisch reagierte, Isacillin nicht anschlug und eine erneute Wurzelkanalreinigung keinen Erfolg brachte erfolgte am 1.3. die Resektion des 24 mit orthograder Wurzelfüllung und vorsorglich des 25 mit retograder Wurzelfüllung. Laut Chirurgen war die Entzündung des 25 herheblich.Lt. Röntgenbild wurde sehr viel Gewebe um die beiden Wurzel ausgeschält ( staune das die Zähne noch halten ). Leider wurde bei der OP die Kieferhöhle eröffnet und plastisch gedeckt. Die Op verlief sonst ohne Komplikationen. Nach 4 Tagen wurde der 24 er nach der prov. Füllung endgültig geschlossen. Von dem Tag hatte ich einen Druck auf dem Zahn. Nach 8 Tagen wurden die Fäden gezogen, sah alles gut aus... Prognose positiv. Ingesamt hatte ich wenig Beschwerden. Am 11. Tag schnauzte ich leicht ( hatte vergessen, das ich es nicht machen sollte... hatte leider zum Zeitpunkt der OP eine Erkältung und Husten ). Seitdem sind die Bescherden schlimmer geworden. Ich habe Druckschmerz in der Kieferhöhle,ein Schwellungsgefühl, aber keine Schwellung außen sichtbar, manchmal ein Brennen bis unter dem Auge und manchmal ein piken. Keiner der Zähne ist klopfempfindlich... nur wenn ich auf die Füllung des 24 an einer bestimmten Stelle drücke, schmerzt der Zahn leicht, so als ob er eine Karies hätte.
Ich war auch beim HNO, da ich nach der OP einen Unterdruck auf dem Ohr hatte. Sono und Röntgen des OK ohne Befund, allerdings war das vorm Schnauzen. Vom Chirurgen habe ich Amocillin 750g ( 3x alle 8 Std. ) erhalten.
Nehme das seit 4 Tagen ohne erhebliche Besserung. Bei Tätigkeiten im Haushalt verschlimmert sich der Druckschmerz auf die Kieferhöhle.
Kann es sein das die Kieferhöhle wieder offen ist? Wie kann man das feststellen?
Sollte der 24 jetzt doch gezogen werden?
Und warum schlägt auch das Amocillin nicht an? (Ich habe in meinem Leben vielleicht 2x Antibiotika genommen ).

Vielen Dank für Ihre Mühe.
Grüße aus Berlin
Masterantwort #3456

Zahnarzt  aus Neu-Isenburg
Zahnarzt
Dr. Püllen MMSc
63263 Neu-Isenburg


e-Mail: frankpuellen@arcor.de
Internet: http://www.zahnarzt-dr-puellen.de

22.03.2010 - 12:09 Uhr

Sehr geehrte Sabine,
3x 750 mg ist etwas gering dosiert. Standardmäßig nimmt man 3x 1000mg.
Ob die Kieferhöhle zum Mundinnenraum hin (noch/wieder) offen ist, bekommt man mit dem sogen. "Nasenblasversuch" heraus.
Gute Besserung aus Neu-Isenburg
Dr. Frank Püllen, MMSc
Patientenergänzung #3590

Peter
aus Berlin

13.04.2010 - 22:08 Uhr

Sehr geehrte Herren

ich hatte im januar 2009 eine Wurzelbehandlung an einem Backzahn. Nun ist die Wurzelbehandlung knapp über 1 Jahr her und seit ein paar Tagen habe ich pochende Schmerzen, sowie heiß/kalt- Empfindlichkeit und auch schmerzen beim zubeißen. Könnte es sich um eine Entzündung handeln? Kann man den Zahn noch retten? Ich bin 20 Jahre alt und habe Angst den Zahn zu verlieren.

Viele Grüße
Peter
Patientenergänzung #3646

Seni Wittenberg
aus berlin

24.04.2010 - 18:38 Uhr

Ich war in dem Forum auf der Suche nach einem ählich gelagerten Fall, wie es meiner ist. Da ich diesen nicht gefunden habe, stelle ich nun meinén Fall als Ergänzung dar:
Im Dezember des vergangenen Jahres ließ ich auf Grund der Beratung meines Zahnarzetes im Oberkiefer 4 völlig problemlose Zähne mit einer Amalgamfüllung durch eine Kunststofffüllung ersetzten.
Anschließend hatte ich wochenlange Zahnschmerzen im Oberkiefer,den genauen Zahn konnte ich nicht identifizieren, insbesondere bei der Reizung durch Wärme und Kälte. An beißen war auch nicht zu denken. Die Diagnos des Problems gestaltete sich schwierig, erst Mitte Januar wurde dann der 7er als Übeltäter ausgemacht und eine Wurzelbeahndlung durchgeführt. Leider ergab sich auch dadurch keine Besserung. Ein Antibiotikum sorgte für eine kurze Ruhepause, der Schmerz kam aber wieder. Die Wurzelkanäle wurden im Zweiwochenrhythmus gesäubert ... ich verlor die Geduld und suchte einen Spezialisten auf, der den Zahn unter dem Mikroskop behandlete. Als ich ihm nach zwei Wochen berichtete, dass der Zahn immer noch schmerzt, meinete er, dass dies nicht möglich sei, der Zahn ist austherapiert und wird zugemacht. Jetzt ist er seit einer Woche zu, also endversorgt und tut mehr denn je weh. Bislang habe ich von Zahnärzten nur gehört, dass die Zähne enversorgt werden, wenn sie ruhig sind. Meine Frage ist, ob es wirklich so ist, dass der Zahn nach der Wurzelbehandlung zugemacht wird obwohl er noch weh tut? Und meine zweite Frage ist, ob es außer dem Entfernen überhaupt noch Möglichkeiten der Behandlung gibt. Welche weiteren Diagnosemöglichkeiten gibt es noch für die anderen 3 daneben leigenden Zähne ... auf Klopfen reagieren sie nicht und die "Eisdiagnose" ist auch normal.
herzlichen Dank
Masterantwort #3916

Zahnarzt  aus Magdeburg
Zahnarzt
Dr. Littinski M.Sc.
39108 Magdeburg


e-Mail: ra.littinski@praxis-littinski.de
Internet: http://www.praxis-littinski.de

30.05.2010 - 20:51 Uhr

Hallo Seni,
eine Wurzelbehandlung führt auch unter den Händen eines Spezialisten nicht immer zum Erfolg. Einige Tage der Missempfindung sind nach Wurzelbehandlung eher normal. Die Aussage eines ZA, dass, wie auch immer geartete Schmerzen nicht sein könnten, ist, salopp gesagt, ziemlich daneben. Wenn ein Patient Schmerzen empfindet, so existieren sie in der Regel auch aus objektiven Gründen.
Möglichkeiten:
Wurzelbehandlung wiederholen im Sinne einer Revision. Falls weitere Ignoranz besteht... Behandler wechseln.
Viel Erfolg wünscht Rainer Littinski aus Magdeburg
Patientenergänzung #4122

Betty
aus NRW

24.06.2010 - 16:24 Uhr

Sehr geehrte Damen und ´Herren,
vor ca. 2 Jahren hatte ich an einem oberen Backenzahn eine Wurzelfüllung bekommen.
Wenn ich jetzt in etwas heißes beisse, habe ich Schmerzen. Aber nicht häufig.Meine Zahnärztin empfiehlt mir eine WSR.Ich würde aber gerne noch abwarten, da die Schmerzen nicht oft auftreten. Könnte man nicht noch einmal eine Wurzelbehandlung durchführen und wie teuer ist so etwas, wenn man sie selber bezahlt?
Liebe Grüße
B.S.
Patientenergänzung #4125

Bettina
aus Nordrhein-Westfalen

25.06.2010 - 09:25 Uhr

Hallo,
vor ca. 2 Jahren habe ich eine Wurzelbehandlung an einem Backenzahn bekommen.
Gelegentlich schmerzt der Zahn jetzt wenn ich in etwas Heißes beiße und danach in etwas
Hartes.Meine Zahnärztin will jetzt (letztes Röntgen im Dezember-alles o.B).Meine Zahnärztin will jetzt
eine WSR durchführen. Ist das nicht etwas übertrieben?Kann ich noch abwarten und was hätte ich noch für Möglichkeiten?
Vilen Dank
Bettina
Masterantwort #4126

Zahnarzt  aus Neu-Isenburg
Zahnarzt
Dr. Püllen MMSc
63263 Neu-Isenburg


e-Mail: frankpuellen@arcor.de
Internet: http://www.zahnarzt-dr-puellen.de

25.06.2010 - 10:12 Uhr

Sehr geehrte Bettina,
gehen Sie zu einem Endodontie-Spezialisten, um ggfs. eine "Revisionsbehandlung" durchführen zu lassen; eine WSR führt idR am Ziel vorbei und ist das Ende vom Ende.
Dr. Frank Püllen, MMSc, Neu-Isenburg
Patientenergänzung #4133

Andrea
aus München

27.06.2010 - 11:39 Uhr

Hallo,

ich stellte schon meine Frage im Forum, aber es scheint hier besser zu sein...

Also der 44 ist beim Endodologen behandelt worden, da ich nach Implantatsetzung 45 höllische Schmerzen und eine Entzündung bekam. Bisher wurde 3 mal gespült und Medi reingetan. Schmerzen habe ich nicht, da der offen ist. Ich kann mit dem Zahn nicht beißen, es ist klopfempfindlich und irgendwie tut auch am Zahnfleisch weh richtung Kiefer, blutet sogar beim putzen. Ich habe große Zweifel, dass der Zahn noch was wird.....

Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen
Andrea
Patientenergänzung #4244

Cosima S.
aus Hessen

06.07.2010 - 11:51 Uhr

Hallo,
ich habe schon immer Probleme mit den Zähnen, obwohl ich sehr auf die Zahnpflege achte. Habe jetzt endlich den Zahnarzt gewechselt und die neue Zahnärztin stellte nach einem Röntgenbild fest, dass sich unter allen vorhandenen Füllungen Karies gebildet hatte. Habe bereits zwei Teilkronen bekommen und eine Wurzelkanalbehandlung. Immer ahtte ich danach irgendwelche schmerzen (Kieferdruck, Zahnschmerzen).Die Wurzelkanalbehandlung (hinterster Backenzahn oben) hatte die Zahnärztin vor ca. drei Wochen begonnen und ein Medikament in den Zahn gelegt und diesen dann provisorisch verschlossen. Hatte die ganze Zeit keine Probleme mit dem Zahn (konnte zubeißen, kauen etc.), aber jetzt nach drei Wochen tut er plötzlich ganz schlimm weh. Vorallem bei Berührung und beim Zubeißen. Meine Zahnärztin hat jetzt zwei Wochen Urlaub und ich würde nur ungern zu einem anderen Zahnarzt gehen, weil ich eh schon Angst habe. Was kann ich denn jetzt tun? Wegen einem anderen Zahn nehme ich im Moment schon Antibiotika, deshalb wundert es mich, dass ich schmerzen habe. Ich habe keine Lust mehr auf Zahnschmerzen. Kann mir jemand helfen?
Vielen Dank!
Patientenergänzung #4246

Verunsichert
aus Niedersachsen

06.07.2010 - 19:46 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,
Vor ca. 3 Wochen ist bei mir eine Wurzelbehandlung am 7. Zahn links Unterkiefer durchgefuehrt worden. Da die Schmerzen danach noch bestanden, wurde 3 Tage spaeter nochmals eine Behandlung durchgefuehrt. Der Zahn wurde provisorisch verschlossen. Auch danach waren die Schmerzen nicht weg und da ich in den Urlaub fahren sollte, wurde der Zahn uebers Wochenende beim Notarzt geoeffnet und nur mit Watte verschlossen. Weiterhin wurde ein Antibiotikum verschrieben (fuer 6 Tage). Im Urlaub (10 Tage) war der Zahn dann offen und waren die Schmerzen sehr stark, aber am 4. Tag der Einnahme zeigte sich erste Wirkung des Antibiotikums. Seither bestehen immer noch Schmerzen und gestern wurde der Zahn nun erneut behandelt (und provisorisch geschlossen), was bei der Reinigung eines Kanals auch noch weh tat. Seither sind noch Schmerzen da (abends benoetige ich noch eine Schmerztablette, tagsueber laesst es sich aushalten) und ein Druckgefuehl. Meine Frage ist nun, ob es normal ist, dass Schmerzen so lange anhalten und wie oft man mit einer erneuten Reinigung des Zahns etwas bewirken kann. Dauert es einfach noch, bis das eingelegte Medikament wirkt? Ist es normal, dass die Reinigung der Wurzel noch weh tut? Oder steht eine Wurzelspitzenresektion an?

Ueber eine Antwort wuerde ich mich sehr freuen.
Verunsichert
Masterantwort #4250

Zahnarzt  aus Celle
Zahnarzt
Dr. Scholz M.Sc.
29223 Celle


e-Mail: zahnaerzte-am-allerwehr@t-online.de
Internet: http://www.zahnaerzte-am-allerwehr.de

07.07.2010 - 09:30 Uhr

Hallo, lieber "verunsicherter" Patient,
die bei Ihnen vorgenommen Behandlungen sind als Notfalltherapie zu sehen. Ein offener Zahn kann sich nicht beruhigen, da eine Neuinfektion durch die Bakterien der Mundhöhle, die ungehindert in den Zahn gelangen, stattfindet. Eine Stabilisierung und Entzündungsfreiheit kann nur bei einem dichten Verschluß und vorheriger Reinigung und Desinfektion der Kanäle erfolgen. Dieses benötigt etwas Zeit! Es erscheint mir also recht normal, dass es zur Zeit noch schmerzt.Zwei bis drei Reinigungen sind üblich, evtl. ist auch noch ein weiterer Kanal vorhanden oder die Kanäle sind noch nicht bis zur Wurzelspitze gereinigt. Haben Sie Geduld und vertrauen Sie Ihrem Zahnarzt.

Gutes Gelingen aus Celle
wünscht
Dr. J. Scholz, M.Sc.
Patientenergänzung #4777

T. Berger
aus Kaiserslautern

04.09.2010 - 20:40 Uhr

Einen schmerzvollen guten Abend!

Vor knapp drei Wochen ist mir beim Essen der erste Backenzahn rechts unten entlang einer Füllung abgebrochen. Ich bin direkt zum Zahnarzt, der einen kleinen Karies an diesem Zahn unterhalb er Bruchstelle behandelte und den Zahn dann wieder mit einer Füllung verschloß. Ab diesem Zeitpunkt hatte ich nach mehrmaligen Draufbeissens auf diesem Zahn sehr sehr starke Schmerzen, die aber nach einigen Minuten total wieder verschwanden. Da der Nachbarzahn schon mal so ähnlich reagierte und vor 5 Jahren problemlos wurzelbehandelt wurde, ging ich wegen der starken Aufbeissschmerzen zielgerichtet und angstfrei wieder zum Zahnarzt. Unterhalb des abgebrochenen wie auch des schon mal wurzelbehanelten Zahnes waren auf dem Röntgenbild Bakterienherde zu sehen. Auf den Klopftest reagierte aber nur der erste (obwohl der Bakterienherd unter dem zweiten Backenzahn deutlich größer ist). Also entschieden wir exakt letzten Montag, diesen Zahn auch zu öffnen und ihn wurzelzubehandeln. Das ganze ging schnell und problemlos. Als die Schmerzmittel nachliesen, fingen langsam Schmerzen an, die sich bis Donnerstag nacht 3 Uhr so steigerten, dass ich davon aufwachte und Schmerztabletten nahm. Als diese am DOnnerstag nachliesen, war der Schmerz dann so stark, dass ich mittags wieder zum Zahnarzt ging und im mein Leid klagte. Er machte das feste Provisorium auf dem Zahn ab und reinigte die Kanäle noch einmal, füllte Medikament hinein und verschloss ihn diesmal nur mit einer Watte. Die Schmerzen erstreckten sich im weiteren Verlauf des Tages bis zur Schläfe, über Unterkiefer und Oberkiefer und auch das Kiefergelenk! Als Medikament empfahl er mir nun mal Ibuprofen, das zwar wirkte, ich aber die Maximaldosis um einiges überschreiten musste, um die wirklich extremen Schmerzen überhaupt aushaltn zu können(24h über 4,8mg). Eine trotzdem weitere schlaflose Nacht auf Freitag später bin ich wieder hin. Wir machten den Zahn nun noch einmal auf, die Wurzelkanaäle wurden noch einmal gründlich nach Restgewebe durchsucht und auch deutlich erweitert. Per Röntgen wurden die Feiltiefen bemessen, alles sah auf dem Röntgen einwandfrei aus. Wieder Med rein, alles diesmal fest zugemacht. naja, wieder eine schlaflose Nacht weiter heute morgen (Samstag) wieder hin mit der Bitte um Verschreiben eines starken Schmerzmittel, damit ich wenigstens übers Wochenende komme. Zur Sicherheit reinigte er nochmal die Kanäle und machte nun auch testweise den alten wurzelbehandelten Zahn auf, wobei wir feststellten, das damals ein kanal nicht geschlossen wurde, warum auch immer. Wahrscheinlich war dies Grund für die Entzündung, die wir auf dem Röntgen sahen. Diesen Zahn füllte er mit Med und machte ihn povisorisch zu, den "neuen" ersten Backenzahn lies er nun ganz auf. Jetzt Samstag abend sind die Schmerzen weiterhin enorm, ich nehme nun Novaminsulfon 500mg in der Maximaldosis und leicht darüber, sowie zu dem noch ein Antibiotikum.

ich weiss das keine Ferndiagnosen möglich sind, ich bin an sich zudem wirklich zufrieden mit dem Zahnarzt; er nimmt sich viel Zeit und hat sich sehr bemüht. Nichts destotrotz verzwifele ich gerade an den Schmerzen und wollte hier nachfragen, ob jemand mit einen Tipp geben kann, ob ein fehler gemacht wurde, was meine nächsten Schritte sein sollten und wie lange ich maximal solche starken Schmerzen ertragen sollte? Soll ich vielleicht einen Endologen aufsuchen oder kann ich meinem recht jungen Zahnarzt vertrauen?

Ich hoffe, jemand nimmt sich die zeit mir zu antworten, bin sehr sehr verzweifelt aufgrund der Schmerzen, die mein Leistungsvermögen bei weitem übersteigen!!

MfG in den Samstag abend, T. Berger

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