Thema / Frage: Brücke oder Implantat

Patientenfrage #1

Max Simon

26.01.2009 - 12:17 Uhr

Bei mir muss ein Zahn entfernt werden. Mein Zahnarzt sagt, es gibt 2 Möglichkeiten. Entweder soll da eine Brücke eingebaut werden oder 1 Implantat. was ist besser für mich? Herzlichen Dank für die Antworten
Masterantwort #2

Zahnarzt  aus Münster
Zahnarzt
Dr. Tetsch M.Sc.
48151 Münster


e-Mail: dr.tetsch@t-online.de
Internet: http://www.tetsch.com

26.01.2009 - 12:30 Uhr

Grundsätzlich sind beide Lösungen des Zahnersatzes möglich. Bei kariesfreien Nachbarzähnen ist das Implantat aus medizinischerr Sicht sinnvoller, denn bei einer Brücke werden Zähne beschliffen. Jedes Abschleifen ist eine Schädigung. Wenn eine Überkronung der Nachbarzähne durchgeführt werden soll (Karies oder große erneuerungsbedürfige Füllungen), dann kann man die Brückenversorgung verteten. Die Reinigungsfähigheit mit Zahnseide ist bei der Implantatversorgung deutlich einfacher.
Masterantwort #5

Zahnarzt  aus Schenefeld
Zahnarzt
Dr. Hansing M.Sc.
22869 Schenefeld


e-Mail: praxis@dr-hansing.de
Internet: http://www.dr-hansing.de/

26.01.2009 - 14:49 Uhr

Eine definitive Antwort auf diese Frage ist  nach gründlicher Diagnostik möglich. Ist genügend Knochen im Gebiet des zu ersetzenden Zahnes vorhanden (in der Höhe und Breite)? Wie ist der Nervverlauf im Unterkiefer und wieviel Platz ist im Oberkiefer zur Kieferhöhle vorhanden. Wenn kein ausreichendes Knochenangebot vorliegt, sind Knochenaufbauten notwendig.
Masterantwort #19

Zahnarzt  aus Altena
Zahnarzt
Dr. Lönquist M.Sc.
58762 Altena


e-Mail: info@loenquist.de
Internet: http://www.loenquist.de

27.01.2009 - 10:26 Uhr

Zu den mit Sicherheit richtigen Ausführungen der o. g. Kollegen gilt es zu ergänzen, daß eine Brückenversorgung nicht den auftretenden Kaudruck auf den Knochen überträgt. Eine Brücke schließt die unschöne Lücke, verhindert ein abkippen der Nachbarzähne in die Lücke sowie ein herauswachsen des Gegenzahnes.
Nur ein Implantat wird den Kaudruck - nachdem Vorbild der Natur - wieder auf den Kieferknochen übertragen.
Bei einer Brücke werden die zwei überkronten Zähne den Kaudruck von drei Zähnen dauerhaft tragen müßen. Nach abwägen der o. g. Gesichtspunkte, spricht auch dies dauerhaft für eine Implantatlösung.
Masterantwort #22

Zahnarzt  aus Alpen
Zahnarzt
Dr. Koppitsch M.Sc.
46519 Alpen


e-Mail: praxis@dr-koppitsch.de
Internet: http://www.dr-koppitsch.de

27.01.2009 - 11:16 Uhr

Der Vorteil eines Implantates liegt ferner darin, dass es zu einem späteren Zeitpunkt (10/20/30 Jahre) zur Abstützung einer anderen prothetischen Arbeit genutzt werden kann. Durch Austausch oder Veränderung der Aufbauteile könnte unter Umständen später daran mal eine Prothese daran befestigt werden als Beispiel. Diese Möglichkeiten bietet Ihnen eine Brücke nicht.

Kurz und schmerzlos, MfG Volker Koppitsch
Masterantwort #39

Zahnarzt  aus Magdeburg
Zahnarzt
Dr. Littinski M.Sc.
39108 Magdeburg


e-Mail: ra.littinski@praxis-littinski.de
Internet: http://www.praxis-littinski.de

27.01.2009 - 20:47 Uhr

Vorteile Brücke:
- kostet weniger
- kein operativer Eingriff

Nachteile Brücke:
- Nachbarzähne müssen "beschliffen" werden
- Knochenabbau bei fehlendem Zahn
- das führt nach einigen Jahren zum Schlupfwinkel für Speisereste unter dem Bückenglied.
- bei Keramikbruch muss eine Brücke zerstört und neu gefertigt werden.

Vorteile Implantat:
- Schonung der Nachbarzähne
- Erhalt des Knochens
- falls Keramikbruch, kann Krone schonend entfernt werden und für einen geringen Preis neu verblendet werden.
- bessere Hygienefähigkeit(Zahnputz, Fädeln)

Rainer Lititinski

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