
Thema / Frage: Implantatdesign |
|
Patientenfrage #3234Helge Möller 17.02.2010 - 21:31 Uhr |
Hallo zusammen,
es gibt Implantate die bis zum "Kopf" angeraut sind und welche die am Ende glatt sind. Was ist besser, auch bezüglich evtl. späterer Probleme (Implantatentzündung) |
Masterantwort #3250![]() Zahnarzt Bieger M.Sc. 91074 Herzogenaurach e-Mail: sbieger@zahnarztpraxis-bieger.de 19.02.2010 - 11:44 Uhr |
Sehr geehrter Herr Möller,
diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten. Welches das optimale Implantatdesign ist, darüber gibt es verschiedene Philosophien und die Wissenschaft kann hier keine genaue "Evidenz basierte" Antwort geben. Zumal ist es natürlich auch von den gegebenen Umständen und den Vorlieben und Erfahrungen des Behandlers abhängig. Als sicher kann angesehen werden: - Der Abstand von der Verbindung zwischen Implantat und Aufbau sollte möglichst weit von der Kontaktfläche Implantat-Knochen entfernt sein --> Platformswitching oder Transgingivale Einheilung (ohne Gingivaformer) - die Verbindung zwischen Implantat und Aufbau sollte möglicht stabil und dicht sein --> Konusverbindung - eine rauhe (Mikro und Makro), mittels subtraktiven Verfahren hergestellte, möglichst nicht oxidierte Oberfläche begünstigt die Knochenanheftung. Ich hoffe Ihnen hiermit weitergeholfen zu haben. Gutes Gelingen wünscht Stefan Bieger, MSc aus Herzogenaurach |
Masterantwort #3258![]() Zahnarzt Nischwitz M.Sc. 72070 Tübingen e-Mail: andreas.nischwitz@t-online.de 21.02.2010 - 11:40 Uhr |
ergänzend würde ich folgendes hinzufügen: auf einer polierten Oberfläche kommt keine Verbindung zwischen Implantat und Knochen zustande. Der Übergang zwischen Weichgewebe (Zahnfleisch) und Mundhöhle sollte aber eine glatte Oberfläche haben. Der polierte Rand eines Implantates sollte deshalb nicht unter das Knochenniveau gelegt werden, weil sich der Knochen sonst zurückzieht. Implantate mit einer bis zum Kopf rauhen Oberfläche können komplett auf Knochenniveau versenkt werden und haben deshalb u.a. Vorteile in ästhetisch schwierigen Situationen. Die oben erwähnte stabile und dichte Verbindung zum Implantat ist dabei aber mitentscheidend.
Mit besten Grüßen Andreas Nischwitz, MSc aus Tübingen |
Frage
Antwort
Masterbeitrag
Ergänzung
Eine Antwort oder eine Ergänzung zu dieser Frage können Sie hier eingeben.
In diesem Forum stehen Ihnen über 100 Zahnärzte zur Verfügung. Damit wir Ihnen eine umfassende Antwort auf Ihr zahnmedizinisches Problem geben können, benötigen wir Informationen. Versuchen Sie daher bitte Ihr Anliegen so ausführlich wie möglich zu beschreiben. Antworten, Meinungen und Anregungen erhalten Sie kurzfristig in den nächsten 24 bis 48 Stunden.